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Die Seelquote im westgotischen Recht

  • Eberhard F. Bruck
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Zusammenfassung

Im westgotischen und später im spanischen Recht tritt eine Seelquote regelmäßig in Höhe eines Fünftels auf. Dies ist die berühmte spanische Quinta.

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Literatur

  1. 1.
    Franz Beyerle (Z. Sav. St., germ. Abt., 67, S. 1 ff., 28 f.) vermutet, daß Euridis Gesetzbuch nur die Revision eines kurz vorher (459–461) unter Theuderich IL erlassenes Gesetzbuch darstellt. — S. zum Codex Euricianus neuerdings die Forschungen von Alvaro d’Ors, Codex Euricianus, 327, Studi in onore di Pietro de Francisci, II, 1954, S. 453 ff.Google Scholar
  2. 2.
    Codex Euricianus, Kap. 319 (Mon. Hist. Germ., Leges, torn. I, Leges Visigothorum, S. 20): „Markus si uxori suae aliquid donaverit… de res sibi a marito donatis possidendi et post obitum suum relinquendi cui voluerit habeat potestatem.“Google Scholar
  3. 3.
    Julius Tickers These, daß am Anfange der westgotischen wie überhaupt der allgemeinen germanischen Entwicklung das freie Testierrecht gestanden hätte (Untersuchungen zur Erbenfolge der ostgermanischen Rechte, IV, S. 104 f., V, S. 219 ff.) wird heute wohl allgemein abgelehnt. Siehe A. Schultze, Augustin und der Seelteil, S. 11; F. Beyerle, 2. Sav. St., germ. Abt., 50 (1930), S. 398.Google Scholar
  4. 3a.
    Nahe steht Ficker, ohne ihn zu kennen, Jean de Laplanche, La reserve coutumière dans l’ancien droit francais, Paris, 1925, S. 62 ff., 66 ff. (dagegen H. Mitteis, 2. Sav. St., germ. Abt., 49, 1929, S. 654 ff.). — Der Gedanke widerspricht allem, was wir in dieser Hinsicht von den Germanen wissen (vgl. schon Tacitus, Germania, c. 20: „nullum testamentum“). Er widerspricht aber auch allem, was uns die vergleichende Rechtsgeschichte lehrt (vgl. z. B. für das griechische Recht Bruck, Totenteil und Seelgerät, S. 38 ff., 87 f., 100 f., 181 ff., 332, und Z. Sav. St., rom. Abt., 50, S. 656 f.).Google Scholar
  5. 4.
    Über das Testierrecht gerade der Frauen im Interesse ihres Seelenheils auch anderwärts, z. B. im Irischen Recht (Dīre, § 34) s. unten, §§ 27, II, 1 und 28, III. — Über die Bedeutung der Witwenschaft für die Kirche im allgemeinen s. Linus Bopp, Das Witwentum als organische Gliedschaft im Gemeinschaftsleben der alten Kirche, Mannheim, 1950Google Scholar
  6. 4a.
    Auch Biondo Biondi, Diritto romano christiano II, 1952, S. 228 f.Google Scholar
  7. 5.
    Vgl. z. B. H. Henrich Über Schenkungen an die Kirche, S. 28, 52, Anm. 101 und Pollock und Maitland, History of English Law before the time of Edward I., 2. Aufl., II, S. 356 ff. — S. ferner unten, § 39, II, vgl. § 33, Anm. 34.Google Scholar
  8. 6.
    Siehe oben, § 9. — Die Gebefreudigkeit gerade von Witwen beleuchtet schon Kaiser Valentinians I. Gesetz von 370, das sich gegen Ausnützung ihrer Frömmigkeit richtete. Es betraf nicht Zuwendungen an die Kirche selbst, sondern an Geistliche persönlich. Valentinian verbot Geistlichen die Häuser von Witwen auch nur zu besuchen. Er erklärte Schenkungen und Vermächtnisse von Witwen an Geistliche für ungültig. — Vgl. auch Hieronymus, Epist. LX (Migne, P. L., 22, col. 596), der die Priester tadelt, die matronarum opes venentur obsequia. — Ähnlich, hundert Jahre später, Julianus Pomerius, De vita contemplativa (Migne, P. L., LIX, col. 451) und in diesem Zusammenhange G. Fritz, Art. „Pomère“, Dictionnaire de Théologie Catholique, Paris, 1935.Google Scholar
  9. 7.
