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Reaktionskinetik

  • Harald Stumpf
Chapter
Part of the Struktur und Eigenschaften der Materie in Einzeldarstellungen book series (STRUKTUR, volume 24)

Zusammenfassung

Die vorangehenden Paragraphen bilden ein geschlossenes Ganzes. In ihnen wird der Übergang von der quantenmechanisehen Statistik zur thermodynamischen ensemble-Statistik der Besetzungswahrscheinlieh-keiten vollzogen. Mit der Angabe der differentiellen Übergangs wahr -seheinliehkeiten für strahlende und strahlungslose Prozesse gibt das System (7.19) nach einer Integration Auskunft über das Verhalten des Kristalls unter dem Einfluß aller aufgezählten Störungen. Jedoch genügt das System (7.19) nur in einer abstrakten Weise der Forderung, direkte Beobachtungsgrößen zu liefern. Die einzelnen P nmb (t) werden zwar prinzipiell in der Quantentheorie als meßbar angesehen, aber die Praxis ist weit davon entfernt von diesen prinzipiellen Möglichkeiten Gebrauch zu machen. Daß die prinzipiell vorhandenen Meßmöglichkeiten im tatsächlichen Experiment nicht ausgenutzt werden, hängt mit den technischen Schwierigkeiten zusammen, die sich einem solchen Unternehmen entgegenstellen. Diese technischen Schwierigkeiten, die eine vollständige Ausnutzung der Informationsmöglichkeiten verhindern, spiegeln sich theoretisch im Problem der Auswertung der Gl. (7.19) wider. Da es genau so viele Gin. (7.19) wie Niveaus des Gesamtsystems, d. h. des Kristalls und des Strahlungsfeldes gibt, so sieht man, daß es sich hier in jedem Fall um abzählbar unendlich viele Gleichungen handeln muß.

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Literatur

  1. 82.
    Wir verweisen hierzu auf analoge Produktansätze bei Mehrteilehenampli-tuden im Ortsraum. Diese Produktansätze zeigen, daß damit zwar die direkte Korrelation der Teilehen zerstört wird, dafür jedoch eine gegenseitige Beeinflussung durch gemittelte Werte eintritt, wenn man die zugehörigen Einteilchenfunktionen aus dem resultierenden Gleichungssystem, z. B. den H artree-Gleichungen, berechnet. Die Wechselwirkung geht also von einer direkten Wechselwirkung in eine gemittelte über, wird aber keinesfalls gänzlich ausgeschaltet.Google Scholar
  2. 83.
    Die direkte Berechnung der Diagonalglieder mit Hilfe der Wellenfunktionen aus Formel (7.20) muß dasselbe Ergebnis liefern, da zufolge der für die Quantenmechanik gültigen Wahrscheinlichkeitserhaltung (8.31) eine notwendige Bedingung ist.Google Scholar
  3. 84.
    Diese Relationen müssen auf jeden Fall wegen der gegenseitigen Unabhängigkeit der Störungen erfüllt sein.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin/Göttingen/Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • Harald Stumpf
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule StuttgartDeutschland

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