Die Area praetectalis

  • Sandro Bürgi
  • Verena M. Bucher
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiet der Neurologie und Psychiatrie book series (MONOGRAPHIEN, volume 87)

Zusammenfassung

Ähnlich dem Tectum opticum scheint auch die Area praetectalis bei den Reptilien und Vögeln ihre weitgehendste Differenzierung zu erhalten. Sie bildet sich dann wieder etwas zurück, ist aber beim Menschen noch deutlich erkennbar. Die von uns bei der Katze vorgenommene Abgrenzung (III) dieses in der Literatur sehr verschiedenartig beschriebenen Gebildes stimmt gut überein mit den Angaben, welche Rose (1942)1 für das Schaf, Bucher u. Nauta(1954) für die Ratte gemacht haben. Auf Horizontalschnitten bildet das Praetectum ein Dreieck (Abb. 7 a, 8) mit einem spitzen Winkel, der caudolateralwärts in den Nucl. magnocellularis tractus optici übergeht. Dessen vorderer Schenkel grenzt an den Thalamus, insbesondere den Nucl. suprageniculatus, der hintere an das Tectum opticum, während der caudale Abschnitt der medialen, dem Winkel gegenüberliegenden Seite dem Nucl. commissurae posterions lateral aufliegt, der rostrale jedoch auf die Nuclei parafascicularis, subparafascicularis und Centrum medianum trifft. Auf horizontalen und sagittalen Bildern kann man feststellen, daß die Area praetectalis rostral durch die wie einen Schleier bildenden vordersten Fasern des Fasc. praetecto-tegmentalis vom Thalamus, caudal durch die Lamina tectopraetectalis vom Colliculus superior abgetrennt wird und somit eine wohldefinierte Struktur darstellt. In dorsoventraler Ausdehnung zeigt sie einen angedeutet schichtförmigen Aufbau, indem sie ein Stratum opticum und ein Stratum lemnisci enthält, welche als Fortsetzung der gleichnamigen Schichten des Tectum opticum erscheinen, jedoch relativ ventraler liegen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1960

Authors and Affiliations

  • Sandro Bürgi
    • 1
  • Verena M. Bucher
    • 2
  1. 1.Universität BernSchweiz
  2. 2.Physiologisches InstitutUniversität ZürichSchweiz

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