    Reg. Greg., IX, 224, Mon. Germ. Epistolae, II, S. 216. Auf diesen Fall hat Franz Beyerie (Z. Sav. St., germ. Abt., 50, S. 401) in anderem Zusammenhange hingewiesen. Vgl. unten, § 25 am Ende.Google Scholar
  10. 8.
    Das westgotische Recht gestattete Schenkungen unter Ehegatten (Codex Euri-cianus, c. 308 und Lex Vis., V, 2, 7).Google Scholar
  11. 9.
    Alfred von Halban, Das römische Recht in den germanischen Volksstaaten (Heft 56 der Untersuchungen zur deutschen Staats- und Rechtsgeschichte, herausgegeben von O. Gierke), Breslau 1899, I, S. 152, S. 153, Anm. 1, S. 154, S. 196 bis 198, A. Schultze, Augustin, S. 11 ff.Google Scholar
  12. 10.
    Lex Visig., V, 2, 5 wiederholt Codex Euricianus, Kap. 319, schiebt aber — entsprechend L. Vis., V, 2, 4 — an dieser Stelle ebenfalls ein, daß sie das freie Testierrecht nur besitzt, „si filios non habuerit“. Diese Interpolation geht ebenfalls auf Leowigild zurück (Zeumer, Mon. Germ. Hist., Leges I, S. 215, Anm. 1, Brunner, Beiträge zur Geschichte des germanischen Wartrechts, Festschrift für H. Dernburg, Berlin, 1900, S. 45 = Abhandlungen, II, S. 222).Google Scholar
  13. 11.
    Vgl. Dahn, Könige der Germanen, VI, S. 387, im Zusammenhang mit dem späteren Gesetz Chindaswinds. S. auch Tamassia, Archivio giuridico, LXXXXV, S. 92.Google Scholar
  14. 12.
    Anders Schultze, Augustin, S. 160.Google Scholar
  15. 13.
    Rietschely Der „Totenteil“ in germanischen Rechten, Z. Sav. St., germ. Abt., 32, 1911, S. 308, Ficker, a. a. O., V, 1, S. 202. — S. unten, § 24, Anm. 31.Google Scholar
  16. 14.
    Wohlhaupter, Gesetze der Westgoten (Germanenrechte, XI, 1936), S. VI.Google Scholar
  17. 15.
    Auch sonst begegnen Konzessionen Leowigilds an die katholische Hierarchie (vgl. von Schubert, Staat und Kirche in den arianischen Königsreichen, München und Berlin, 1912, S. 180).Google Scholar
  18. 16.
    „Sane si filios sive nepotes habentes ecclesiis vel libertis aut quibus elegerint de facultate sua largiendi voluntatem habuerint, de quintam tantum partem iudicandi potestas illis indubitata manebit.“— Chindasvind verweist auf diese Bestimmung in Lex. Visig., IV, 2, 18. Erwigs Lex Visig. renovata von 681 (IV, 5, 1) hat die Quinta übernommen.Google Scholar
  19. 17.
    Brunner, Deutsche Rechtsgeschichte, I, 2. Aufl., S. 490; Th. Melicher, Der Kampf zwischen Gesetzes- und Gewohnheitsrecht im Westgothenreiche (1930), S. 5; Schnitze, Atti, S. 211.Google Scholar
  20. 18.
    Georges de Lacoste, Essai sur les mejoras ou avantages légitimaies dans le droit espagnol ancien et moderne (Thèse, Paris, 1910), S. 29 ff., 45, 49 ff., 70. — Im wesentlichen zustimmend Schultze, Augustin, S. 11.Google Scholar
  21. 19.
    Dahn, Die Könige der Germanen, VI, S. 387, Schnitze, Augustin, S. 160.Google Scholar
  22. 20.
    Dahn, S. 385 f; von Halban, Das römische Recht in den germanischen Volksstaaten, I, S. 180, von Schubert, S. 179.Google Scholar
  23. 21.
