Geschlechtsorgane

  • Max Borst

Zusammenfassung

Man kann von einem „prostatischen Drüsenapparat“ sprechen, und mit diesem Namen die Summe der Drüsengruppen umfassen, welche rings um die Pars prostatica der Harnröhre entwickelt sind. Diese Drüsengruppen sind vorwiegend hinten und seitlich um die Harnröhre gelagert; sie liegen zum geringen Teil in der Schleimhaut, zum größeren Teil submukös (periurethrale Drüsengruppen) und weiter nach außen (Prostata im engeren Sinne). Auch diese letztere ist ein „Konvolut“ (Braus); denn sie besteht aus vielen Einzeldrüsen, welche mit selbständigen Ausführungsgängen in die Lichtung der Urethra einmünden. Sie ist von einer derbfibrösen Kapsel umgeben; ihre Drüsen sind verästelte tubulo-alveoläre Gänge, welche mit zylindrischem, ein-bis zweireihigem Epithel ausgekleidet sind. Die Lumina der Drüsen sind weit und zeigen faltenartige Erhebungen des Epithels, welches einer dünnen Basalmembran aufsitzt. Im Protoplasma der Epithelien finden sich lipoide Körnchen. Das Sekret im Lumen der Drüsen erscheint in histologischen Präparaten als körnig-schollige Masse, zum Teil auch in Form geschichteter Körperchen (s. u.). Die größeren Ausführungsgänge haben geschichtetes Epithel. Zwischen den Drüsen ist das gefäßführende Bindegewebe, welches reichlich elastische Fasern und sehr viel glatte Muskulatur enthält. Die übrigen in dem Gebiet zwischen Sphinkter und Colliculus seminalis gelegenen periurethralen Drüsen sind von tubulärem oder alveolärem Bau. Für die Pathologie besonders bedeutungsvoll sind die im Bereich des Trigonums und des Kollikulus gelegenen Drüsengruppen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1950

Authors and Affiliations

  • Max Borst
    • 1
  1. 1.Universität MünchenDeutschland

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