Hieronymus und Augustinus und der Anteil eines Sohnes für Christus

  • Eberhard F. Bruck

Zusammenfassung

Neben den bisher behandelten Quoten der griechischen Väter tritt einige Jahrzehnte später im Kreise der lateinischen Väter eine andere Gestalt der Quote auf. Die neue Quote für Christus wird nicht bestimmt in zahlenmäßig festgesetzten Bruchteilen — 1/2, 1/3, 1/4 usw. — vielmehr soll sie unter Berücksichtigung der jeweiligen Zahl der Kinder, in der Regel der Söhne des Erblassers, festgesetzt werden. Sie soll in einem Erbteil stehen, wie er einem leiblichen Sohne des Erblassers zustehen würde. Der Erblasser soll seinen Söhnen Christus als Sohn hinzurechnen und nach der Gesamtzahl dieser Söhne dann die Quote bemessen. Das ist die Sohnesquote für Christus.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Siehe oben S. 6, Anm. 16 und 17, S. 58 f., Anm. 14.Google Scholar
  2. 2.
    Siehe oben S. VI f., Anm. 4–7. Vor allem sind die Schriften von Alfred Schnitze zu nennen, der in Augustin den Schöpfer der Sohnesquote wie des Seelteils überhaupt erblickt (siehe oben S. VI f., Anm. 5). Er betont das „Ureigene des hier wirkenden Gedankens“ (Augustin und der Seelteil, S. 220).Google Scholar
  3. 3.
    Hieronymus epist. 120 ad Hedibiam (Migne, P. L., 22, Sp. 984 ff.), ist kurz erwähnt bei Pitzorno, Padozione privata, 1914, S. 44, Anm. 1, und bei A. Schnitze, Atti del Congr. internat. di diritto Romano, Bd. I, S. 203. Siehe über diesen Brief unten S. 83 f.Google Scholar
  4. 1.
    Über die Einzelheiten seines Lebens siehe Bardenhewer, Geschichte der alt-kirchlichen Literatur, III, S. 605–608; Lietzmann, Art. Hieronymus, in Realenzyklopädie der klass. Altertumswissenschaft, VIII, Sp. 1565–1581; Altaner, Patrologie, 1938, S. 251–253, und die bei diesen angeführte Literatur.Google Scholar
  5. 1a.
    Am umfangreichsten ist G. Grützmacher, Hieronymus, 3 Bände, 1901–1908, „mehr in die Breite als in die Tiefe gehend“ (Lietzmann, a. a. O., S. 1580). Wichtig ist F. Cavallera, St. Jerome, Louvain, 1932. Siehe auch denselben in F. X. Murphy, A Monument to St. Jerome, New York, 1952 (besprochen von A. D. Nock, American Historical Review, 58, 1953, S. 593 ff.).Google Scholar
  6. 2.
    Lietzmann, a. a. O., S. 1569.Google Scholar
  7. 3.
    Vgl. Hieronymus’ Epist. 14, Kap. 10 (oben § 8, Anm. 15).Google Scholar
  8. 4.
    Die Streitigkeiten hingen mit dem Meletianischen Schisma zusammen. Hieronymus schreibt darüber an den Priester Markus (epist. 22) im Winter 378/9 kurz vor seinem Weggang aus der Wüste. Der Brief ist bezeichnend für den leidenschaftlichen und hochgebildeten Mann. „Bevor ich mit Dir über meinen Dir wohlbekannten Glauben rede, muß ich zuvor gegen die Schrecklichkeit meines Aufenthaltsorts mit den wohlbekannten Versen laut aufschreien: ‚Was für ein Schlag von Menschen ist dies? Welch’ Land von Barbaren huldiget solcherlei Brauch? Man treibt uns vom gastlichen Ufer; Krieg beginnt man, gestattet uns nicht, den Strand zu betreten‘ (Aeneis I v. 599 ff.). ... Man muß sich schämen, es auszusprechen: Aus unsern löcherähnlichen Zellen verdammen wir den ganzen Erdkreis! In Sack und Asche uns wälzend sprechen wir über die Bischöfe das Urteil! ... Man gönnt mir nicht einmal einen verborgenen Winkel in der Wüste. Täglich werde ich über meinen Glauben ausgefragt. ... Lege ich mein Glaubensbekenntnis ab, wie sie es fordern, so gefällt es ihnen nicht; unterschreibe ich, so glauben sie es nicht. Eins nur findet Billigung, daß ich von hier fortgehe.“Google Scholar
  9. 5.
    Postumianus, bei Sulp. Sev., Dial. 1, 9, 5, Bardenhewer, III, S. 608.Google Scholar
  10. 6.