    Vgl. Chindasvind selbst in Lex Visigoth., IV, 5, 1: „… ita inoffensos filios vel nepotes… inanes relinquunt, ut utilitatibus publicis nihil possint omnino prodesse.“Google Scholar
  24. 22.
    von Schubert, a. a. O., S. 178, 254.Google Scholar
  25. 23.
    von Schubert, a. a. O.; P. Fournier-G. le Bras, Histoire des collections canoniques en Occident, I (1931), S. 42: „L’époque où nous sommes placés, VIe et VIIe siècles est celle de leur plus complète independence.“— Erich Caspar, Geschichte des Papsttums, Tübingen, II, 1933, S. 671: „Es sind aus dem 7. Jahrhundert nur wenige Berührungen zwischen Papsttum und spanischer Kirche überliefert, und sie zeugen von abwehrender Haltung auf spanischer Seite.“— Vgl. auch unten, § 37, III, über die ähnliche Lage im Langobardenreich.Google Scholar
  26. 24.
    Franz Beyerle hat dies bereits für das fränkische Recht erkannt (siehe unten, § 37 bei Anm. 10).Google Scholar
  27. 25.
    Dahn, Könige der Germanen, V, S. 198.Google Scholar
  28. 26.
    Loening, Geschichte des deutschen Kirchenrechts, II, S. 667. Gregor von Tours, VI, c. 46: „nullum plus odio habens quam ecclesias. Aiebat enim plerumque: Ecce pauper remansit fiscus noster, ecce divitiae nostrae ad ecclesias sunt translatae.“Google Scholar
  29. 27.
    Hermann Henrici, Ober Schenkungen an die Kirche, S. 33, S. 58, Anm. 130. — Vgl. auch unten, § 39 bei Anm. 20 und 21.Google Scholar
  30. 28.
    Vgl. oben S. 35.Google Scholar
  31. 1.
    Der Ursprung der westgotischen Quote ist in verschiedenen Richtungen gesucht worden. E. de Hinojosa, El Regimen Senorial y la cuestion agraria an Catalunia, S. 54, zitiert bei Wohlhaupter, Deutsche Literaturzeitung, 1929, S. 1933Google Scholar
  32. 1a.
    Ernst Mayer, Das altspanische Obligationenrecht, Zeitschr. f. vergleichende Rechtswissenschaft, XXXVIII, 1920, S. 222Google Scholar
  33. 1b.
    Georges de Lacoste, Essai sur les mejoras ou avantages légitimares dans le droit espagnol ancien et modem, Thèse, Paris, 1910, S. 1 ff., sind der Meinung, daß die Seelquote germanischen Ursprungs ist. Dazu sei an dieser Stelle nur kurz bemerkt, daß zu der Zeit, als die Westgoten die Quinta aufnahmen, eine feste Quote bei andern germanischen Völkern noch nicht nachweisbar ist.Google Scholar
  34. 1c.
    Tamassia, La „melioratio“ dei figli nell’antico diritto ereditario ger-manico, Archivio giuridico, LXXXXV, 1921, S. 102, glaubt, daß die Quinta ein für allemal unter Zugrundelegung eines Durchschnitts von vier Kindern festgesetzt worden sei.Google Scholar
  35. 1d.
    Alfred Schultze, Augustin und der Seelteil, S. 164 ff., und Atti, 1934, I, S. 213, stimmt diesem Gedanken zu und bringt ihn in Verbindung mit Augustins Sohnesquote, die er auch in diesem Zusammenhang wiederfinden will.Google Scholar
  36. 1e.
    Bei einer Normalfamilie von vier Söhnen würde Christus ein Fünftel erhalten (dagegen: Franz Beyerle, Z. Sav. St., germ. Abt., 50, 1930, S. 398 ff., und Claudius von Schwerin, Historische Zeitschrift, CXLII, S. 552. Der letztere betrachtet die westgotische Quote als eine „singulare Erscheinung“). Die Möglichkeit, daß die westgotische Quote auf östliche Einflüsse zurückgeht, ist bisher noch nicht untersucht worden.Google Scholar
  37. 2.
    Fritz Kern, Recht und Verfassung im Mittelalter, Historische Zeitschrift, Bd. 120, 1919, S. 1 ff., und Kinship and Law in the Middle Ages, translated by S. B. Chrimes (Oxford, 1939).Google Scholar
  38. 2a.
