Theorie der Explosionsschauer

  • W. Heisenberg

Zusammenfassung

Schon im Abschn. 2 und 3 dieses Kapitels wurde auseinandergesetzt, daß beim Stoß eines Nukleons auf einen Kern häufig als Bremsstrahlung ein Bündel von Mesonen (bei nicht zu hoher Energie in erster Linie π-Mesonen) emittiert wird. Bei der Deutung solcher Prozesse haben sich lange Zeit zwei Auffassungen gegenübergestanden, die man (in etwas unklarer Bezeichnung) als Theorie der „Mehrfach“- und „Vielfache“- Erzeugung unterscheidet. Nach der ersteren Theorie [He 42, 49f, 50 b, Ja 43 b] entsteht beim Stoß zweier Nukleonen in der Regel nur ein einziges Meson, die beobachtete größere Zahl kommt durch hintereinander ablaufende Stoßprozesse im gleichen Atomkern (Kaskadenbildung) zustande. Nach der älteren zweiten Theorie [He 36, 39a, 43b, 49a, 49b, Le 48, Fe 50a, 51b, Wa 48b] entstehen beim energiereichen Stoß zweier Nukleonen in der Regel viele Mesonen; die in einem schwereren Atomkern nachfolgende Kaskadenbildung vermehrt die Mesonenzahl nur um einen Faktor der Größenordnung 1 (nach halbempirischen Abschätzungen beträgt der Faktor für Schauer mittlerer Größe bei Kohle etwa 1, 2, bei Blei etwa 2 bis 3 [vgl. He 49c]).

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© Springer-Verlag OHG 1953

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  • W. Heisenberg

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