Einleitung

  • Peter Hartwich
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie book series (PSYCHIATRIE, volume 24)

Zusammenfassung

Die Beschäftigung mit Wahrnehmungsvorgängen bei Schizophrenen führt zu ungewöhnlichen Phänomenen, die Kraepelin (1909) als „Perzeptionsphantasmen“ und Bleuler (1911) als „Fälschungen in der Auffassung der Wirklichkeit“ umschrieben haben. Wahrnehmungsstörungen bei Schizophrenen sind Ausdruck derart komplexer Vorgänge, daß sie einer experimentellen Erforschung nicht unmittelbar zugänglich sind. Um sie aber doch untersuchen zu können, wurden Wahrnehmungsabläufe weitgehend aufgegliedert, was zunächst zur Beschreibung elementarer Aufmerksamkeitsleistungen geführt hat; diese wurden oft aus ihren wechselseitigen Bezügen künstlich herausgelöst, um sie in Einzelbetrachtungen zu untersuchen. Bei einem solchen Vorgehen kann der Bezug zum Ganzen leicht verlorengehen. Will man statt dessen psychopathologische Vorgänge in ihrer Komplexität untersuchen, so werden die Forderungen nach methodischer Faßbarkeit und Meßgenauigkeit, wie sie bei physischen und psychischen Elementarvorgängen noch gut realisierbar sind, immer weiter in den Hintergrund treten müssen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1980

Authors and Affiliations

  • Peter Hartwich
    • 1
  1. 1.Abteilung Psychiatrie der Medizinischen FakultätRheinisch-Westfälischen Technischen HochschuleAachenDeutschland

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