    Vgl. auch Heinrich Mitteis, Die Rechtsgeschichte und das Problem der historischen Kontinuität, Abhandlungen der Berliner Akademie, 1947.Google Scholar
  39. 2b.
    Siehe noch Marc Bloch, Les charactères originaux de l’histoire rurale française, 1931Google Scholar
  40. 2c.
    Auch Lord Cooper, Regiam Majestatem and Quoniam Attachiamenta, Edinburg, 1947, S. 41.Google Scholar
  41. 3.
    Vgl. oben, § 9.Google Scholar
  42. 4.
    Vgl. oben, § 5, II.Google Scholar
  43. 5.
    Siehe oben, § 18, I.Google Scholar
  44. 6.
    Koschaker, Europa und das römische Recht, München, 1947, S. 8, Anm. 4.Google Scholar
  45. 7.
    J. B. Bury, A History of the Later Roman Empire, II, London, 1889, S. 287Google Scholar
  46. 7a.
    A. A. Vasiliew, Histoire de l’Empire Byzantin, I, Paris, 1932, S. 179 f.Google Scholar
  47. 7b.
    S. auch Jack Lindsay, Byzantium into Europe, London, 1952, S. 279.Google Scholar
  48. 8.
    Koranyi hat Einfluß des Chrysostomus und von Byzanz aus für das Drittel im fränkischen Reich vermutet (dagegen H. F.Schmid, 2. Sav. St., germ. Abt., 51, S. 785 und A. Schultze, Atti di Congr. Int. di dir. Rom., Bologna, 1933, S. 200, Anm. 38), über die westgotische Quinta äußert er sich nicht.Google Scholar
  49. 9.
    Hieronymus, Epist. 33, cap. 1.Google Scholar
  50. 10.
    Vgl. oben, S. 126, Anm. 27.Google Scholar
  51. 11.
    Vgl. Bardenhewer, Geschichte der altkirchlichen Literatur, III (1912), S. 333Google Scholar
  52. 11a.
    Chr. Baur, S. Jean Chrysostome et ses oeuvres dans l’histoire littéraire, Louvain, 1907, S. 61Google Scholar
  53. 11b.
    Chr. Baur, Revue d’histoire ecclésiastique, VIII, 1907, S. 249–265. — Siehe auch Bruck, Studi Riccobono, III, S. 400–403.Google Scholar
  54. 12.
    Über Florilegien als Hilfsmittel in den Klosterschulen, s. M. Grabmann, Geschichte der scholastischen Methode, I (Freiburg, 1909), S. 183 ff.Google Scholar
  55. 12a.
    Ferner Beryl Smalley (Oxford), „Traditio“, II (1944), S. 52. — Die Collectio Hihernensis, die viele Kirchenväter zitiert, erwähnt Chrysostomus nicht in den Stellen, die von der Seelquote handeln (s. unten, § 30, II).Google Scholar
  56. 13.
    Vgl. oben, § 16, VI.Google Scholar
  57. 14.
    Chr. Baur, St. Jean Chrysostome (a. a. O., oben, Anm. 11), S. 65, 67, 72. — Isidor von Sevilla (De viris illustribus, cap. 1933) zählt unter den Werken des Chrysostomus, „quibus utitur Latinitas“, nur drei kleine Schriften auf: De Con-punctione, De Reparatione, und Quo nemo laeditur (Chr. Baur, S. 64).Google Scholar
  58. 14a.
    Siehe noch P. Séjourné, Le dernier Père de l’Êglise, St. Isidore de Séville, son rôle dans l’histoire du roi canonique, Paris, 1929, S. 41–50.Google Scholar
  59. 1.
    Paul Scheffer-Boichorst, Zur Geschichte der Syrer im Abendlande, in den Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung, IV, Innsbruck, 1885, S. 520–550 (= Gesammelte Schriften, Berlin, 1905, II, S. 187–224)Google Scholar
  60. 1a.
    Louis Bréhier, Les Colonies d’Orientaux en Occident au commencement du moyen-âge, Byzantinische Zeitschrift, XII, Leipzig, 1903, S. 1–39Google Scholar
  61. 1b.
    Vgl. noch Edmund Bishop, Litur-gica Historica, Papers on the Liturgy and Religious Life of the Western Church, Oxford, 1918, S. 161–163; S. 178, Anm. 3.Google Scholar
  62. 1c.
