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Rheographie pp 120-121 | Cite as

Differentialrheographie

  • Fritz Kaindl
  • Kurt Polzer
  • Felix Schuhfried
Part of the Beiträge zur Kardiologie und Angiologie book series (KARDIOLOGIE, volume 18)

Zusammenfassung

Wie auf S. 30 ff. ausgeführt, erhält man das Differentialrheogramm (69) durch elektrische Differentiation des Rheogramms. Steilheit des Anstieges und Nachwellen werden im Differentialrheogramm besonders deutlich erfaßt. In Abb. 13 ist das Rheogramm und Differentialrheogramm einer gesunden Versuchsperson dargestellt. Das Wesen der Differentialkurve besteht darin, Anstieg und Abfall der Ausgangskurve darzustellen. Der Augenblick des maximalen Anstieges im Rheogramm markiert sich im Gipfelpunkt der Differentialkurve. Hat das Rheogramm seinen Gipfelpunkt erreicht, ist das Differentialrheogramm bereits zur Nullinie abgesunken, um während des Abfalles des Rheogramms negative Werte anzunehmen. Die Bedeutung des Differentialrheogramms liegt einmal darin, die Nachwellen deutlich in Erscheinung treten zu lassen, und weiters ist die durch Vergleich mit der Eichtaste gewonnene Amplitude des Differentialrheogramms ein Maß für die Anstiegssteilheit im Rheogramm. Bei der quantitativen Auswertung ist analog zum Rheogramm zu verfahren, d. h., die in Ohm aus der Kurve entnommene Amplitude bedarf der Division durch den Ohmschen Widerstand R des Meßbereiches. Mitunter ist die größere Stabilität der Differentialkurve gegenüber den Atemschwankungen oder gegenüber leichten Bewegungen ein Vorteil.

Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, Darmstadt 1979

Authors and Affiliations

  • Fritz Kaindl
    • 1
  • Kurt Polzer
  • Felix Schuhfried
    • 2
  1. 1.Universitätsklinik WienAustria
  2. 2.WienAustria

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