Zusammenfassung

Die Trichterbrust ist nicht, wie früher angenommen wurde, eine rachitische, sondern eine angeborene erbliche Deformität. Der Erbgang ist unregelmäßig dominant (wie eine Eigenbeobachtung zeigt) mit großer inter- und intrafamiliärer Variabilität. Die Fehlbildung kommt auch als Teilerscheinung systematisierter Entwicklungsstörungen vor, z. B. beim Marfan-Syndrom. Bei der Geburt findet sich lediglich eine flache Einsenkung des Brustbeins und der angrenzenden Rippen. Im Verlaufe der Jahre nimmt die trichterförmige Vertiefung zu. Der tiefste Punkt ist meist die Gegend des Proc. xyphoideus. In schweren Fällen sind nicht nur die knorpeligen, sondern auch die benachbarten knöchernen Rippenanteile eingezogen. Die Distanz zwischen Sternum und Wirbelsäule beträgt mitunter nur wenige Zentimeter. In anderen Fällen beschränkt sich die Anomalie zeitlebens auf eine seichte Eindellung.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1959

Authors and Affiliations

  • K. Idelberger
    • 1
  1. 1.Orthopädische Klinik der UniversitätGießenDeutschland

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