Dynamische Elektron-Gitter-Kopplung

  • Harald Stumpf
Part of the Struktur und Eigenschaften der Materie in Einzeldarstellungen book series (STRUKTUR, volume 24)

Zusammenfassung

Die bisher betriebene Elektron-Gitter-Statik liefert im Endergebnis die Gitterruhelagen \(X_k^n\) des Gitters im n-ten Störzustand, und die Entwicklungskoeffizienten \(\beta _l^n = \beta _l^n(X_k^n)\) der zugehörigen Elektronenwellen-funktionen, sowie die Gitterenergie U n (X k n ) des n-ten Störzustandes. Dieser statischen Gitterkonfiguration, die einer klassischen Temperatur T = 0 der Gitterkerne entspricht, kann sich nach § 6 im allgemeinsten Fall noch eine Bewegung des Gitters überlagern, welche Temperaturbewegung genannt werden kann, weil sie häufig — aber nicht immer — durch Übernahme von Energie aus einem Wärmebad erzeugt wird. Da sich der Kristall für T = 0 in einem Energieminimum in bezug auf die Gitter koordinaten und Elektronen Wellenfunktionen befindet, so führt jede Bewegung des Gitters in unmittelbarer Nachbarschaft des Grund-zustandes auf eine höhere Energie, und als Folge davon entstehen Kräfte, welche den Kristall in die Grundzustandskonfiguration zurück-zuzwingen suchen. Als Reaktion auf von außen erzwungene Auslenkungen der Gitterbausteine aus ihren Ruhelagen, bilden sich daher im Verein mit den rücktreibenden Kräften des Gitters Gitterschwingungen aus, die die Tendenz des Kristalls zur Erhaltung seiner Struktur kennzeichnen. Mit diesen Gitterschwingungen wollen wir uns, und zwar sogleich quantenmechanisch, im folgenden beschäftigen.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin/Göttingen/Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • Harald Stumpf
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule StuttgartDeutschland

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