    Nach Prosper’s Chronik (Mon. Chron. min., I, 2, S. 469) am 30. September 420 (Lietzmann, Pauly-Wissowa, VIII, 1567).Google Scholar
  11. 7.
    Es ist für Hieronymus bezeichnend, daß er dies selber berichtet in Epist. 77 ad Oceanum (vom Jahre 399), Kap. 9 (Migne, P.L., 22, Sp. 696): „Librum quo Heliodorum quondam iuvenis ad eremum cohortatus sum, tenebat memoriter.“Google Scholar
  12. 8.
    So heißt es z. B. in Epist. XIV (an Heliodorus) vom Jahre 375, Kap. 6: „Man muß sich vollkommen an Gott hingeben und die Welt fliehen ... wenn Du auf ein weltliches Erbe harrest, kannst Du nicht Miterbe Christi sein... wenn Du vollkommen bist, warum begehrst Du noch nach den väterlichen Gütern.“ — An Paulinus von Nola (Epist. LVIII) schreibt Hieronymus: „Wir aber folgen, mit Gold vollgestopft, dem armen Christus nach und halten fest an den alten Schätzen, unter dem Vorwande, sie als Almosen verteilen zu können... Besteht Dein Vermögen in Ländereien, so verkaufe sie; wenn nicht (d. h. es besteht in Mobilien), so wirf es von Dir!“ In Epist. LXXI an Lucinius (von 397/8) heißt es: „Das Geld wegwerfen müssen die Anfänger im geistlichen Leben, nicht (bloß) die Vollkommenen.“Google Scholar
  13. 9.
    Die Datierung dieses Briefs ist erheblich. Vallarsi hatte ihn in das Jahr 406 gesetzt, weil er in dem in Kap. 2 erwähnten Einfall der Barbaren den Einfall des germanischen Heerführers Radagais v. Jahr 405 nach Dalmatien erblickte. Hierzu bemerkt N. Pronberger, Beiträge zur Chronologie der Briefe des Hl. Hieronymus, Diss. der Universität München, 1913, S. 73: „Wahrscheinlicher ist es, da Hieronymus den Namen dieses berühmten germanischen Heerführers nicht nennt und auch sonst die ganze Bewegung mit wenigen Worten abtut, in jenem Einfall einen der vielen Plünderungszüge zu vermuten, die seit 395 den Osten wie den Westen unausgesetzt beunruhigten...“ Auch ist Hieronymus z. Z. des Briefes an Julian noch eng befreundet mit Paulinus von Nola, den er auf’s höchste preist. Diese Freundschaft hatte aber, wie es bei Hieronymus’ Freundschaften so oft vorkam, schon seit dem Briefe 85 (vom Jahre 400/401) ihr Ende gefunden. Daher nimmt Pronberger an, daß das wahrscheinlichste Datum des Briefes 118 an Julianus das Jahr 399/400 ist. — Dieses Datum wird, wie ich hinzufügen möchte, auch durch die Haltung bestätigt, die Hieronymus dort gegenüber dem Seelteil einnimmt. Der Brief empfiehlt die Einsetzung Christi auf den Erbteil bereits verstorbener Kinder.Google Scholar
  14. 10.
    Epist. 118, Kap. 4 (Migne, P. L., 22, Sp. 963).Google Scholar
  15. 11.
  16. 12.
    Vgl. unten Brief 120 vom Jahre 406/7, S. 83 f.Google Scholar
  17. 13.
    Vgl. unten S. 85.Google Scholar
  18. 14.
    Hieronymus schildert dies am Anfang Kap. 1 (Migne, P. L., 22, Sp. 960) sehr anschaulich in einer auch kulturhistorisch interessanten Stelle: „Mein Sohn, Dein Bruder Ausonius, hatte mir seine Ankunft zu spät angekündigt, gewissermaßen gleichzeitig ‚guten Tag‘ und ‚auf Wiedersehen‘ gesagt; er war der Meinung, daß er mit leeren Händen zurückkehren würde, wenn er nicht etwas von meinen Einfällen (nugarum) mit sich brächte. Der Postschein war schon herabgeschickt (jam demisso synthemate), das Postpferd war schon gesattelt, und den vornehmen, jungen Mann, angetan mit Punischer tunica, umgab schon der Reisegürtel (balteus). Dennoch zwang er mich, nachdem ein Stenograph herbeigeholt worden war, zu reden, was schnell ausgesprochen, die schnelle Hand mitnahm, ... daher breche ich mein langes Schweigen an Dich nicht mit der Sorgfalt eines Briefschreibers, sondern mit der Verwegenheit des Diktierenden. Es ist ein Brief aus dem Stegreife, ohne Ordnung der Gedanken, ohne Komposition der Worte (extemporalis est epístola, absque ordine sensuum, sine lenocinio et compositione verborum).“ — Daß der Brief schnell diktiert war, bleibt bestehen, auch wenn man berücksichtigt, daß Hieronymus solche Einleitungen in seinen Briefen liebte, um zu zeigen, wie schön er auch trotz großer Eile zu schreiben verstand (vgl. z. B. die Einleitung in seinem Briefe 112 an Augustin und hierzu de Bruyne, Zeitschrift für Neutestamentliche Wissenschaft, Bd. 31, 1932, S. 240).Google Scholar
  19. 15.
