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Formalismus der quantenbiologischen Depot-(= Treffer) Theorie

  • Friedrich Dessauer

Zusammenfassung

Die oben (Kap. 1 § 4) dargelegte Modellvorstellung von N biologischen Elementareinheiten (etwa „biologischen Molekülen“) in einem Kubikzentimeter, von denen in der Zeiteinheit je ein durch den Einstrahlungskoeffizient σ bestimmter Anteil dN bei der Bestrahlung „Treffer“ d. h. Energiedepots (durch Geschwindigkeitsverluste der Elektronen) in Zufallsverteilung erfährt, führte zum Ansatz
$$ dN = N_0 \sigma dt $$
woraus für die Zahl der nach der Zeit t noch nicht getroffenen („überlebenden“ oder Rest-) Elementargebilde N r wegen des Minuszeichens
$$ N_r = N_0 e^{ - \sigma t} $$
folgt. Der Verlauf von (1 b) ist durch die „Überlebenskurven“ (Abb. 9) graphisch wiedergegeben. Folglich ist die Zahl der nach t einmal oder beliebig oft getroffenen
$$ N_t = N_0 - N_r = N_0 \left( {1 - e^{ - \sigma t} } \right) $$
Der Verlauf N t wird „Schädigungs-“ oder Absterbekurve genannt (Abb. 10). Die Unterscheidung der Gleichungen (1b) und (1c) betrifft also: N r bedeutet die verschonten „überlebenden“ oder Restteilchen, N t (später nach Einführung der Trefferzahl m: N i ) die Zahl der veränderten „abgetöteten“.
Abb.9

Überlebenskurve bei Colpidium Colpoda nach Crowther. Die markierten Kurven sind experimentell.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG, Berlin · Göttingen · Heidelberg 1964

Authors and Affiliations

  • Friedrich Dessauer
    • 1
  1. 1.Frankfurt a. M.Deutschland

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