Embryologie der Harnwege

  • Hans Ulrich Zollinger
Part of the Spezielle pathologische Anatomie book series (SPEZIELLE, volume 3)

Zusammenfassung

Die Harnorgane des Menschen sind das Endresultat von drei mesodermalen und einer entodermalen Bildung (Abb. 31) : Pronephros (Vorniere), Mesonephros (Urniere), Metanephros (endgültige Niere) und Kloake (spätere Harnblase). Die Vorniere entwickelt sich im Kopf-Halsgebiet (4. bis 14. Segment) in der 2. bis 3. Schwangerschaftswoche. Dabei wird das parietale Blatt des Urosegmentstieles ausgestülpt. Die mit dem Cölom kommunizierenden primitiven Tubuli verbinden sich untereinander, wodurch der Vornierengang entsteht, welcher etwas später bis in die vom Entoderm gebildete Kloake vorsproßt (4. Woche). In diesem Zeitpunkt sind jedoch die pronephrogenen Tubuli schon wieder fast gänzlich zurückgebildet. Sie werden gewissermaßen ersetzt durch diejenigen des Mesonephros, welche auf gleiche Weise aus den Ursegmentstielen caudal vom Pronephros im Bereiche des 6. Cervical- bis 3. Lumbaisegmentes entstehen und sekundär mit dem Vornierengang kommunizieren (Wolffscher Gang). Dabei wirkt der Vornierengang im Sinne eines Stimulus auf das mesonephrogene Gewebe. Fehlt der Gang, so unterbleibt auch die Entwicklung der mesonephrogenen Tubuli (Gruenwald 1943).

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Literatur

  1. 1.
    Allg. Lit. Weissenberg 1933, Gruenwald 1943, Arey 1947, Allen 1951, Hamilton et al. 1956.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin · Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Hans Ulrich Zollinger
    • 1
  1. 1.Pathologischen InstitutesUniversität Freiburg/i. Br.Deutschland

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