    Siehe auch Carl Franklin Arnold, Caesarius von Arelate und die gallische Kirche seiner Zeit (Leipzig, 1894), S. 33, 52; und passim Google Scholar
  63. 1d.
    H. Pirenne, La fin du commerce des Syriens en Occident (Mélanges Bidez, Brüssel, 1934), S. 678 ff.Google Scholar
  64. 1e.
    Über syrische Einflüsse im Westen in heidnischer Zeit, siehe Franz Cumont, Der Einfluß der orientalischen Religionen im römischen Heidentum (übersetzt von A. Burckhardt-Brandenberg, 3. Aufl., Leipzig, 1931), S.2, 21, 87, 94 ff., 98.Google Scholar
  65. 2.
    Bréhier, S. 3, Scheffer-Boichorst, S. 187, Anm. 1. Vgl. auch Mommsen, Römische Geschichte, V, S. 447, ferner E. Honigmann, Realenzyklopädie der klassischen Altertumswissenschaft, IV, A (1932), Spalte 1552, Art. „Syria“. — Innerhalb der großen Masse der „Syri“ aus dem Osten bilden die semitischen griechisch und syrisch sprechenden Syrer, die „Syriacs“, aus dem engeren Syrien, eine besondere Gruppe (Bishop, S. 62). Für die Frage des Imports der Seelquote braucht zwischen den „Syriacs“ und den griechischen Syrern aber nicht unterschieden zu werden; denn die Quote in der griechisch-orientalischen Form galt in ganz Syrien.Google Scholar
  66. 3.
    Mansi, Concilia, IX, S. 1015 und 1017, Canones, IV und XIV, Brébier, S. 13.Google Scholar
  67. 4.
    Corpus inscr. latinarum, II, S. 251. Vgl. Scheffer-Boicborst, S. 202; Brébier, S.U.Google Scholar
  68. 5.
    Isidor von Sevilla, Etymologiae, XIV, De terra et partibus, cap. III: De Asia. Vgl. auch bei Anm. 24.Google Scholar
  69. 6.
    Scbeffer-Boichorst, S. 196 f., 207.Google Scholar
  70. 7.
    Gregor von Tours, Hist. Fr., IV, 43. Vgl. Arnold, Caesarius von Arelate, S. 33.Google Scholar
  71. 8.
    Scheffer-Boicborst, S. 37, 199.Google Scholar
  72. 9.
    Cumont (a. a. O., oben, Anm. 1), S. 7 f., 99 ff., 209, Anm. 3 und passim.Google Scholar
  73. 10.
    Siehe die oben, Anm. 1, angeführten Werke.Google Scholar
  74. 11.
    Man gedenkt in diesem Zusammenhange der bekannten Untersuchungen Max Webers über Beziehungen zwischen Geschäftssinn und Frömmigkeit, die allerdings spätere Jahrhunderte behandeln und die Syrer nicht erwähnen.Google Scholar
  75. 12.
    Mommsen, Römische Geschichte, V, S. 467, Scheffer-Boichorst, S. 202.Google Scholar
  76. 12a.
    Syrischer Einfluß ist z. B. in den von der Westgotischen Kirche benützten Ordines Baptismi nachweisbar. „Its imagery betrays the merchant class“ (Jack Lindsay, Byzantium into Europe, London, 1952, S. 396; Sperrung von mir).Google Scholar
  77. 13.
    Gregor von Tours, Hist. Franc, X, 26. vgl. Scheffer-Boichorst, S. 205, Anm. 112.Google Scholar
  78. 14.
    Johann V. (685–686) aus der Provinz Antiochia (Lib. Pont. 84), Sergius (687–701) ebenfalls aus Antiochia (ibid. 86), Sisinnius (708) (ibid. 89), Constan-tinus (708–715) (ibid. 90), Gregor, III (731–741) (ibid. 92). Vgl. Bréhier, S. 4 ff.Google Scholar
  79. 15.
    Siehe über Abraham: Gregor von Tours, Lib. vitae patrum, c. 3, und Hist. Franc., II, 21; Sidonius Apollinaris, Epist., VII, 17. Vgl. Arnold, Caesarius von Arelate, S. 51 f.; Scheffer-Boichorst, S. 205, Anm. 114; Bréhier, S. 33, Anm. 5.Google Scholar
  80. 16.
