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Typologie der Verläufe

  • Werner Janzarik
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Neurologie und Psychiatrie book series (MONOGRAPHIEN, volume 126)

Zusammenfassung

Bei der typologischen Aufgliederung der Beobachtungen wurde ausgegangen von dem im ersten Jahr des Verlaufes, bei zunächst remittierenden Psychosen von dem während des ersten Krankheitsschubes vorherrschenden Bild. Eine retrospektive Aufgliederung von den Endzuständen her erwies sich als undurchführbar, da nach jahrzehntelangen Verläufen die profilierten Endzustände in der Minderzahl sind, uncharakteristische, symptomarme oder überhaupt symptomfreie Spätformen überwiegen und unterschiedliche Ausgangsbilder in gleichartige Verläufe und Endzustände einmünden. Einer vorurteilsfreien Verlaufsbetrachtung konnte am ehesten eine wenig spezialisierte Gliederung entgegenkommen, die nötigenfalls Raum für genauere Unterscheidungen bietet. Die traditionelle Aufteilung in katatone, paranoide und hebephrene Formen war maßgebend für die Unterscheidung einer katatonen, einer wahnhaft-halluzinatorischen und einer Gruppe primäär wesensveränderter Kranker. Die ursprünglich gesonderte Betrachtung von 15 (7 ♂, 8 ♀) ausschließlich wahnhaft beginnenden Verläufen und 2 (1 ♂, 1 ♀) Halluzinosen neben den 63 (29 ♂, 34 ♀) wahnhaft-halluzinatorischen Psychosen mußte wieder aufgegeben werden: Auch bei den zunächst wahnhaft beginnenden Psychosen treten früher oder später Sinnestäuschungen hinzu; oft sind es nur Zufälligkeiten, die darüber entscheiden, ob das halluzinatorische Element schon im Beginn oder erst jenseits des ersten Jahres registriert wird.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1968

Authors and Affiliations

  • Werner Janzarik
    • 1
  1. 1.Nervenklinik der Universität MainzDeutschland

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