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Einführung

  • Gunnar Eilert Hiorth

Zusammenfassung

Man unterscheidet in der Genetik zwischen quantitativen und qualitativen Charakteren. Erstere sind durch eine kontinuierliche Variation in Dimensionen, Konzentrationen, Intensitäten oder anderen meßbaren Eigenschaften charakterisiert. Beim Menschen variiert z. B. die Höhe oder das Gewicht kontinuierlich von einem Extrem zum anderen, bei der Rübe der Zuckergehalt, beim Weizen Reifezeit und Ertrag. Qualitative Charaktere zeichnen sich dagegen durch diskontinuierliche Variation aus, d. h. die verschiedenen Ausprägungen des betreffenden Charakters, die wir in einer Population antreffen, sind nicht durch Übergangsformen verbunden oder solche Ubergangsformen sind seltener als die typischen Ausprägungen. In den Erbsenäckern eines Landes treffen wir z. B. in erster Linie Individuen mit rotvioletten oder mit weißen Blüten. Gelegentlich finden wir noch einige andere Farbstufen, z. B. hellrote. Aber die Anzahl der gewöhnlicheren Stufen ist begrenzt, und in Kreuzungen erhalten wir scharfe Spaltungen. Die großen Fortschritte der Genetik in den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts wurden in erster Linie dadurch ermöglicht, daß man unter den zahllosen erblichen Unterschieden der besseren Versuchsobjekte eine strenge Auswahl traf, indem man die Charaktere aussuchte, die sich am leichtesten identifizieren ließen und die schärfsten Spaltungen zeigten.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG / Berlin · Göttingen · Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • Gunnar Eilert Hiorth

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