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Die Atomistik der Strahlung

  • Walther Gerlach
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Zusammenfassung

Die Verteilung der gesamten Strahlungsenergie auf die verschiedenen Frequenzbereiche war mit den allgemeinen Prinzipien der Wärmelehre und der Strahlung nicht vereinbar. Die besten Experimentalphysiker haben sich abgemüht, in den diffizilen Messungen Fehlerquellen zu finden: Schließlich war man überzeugt, daß in den Grundannahmen der damaligen Strahlungsgesetze etwas nicht stimmen kann. Max Planck versuchte 1900 zunächst formal, wie die theoretische Formel geändert werden müsse, um die gemessene Verteilung der Strahlungsenergie auf die Frequenzen bei verschiedenen Temperaturen darzustellen. Die physikalische Deutung dieser neuen Formel führte zu einer höchst wunderbaren atomistischen Aussage, nämlich daß die Strahlungsenergie einer Schwingungsfrequenz nicht beliebige Werte haben kann, sondern nur ganzzahlige Vielfache einer Einheitsgröße betragen kann — genauso, wie irgendeine Masse eines chemischen Grundstoffes ja auch nicht beliebige Werte, sondern nur ganzzahlige Vielfache der Atommasse dieses chemischen Elements haben kann. (Man kann ja auch nicht eine beliebige Masse Nüsse kaufen, sondern nur so viel, wie z. B. 70 oder 71 oder 72 Stück wiegen.) Es sah also so aus, als ob ein atomistisches Element in der Strahlung stecke.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • Walther Gerlach
    • 1
  1. 1.Universität MünchenDeutschland

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