Zur Frage tumorspezifischer Histone

  • H. Lettré
Conference paper
Part of the Colloquium der Gesellschaft für Physiologische Chemie am 21./23. April 1966 in Mosbach/Baden book series (MOSBACH, volume 17)

Zusammenfassung

In Untersuchungen, welche wir 1960 durchgeführt haben, konnten wir die Ergebnisse von H. Busch bestätigen, daß in den Histonen von Tumorzellen eine Fraktion (RP2-L) auftritt, die in den Histonen normaler Zellen nicht zu finden ist. Wir verwendeten die Methode von Davis und Busch, um die Veränderungen des Histonspektrums von Tumorzellen unter der Einwirkung cytotoxischer Substanzen zu untersuchen, was für die Aufklärung ihres Wirkungsmechanismus von Bedeutung sein kann. Hidvégi u. Mitarb. [Brit. J. Cancer 17, 377 (1963)] konnten in den Histonen aus Zellen des normalen Knochenmarks des Kaninchens die RP2-L- Fraktion nachweisen. Wir modifizierten die Methode von Davis und Busch so, daß wir das Zeitintervall zwischen der Injektion des als Indicator verwendeten radioaktiv markierten Lysins und der Tötung der Versuchstiere von 2 auf 6 Std ausdehnten. Hierbei konnten wir auch in den Histonen der normalen Leber die RP2-L- Fraktion nachweisen [Naturwissenschaften 53, 134 (1966)]. Demnach scheint nur die Bildungsgeschwindigkeit der RP2-L-Fraktion bei verschiedenen Zellarten verschieden zu sein. Die Frage, ob die RP2-L-Fraktion ein spezifisches Kennzeichen maligner Zellen ist, bedarf einer Überprüfung unter Berücksichtigung des „turnovers“ der Histone verschiedener Zellarten.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • H. Lettré
    • 1
  1. 1.Institut für experimentelle KrebsforschungUniversität HeidelbergDeutschland

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