    Gregor von Tours, Hist. Franç., X, 24.Google Scholar
  81. 17.
    Siehe unten.Google Scholar
  82. 18.
    Can. 12 des Konzils von Sevilla von 618. Vgl. Bishop, Liturgica Historica, S. 178.Google Scholar
  83. 19.
    Vgl. diesen § bei Anm. 37.Google Scholar
  84. 20.
    Gregor von Tours, de gloria martyr. 22; vgl. Baumstark, Altarkreuze in nestorianischen Klöstern des 4. Jahrhunderts, Römische Quartalschrift, XIV, 1914; Bréhier, a. a. O., S. 27, und L’origine du crucifix dans Part religieux, Paris, 1904; Cumont, a.a.O., S. 99 f.Google Scholar
  85. 20a.
    Jos. Sauer, Art. „Kreuz“ in Buchberger, Lexikon für Theologie und Kirche, VI, Freiburg, 1934, S. 251 f.Google Scholar
  86. 21.
    Bréhier, S. 31 ff., 38.Google Scholar
  87. 22.
    Bishop, S. 178, Anm. 3; Bréhier, S. 36.Google Scholar
  88. 23.
    Bréhier, S. 35. — Vgl. noch Gregor von Tours, Hist. Franç., VI, 31.Google Scholar
  89. 24.
    Gregor von Tours, De Gloria martyrum, c. 94, 95. Vgl. Scheffer-Boichorst, S. 205, Anm. 113, Brêhier, S. 36.Google Scholar
  90. 25.
    Scheffer-Boichorst, S. 223.Google Scholar
  91. 26.
    Vgl. Lietzmann, Art. „Liturgien“, Realenzyklopädie der klassischen Altertumswissenschaft, XIII, Sp. 800; A. Baumstark, Orientalisches in altspanischer Liturgie, in „Oriens Christianus“, 3. Reihe 10, 1935, S. 1–37; G. Bishop, Liturgica Historica, S. 161–163; 166, Anm. 1; J.B. Thibaut, L’ancienne liturgie Gallicane, Paris, 1929, S. 96Google Scholar
  92. 26a.
    F.J. Babcock, Journal of Theological Studies, XXIII, 1932, S. 179, der die Beziehungen zwischen Antiochia und Spanien betont.Google Scholar
  93. 26b.
    Hervorzuheben sind die neuen Forschungen von Johannes Quasten, Oriental Influence in the Gallican Liturgy, in der Zeitschrift „Traditio“, I (1943), S. 55–78. Seine wichtigen Ergebnisse betreffen u. a. auch orientalische Einflüsse in den spanischen Liturgien.Google Scholar
  94. 27.
    Oben, § 23 Anm. 7.Google Scholar
  95. 28.
    Vgl. die Zitate oben, § 5, ILGoogle Scholar
  96. 29.
    Siehe oben § 22, II und III.Google Scholar
  97. 30.
    Siehe hierzu auch die folgende Anmerkung über die Drittelquote im Spanischen Recht. Über Gewohnheitsrecht im westgotischen Reich siehe Theophil Melicher, Der Kampf zwischen Gesetzes- und Gewohnheitsrecht im Westgotenreiche (Weimar, 1930), der auf die hier behandelte Frage allerdings nicht eingeht.Google Scholar
  98. 31.
    Siehe das Material aus den fueros bei Ernst Mayer, Das altspanische Obligationenrecht in seinen Grundzügen, Zeitschrift für vergleichende Rechtswissenschaft, XXXVIII, 1920, S. 219, Anm. 146; vgl. J. Ficker, Untersuchungen zur Erbenfolge, V, S. 202 ff. — Die Berechnung der spanischen Quote erfolgte zuweilen vom Mobiliarvermögen, manchmal auch von der Errungenschaft (ganado, z. B. fuero de Soria). Später wurde die Quinta zu einem Pflichtanteil der Kirche, z. B. in dem Zusatz zur Lex Visig., IV, 2, 11 im sog. Codex Emilianensis aus dem ausgehenden 10. Jahrhundert (vgl. oben, § 22, Anm. 13). Außer der Quinta begegnet im spanischen Recht auch eine Drittelquote, so im Rechte von Katalonien, wo sie vom Mobiliarnachlaß berechnet wurde (E. de Hino-josa, El regimen senorial y la question agraria en Cataluna, S. 187ff.; E. Mayer, a. a. O.). Ebenso stehen im portugiesischen Recht Quinta und Tertia nebeneinander. In die Lex Visigothorum war die Drittelquote nicht aufgenommen worden. Die Tertia stammt wohl gleichfalls aus Brauch oder Gewohnheitsrecht, die ebenfalls auf den Orient zurückgehen (s. den Text). Chrysostomus hatte z. B. das Drittel in Antiochia mit Vorliebe empfohlen, und es war im Osten verbreitet, (vgl. oben, § 5, II).Google Scholar
  99. 31a.
