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Leitende Gesichtspunkte der Endokarditisforschung seit 1924

  • R. Böhmig
  • P. Klein
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Zusammenfassung

Ein Überblick über die pathogenetischen Vorstellungen der letzten 3 Jahrzehnte erweist eindrucksvoll, wie sehr allgemein-medizinische Zeitströmungen das Denken beeinflußt haben. Hierbei ist die Erkennung der Wichtigkeit bisher unbeachteter Probleme wohl ebensooft erfolgt wie Fehlleitungen der Forschung in folgenschwere Irrtümer. Die im Laufe dieser Zeit formulierten Theorien über die Pathogenese der Endokarditis lassen in allen Fällen eine ganz bestimmte Einstellung oder „Haltung“ des Autors biologischen Grundfragen gegenüber erkennen ; dementsprechend sind sowohl die formal- als auch die kausalgenetischen Anschauungen sehr verschieden. Im deutschen Sprachgebiet wird keine scharfe Trennung zwischen abakterieller und bakterieller Endokarditis durchgeführt, wie es z. B. im anglo-amerikanischen Schrifttum üblich ist. Vielmehr hat sich in unserem Land ein gewisser Unitarismus entwickelt. Während frühere Forscher (Schottmüller) noch streng bakterielle von abakteriellen Formen trennten und auf dem Boden der klassischen Postulate der bakteriologischen Frühära in den inhärenten Eigenschaften der Erreger den Hauptfaktor für das klinische und morphologische Erscheinungsbild sahen, hat diese „bakteriozentrische“ Auffassung allmählich eine Ablösung durch eine anthropozentrisch-unitaristische Betrachtungsweise erfahren, deren Wurzeln in zwei bedeutsamen Forschungsrichtungen liegen.

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© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1953

Authors and Affiliations

  • R. Böhmig
  • P. Klein

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