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Pneumencephalographische Phänomenologie

  • Gerd Huber
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Neurologie und Psychiatrie book series (MONOGRAPHIEN, volume 79)

Zusammenfassung

Unser Gesamtmaterial von 217 Fällen endogener Psychosen setzt sich zusammen aus Schizophrenien, Cyclothymien und atypischen endogenen Psychosen. Entsprechend diesen 3 klinischen Diagnosen erfolgt die Darstellung der pneumencephalographischen Befunde in 3 Gruppen. Hierbei ist die Gruppe der Schizophrenie mit 190 Patienten die weitaus stärkste, während demgegenüber die Cyclothymic und die atypischen endogenen Psychosen nur ein kleines Krankengut von 11 bzw. 16 Patienten umfassen.

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Literatur

  1. 1.
    Nach Spatz soll die physiologische Altersatrophie erst zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr beginnen.Google Scholar
  2. 2.
    Die Wiederholungsencephalographien blieben hier unberücksichtigt.Google Scholar
  3. 3.
    Absolute Maße für die Größe der Seitenventrikel lassen sich nicht angeben, da die mittels der üblichen Röntgentechnik gewonnenen Aufnahmen eine exakte Beurteilung der Größenverhältnisse infolge der projektionsbedingten Verzeichnung, d. h. Vergrößerung der Ventrikel und des knöchernen Schädels, nicht erlauben. Die von Schaltenbrand eingeführte neuartige klinische Untersuchungsmethode des Spaltblendenverfahrens („Orthoradiographie“) wird hier eine technische Vervollkommnung darstellen und instand setzen, projektionsbedingte Verzeichnungen völlig zu vermeiden; doch fehlen zu einer Definition der Größenverhältnisse des normalen Ventrikelsystems vorläufig noch Erfahrungen an einem größeren Untersuchungsgut (Nürnberger und Schaltenbrand).Google Scholar
  4. 1.
    Neuerdings wurde aber von Nürnberger, und Schaltenbrand eine Korrelation der Weite des normalen 3. Ventrikels zu den Schädelmaßen festgestellt, wobei sich — je nach der Schädelbreite — eine durchschnittliche Weite des 3. Ventrikels von 3–6 mm ergab.Google Scholar
  5. 2.
    Die Wiederholungsencephalographien wurden nur insofern in den 5 Gruppen erfaßt, als sie nach dem Zeitpunkt der Kontrollencephalographie in verschiedene Verlaufsdauergruppen fielen: 1 Fall ist also nicht mehr als einmal in einer Gruppe vertreten.Google Scholar
  6. 1.
    v. Baeyer, der bei der Schockbehandlung der Schizophrenie Vollremissionen in der Gruppe mit langer Prozeßdauer (über 5 Jahre) etwa ebenso oft fand wie in frischen Fällen, hat ausdrücklich auf diese in einem Klinikkrankengut sich bemerkbar machende Auslesewirkung, die positive Auslese von remissionsgeneigten älteren Fällen, hingewiesen.Google Scholar
  7. 2.
    Im Klinikmaterial fehlen so auch weitgehend die Fälle mit 2–3 Jahren nach dem Aus-bruch und meist mit dem 3. Schub eintretendem schwerem und endgültigem Zerfall, den Mauz „schizophrene Katastrophe“ nannte (1930) und der in 15% der schizophrenen Aufnahmen stattfinden soll.Google Scholar
  8. 3.
    Wenn man bedenkt, daß fast alle schweren schizophrenen Verblödungen (98%) spätestens 3–4 Jahre nach Ausbruch der Krankheit eintreten sollen (Mauz), wird weiter verständlich, daß in den längeren schizophrenen Verläufen unseres Klinikmaterials (unsere Verlaufsdauergruppen 3–5 Jahre, 5–10 Jahre, 10–20 Jahre und mehr) schwere schizophrene Demenzen relativ selten vertreten sind.Google Scholar
  9. 1.
    Wir kommen hier dem Jaspersschen Begriff des „psychischen Prozesses“ nahe, für den freilich nach Jaspers die Forderung einer „dauernden Veränderung“ prinzipiell gilt.Google Scholar
  10. 1.
    Siehe hierzu auch S. 24 ff. : „Besehreibung und Bewertung der pneumencephalographischen Befunde“.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • Gerd Huber
    • 1
  1. 1.Psychiatrischen und Neurologischen KlinikUniversität HeidelbergDeutschland

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