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Der anatomische Aufbau des Auges und seine optische Blende

  • Robert Siebeck

Zusammenfassung

Den Aufbau des Auges macht man sich am besten an Hand eines Meridional-schnittes klar (Abb. 101). (Man vergleicht also das Auge mit der Erdkugel; in diesem Bilde wird die Rotationsachse der Erdkugel mit der Symmetrieachse des annähernd rotationssymmetrisch aufgebauten Auges verglichen. Die Punkte, an denen diese Achse die Oberfläche schneidet, bezeichnet man als Pole, die Großkreise, die die Pole verbinden, als Meridiane, dementsprechend einen Schnitt, der die Symmetrieachse des Auges enthält, als Meridionalschnitt. Die größte auf der so postulierten Achse senkrecht stehende Ebene wird als Äquatorialebene bezeichnet. Die gleichen Bezeichnungen werden sinngemäß auf die Linse des Auges angewandt, die ja trotz ihrer erheblichen Abweichung von der Kugelform ebenfalls ein annähernd rotationssymmetrischer Körper ist. Da indessen die Rotations-Symmetrie des Auges nicht sehr genau ist, lassen sich „vorderer“ und „hinterer“ Pol ebenfalls nicht exakt definieren; man beschränkt sich daher im allgemeinen auf die topographischen Hinweise der Gegend des vorderen oder hinteren Pols.

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Copyright information

© Springer-Verlag oHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1960

Authors and Affiliations

  • Robert Siebeck
    • 1
  1. 1.AugenklinikUniversität ErlangenDeutschland

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