    Migne, P. L., 22, Sp. 724 ff. Der Brief ist um 400, spätestens 403 geschrieben (L. Schade, Ausgewählte Briefe des Hieronymus, Bd. I, 1936, S. 313). Nach Fronberger, a. a. O., S. 61, war das Datum wohl 405.Google Scholar
  20. 16.
    Hieronymus, Epist. 79, Kap. 4 (Migne, P. L., 22, Sp. 726).Google Scholar
  21. 17.
    Nach Pronberger, S. 75, vom Jahre 408 /9.Google Scholar
  22. 18.
    Migne, P. L., 22, Sp. 981. — Der Vorgang steht nicht vereinzelt da. Hieronymus verweist am Schlüsse des Briefes auf ähnliche Antworten, die er an zwei andere vornehme Witwen, Furia und Salvina, geschrieben hat (epist. 120, Kap. 1, am Ende, Migne, a. a. O., Sp. 985). Ein dritter Brief (epist. 123, an Ageruchia) war im Jahre 409 geschrieben.Google Scholar
  23. 19.
    Epist. 120, Kap. 1 (Migne, P. L., 22, Sp. 982).Google Scholar
  24. 20.
    Vgl. oben § 8.Google Scholar
  25. 21.
    „Si qua autem vidua habet liberos, et maximae si nobilis familiae est, egentes filios non dimittat, sed ex aequalitate eos amet, et ut meminerit primum animae suae et ipsam putet esse de filiis, et partiatur potius cum liberis, quam omnia filiis derelinquat; immo Christum liberorum suorum faciat coheredem“ (Migne, P. L., 22, Sp. 984 f.).Google Scholar
  26. 22.
    Im Falle einer kinderlosen Witwe kann die Sohnesquote nicht in Betracht kommen. Hier mahnt Hieronymus: „Wenn Du mehr hast, als Dir zum Lebensunterhalt notwendig ist, das gib weg, und bezüglich dieses betrachte Dich als Schuldnerin.“Google Scholar
  27. 1.
    Das Leben Augustin’s, des größten unter den Vätern, ist so bekannt, daß hier von seiner Darstellung abgesehen wird. Vgl. etwa die Biographien von C. Bindemann, 3 Bände (1844–69), F. Böhringer (2. Aufl., 1877/78), G. von Hertling (2. Aufl., 1904), P. Guilloux (Paris, 1921), B. Legewie (1925), E. Krebs (1930), G. Papini (Florence, 1930), E. McDougall (London, 1930), P. Gorla (Turin, 1936), Labriolle (Dictionnaire d’histoire et de géographie ecclésiastiques, Paris, Bd. 5, S. 440–473). Kurzer Abriß bei Bardenhewer, IV, S. 438 ff., Altaner, S. 265 bis 288.Google Scholar
  28. 1a.
    Pierre Courcelle, Recherche sur les confessions de Saint Augustin, Paris, 1950 (Bespr. von A. D. Nock, Journal of Ecclesiastical History, II, 2, S. 225 ff.).Google Scholar
  29. 2.
    Vgl. unten S. 87.Google Scholar
  30. 3.
    Siehe oben S. 77. Anm. 2.Google Scholar
  31. 4.
    Besonders von Alfred Schultze, Nachträge zu „Augustin und der Seelteil“, Z. Sav. St., Germ. Abt. 50, 1930, S. 376–385.Google Scholar
  32. 5.
    Migne, P. L., 38, S. 89 ff.Google Scholar
  33. 6.
    So A. Schultze, Augustin und der Seelteil des germanischen Erbrechts, S. 86.Google Scholar
  34. 7.
