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Beispiele der Gewinnung organischer Verbindungen durch Synthese und Hydrolyse

  • Emil Abderhalden

Zusammenfassung

Man gibt in einen 100 ccm fassenden Rundkolben 20 g Anilin und 30 g Eisessig und kocht nun unter Anwendung eines Rückflußkühlers 6–8 Stunden auf dem Baboblech (vgl. Abb. 65). Die Bildung des Azetanilids verfolgt man mit Hilfe von Reagenzglasproben. Man entnimmt nach etwa 6 stündigem Kochen eine Probe und beobachtet, ob diese beim Abkühlen erstarrt. Ist dies der Fall, dann gießt man das Reaktionsgemisch noch heiß in dünnem Strahl in 500 ccm heißes Wasser. Scheidet sich hierbei etwas aus, dann kocht man nochmals auf, unterbricht das Kochen und gibt zur gefärbten Lösung eine Messerspitze voll Tierkohle und kocht kurz auf. Jetzt wird durch einen erwärmten Trichter filtriert (vgl. S. 6, Abb. 15 und 16). Aus dem Filtrat fällt das Azetanilid beim Abkühlen bald in Kristallen aus. Es wird nach dem völligen Erkalten abgenutscht, scharf abgepreßt und, falls das Präparat rein weiß ist, im Exsikkator getrocknet. Ist das Azetanilid noch gefärbt, dann wird es nochmals aus heißem Wasser unter Anwendung von Tierkohle umkristallisiert. Das reine Azetanilid schmilzt zwischen 115–116°. Es wird der Schmelzpunkt mit dem in Abb. 32, S. 15 abgebildeten Schmelzpunktsapparat bestimmt. Vergleiche das anzuwendende Verfahren S. 15, 17 (Abb. 34–38). Beim Kochen mit Alkalien entwickelt das Azetanilid Geruch nach Anilin.

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Frankfurt am Main 1948

Authors and Affiliations

  • Emil Abderhalden
    • 1
  1. 1.Universität ZürichSchweiz

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