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Einführung

  • Ernst Gadermann
  • Horst Jungmann

Zusammenfassung

Seit uralten Zeiten ist der Arterienpuls ein wichtiger Faktor der medizinischen Diagnostik. Die Palpation des Pulses an den verschiedensten oberflächlich tastbaren Arterien beanspruchte in der Medizin fast aller Völker viel größere Aufmerksamkeit als z. B. die Auskultation des Herzens. Das etwa 2500 Jahre alte chinesische Lehrbuch der inneren Medizin Huang Ti Nei Ching Su Wen enthält ausführliche Anweisungen zur Pulsdiagnostik (Bachiang; Veith), und noch heute spielt das Pulsfühlen eine wesentliche Rolle in der chinesischen Medizin (Veith). Im Abendland war es Galen (131 bis 201 n. Chr.), der die Erfahrungen des Pulsfühlens in ein großes System ordnete. Seine Lehre zieht sich wie ein roter Faden durch die medizinischen Lehrbücher des Mittelalters. Er selbst schreibt darüber: „Einer immer intensiveren Bemühung verdanke ich den Erfolg, daß sich in einem bestimmten Augenblick meinem Tastsinn ein⋯ Bild der Systole (Arterienkontraktion!) darbot, ja, bei noch intensiverer Übung ⋯ kam es zu einer evidenten Diagnosis, eben der Systole und mit gleicher Klarheit der Diastole (Arteriendilalation!) ⋯ Wie schnell dann die Diagnosis alles Übrigen folgte, vermag ich gar nicht zu sagen. Alles strömte nur so herbei, erschien in der Folge in klarer Faßbarkeit, wie wenn in einem Augenblick in Finsternis und Dunkel ein helles Licht aufflammt“(zit. n. DeichgräBer 1957).

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Copyright information

© Johann Ambrosius Barth München 1964

Authors and Affiliations

  • Ernst Gadermann
  • Horst Jungmann

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