    Über Beziehungen zwischen Antiochia und Spanien siehe die oben zitierte Abhandlung von F. J. Bahcock, Journal of Theological Studies, XXII, 1932, S. 179.Google Scholar
  100. 1.
    Vgl. oben, §11, II.Google Scholar
  101. 2.
    Appendix Augustini T. V., Sermo 256 (Migne, P.L., 39, Sp. 2217 ff.). Auf die Stelle hat D. Germain Morin zuerst aufmerksam gemacht (in einer schriftlichen Mitteilung, abgedruckt bei A. Schultze, Atti del Congr. Internazionale di Diritto Romano, Bologna, 1933, S. 206, Anm. 31). D. Morin vermutet, daß die Predigt mit der Synode von Agde v. J. 506 zusammenhängt.Google Scholar
  102. 2a.
    Über Caesarius von Arles und das Konzil von Agde siehe noch E. F. Bruck, Caesarius of Arles and the Lex Romana Visigothorum, Studi Arangio-Ruiz, Napoli, 1952, I, S. 201 ff.Google Scholar
  103. 2b.
    E. F. Bruck, Über römisches Recht im Rahmen der Kulturgeschichte, 1954, S. 146–153CrossRefGoogle Scholar
  104. 2c.
    Dazu Wieacker, Vulgarismus und Klassizismus im Recht der Spätantike, Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie, 1955, S. 52, Anm. 176).Google Scholar
  105. 3.
    Migne, P. L. 39, Sp.2218.Google Scholar
  106. 4.
    A. Schultze, Atti, S. 207, will aus dieser Predigt schließen, daß der Brauch der Augustinischen Kopfteilung damals bereits in Südgallien heimisch gewesen wäre. Wäre dies der Fall gewesen, hätte Caesarius schwerlich diesen Seelteil dreimal mit solchem Nachdruck gefordert.Google Scholar
  107. 5.
    Siehe oben, § 16.Google Scholar
  108. 6.
    Vgl. unten, §§ 37 und 38.Google Scholar
  109. 7.
    von Schubert, Kirchengeschichte, I, S. 61 (im Hinblick auf Caesarius’ Nonnenregel).Google Scholar
  110. 8.
    Bruck, Studi Arangio-Ruiz, I, S. 205 ff., Über römisches Recht im Rahmen der Kulturgeschichte, S. 150 ff.Google Scholar
  111. 9.
    S. oben, Anm. 2.Google Scholar
  112. 10.
    Mansi, VIII, S. 324, 325. Siehe auch Canons, VII und XXII. Die canones sind neu ediert in Sancti Caesarii opera omnia von G. Morin, Maretioli, 1942, II, S.36 ff.Google Scholar
  113. 11.
    Reg. Greg., IX, 224, Mon. Germ., Epistolae, II, S. 216; hierauf hat F. Beyerle, Z. Sav. St., germ. Abt., 1930, S. 401, hingewiesen. Vgl. unten, § 37, Anm. 10 und 12.Google Scholar
  114. 12.
    Beyerle, 1. c.Google Scholar
  115. 13.
    Die erste Erwähnung der Augustinischen Quote findet sich erst Jahrhunderte später, nämlich im Konzil von Aachen (concilium Aquisgranense) v. J. 816, also im nördlichen Frankenreiche, und dort waren besondere Umstände für die Aufnahme der Sohnesquote maßgebend (siehe unten, § 38).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Göttingen · Heidelberg 1956

Authors and Affiliations

  • Eberhard F. Bruck

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