Pädiatrie pp 838-869 | Cite as

Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane

  • J. Jochims

Zusammenfassung

Die Nieren des Säuglings sind zwar verhältnismäßig groß; sie sind nach allen Richtungen ziemlich weit verschieblich, und man kann sie bei schwachen Bauchdecken tasten; sie erweisen sich aber als unfertig: histologisch sind beim Neugeborenen noch nicht alle Glomerula mit ihren zugehörigen Gefäßen und Tubuli gleich weit aus differenziert. Die peripher in der Rindenschicht gelegenen sehen nämlich noch relativ klein und primitiv aus, zum Unterschied von den wesentlich größeren marknahen. Ferner fällt das Epithel der Bowmanschen Kapsel und der Glomerulumschlingen durch seine hohe Säulenform auf; seine Umbildung in das sehr dünne Plattenepithel, wie wir es beim Erwachsenen sehen, erfordert mehrere Monate bis 2 Jahre. Die Unreife der einzelnen Nephrone spiegelt sich auch in den Nierenleistungen wider, die ja sehr vielseitig sind und anfangs mehr oder weniger „werdende Funktionen“ darstellen. Die Nierenphysiologie und -pathologie des Kindes weicht von der des Erwachsenen um so mehr ab, je jünger das Kind ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • J. Jochims

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