    Zu diesem Ergebnis gelangt Alfred Schultzey Nachträge, Z. Sav. St. 50, S. 380, auf Grund der Vergleichung von Sermo 9 mit Sermo 32 (Migne, P. L., 38, Sp. 196 ff), der allerdings nichts über den Seelteil enthält. Sermo 32 ist in Karthago i. J. 403 gehalten worden (P. Ad. Wilh. Kunzelmann, Die zeitliche Festlegung der Sermones des Hl. Augustinus, S. 72, 80). Beide Sermones stehen nach Schultze „einander inhaltlich und wohl auch zeitlich nahe“ (S. 379). Auch ist es nach Schultze wahrscheinlich, daß Augustin in Karthago anläßlich des Festes des Hl. Cyprian mehrere Predigten über Psalm 143, der in beiden Predigten behandelt ist, gehalten hat. Schultze (S. 380) hält es daher für „wohl nicht zu gewagt, auch Sermo 9 dem Jahre 403 zuzuweisen“. — A. Degert, Quid ad mores ingeniaque Afrorum cognoscenda conferant Scti. Augustini Sermones, Thèse, Bordeaux, 1894, S. 24, setzt Sermo 9 auf „ante 415“ an. — Kunzelmann, a. a. O., gibt keine Zeitbestimmung für Sermo 9 (zit. bei Schultze, S.380, Anm. 2).Google Scholar
  35. 8.
    So Schnitze, Nachträge, Z. Sav. St. 50, S. 376 ff., insbesondere S. 382. — Siehe auch unten bei den einzelnen sermones. Google Scholar
  36. 9.
    Augustin’s Argumente sind praktisch und auch für den Ungebildeten leicht zu erfassen (Hermann Henrici, Über Schenkungen an die Kirche, Weimar, 1916, S. 9).Google Scholar
  37. 10.
    Bardenhewer, IV, S. 447. — Vgl. ferner D. Germain-Morin in einer Mitteilung an A. Schultze, abgedruckt Nachträge, Z. Sav. St. 50, S. 381, über Augustin’s Stil in seinen späteren Jahren.Google Scholar
  38. 11.
    Migne, P. L., 26, S. 424.Google Scholar
  39. 12.
    A. Schultze, Nachträge, S. 377.Google Scholar
  40. 13.
    S. oben S. 85, Anm. 7.Google Scholar
  41. 14.
    So richtig Schultze, Nachträge, S. 381. Der nähere Zeitpunkt der Predigt läßt sich mit Sicherheit nicht feststellen. Fest steht nur der terminus ad quem, nämlich 416/17 (Schultze, Nachträge, S. 378). Was den terminus a quo anlangt, so ist sie zwar nach sermo 9 gehalten worden, aber der Zeitpunkt von sermo 9 ist ebenfalls nur annähernd feststellbar (403–415). (Vgl. oben S. 85, Anm. 7.)Google Scholar
  42. 15.
    Migne, P. L., 40, S. 674.Google Scholar
  43. 16.
    Vgl. Schultze, Nachträge, S. 377 f.Google Scholar
  44. 17.
    Siehe oben (a) und Schultze, S. 378 und 382.Google Scholar
  45. 18.
    Migne, P. L., 38, Sp. 528 ff.Google Scholar
  46. 20.
    Schultze, Nachträge, S. 381 f.Google Scholar
  47. 21.
    Migne, P. L., 32, Sp. 532 ff. Vgl. A. Schultze, Augustin und der Seelteil, S. 185 f.Google Scholar
  48. 22.
    A. Kunzelmann, Die Chronologie der Sermones des Hl. Augustinus, in „Miscellanea Agostiniana“, Rom, 1931, S. 509, ferner A. Schultze, Nachträge, S. 382.Google Scholar
  49. 23.
    Sermo 355, 5.Google Scholar
  50. 24.
    Schnitze, Augustin, S. 185 ff. Vgl. Joseph Mausbach, Die Ethik des Hl. Augustinus, II, 2. Aufl., S. 294 ff. — Augustin tadelte auch eine Ehefrau, die aus übertriebener Frömmigkeit einen großen Teil ihres Vermögens zwei durchreisenden Mönchen geschenkt hatte (Epist. 262, 8).Google Scholar
  51. 25.
    S. unten § 14.Google Scholar
  52. 1.
    Vgl. oben S. 80 f.Google Scholar
  53. 2.
    Vgl. oben S. 81, Anm. 9.Google Scholar
  54. 3.
    Vgl. oben S. 85.Google Scholar
  55. 4.
    Vgl. oben S. 85, Anm. 7.Google Scholar
  56. 5.
    Vgl. oben S. 83, Anm. 17.Google Scholar
  57. 6.
    Vgl. oben S. 86, Anm. 14.Google Scholar
  58. 7.
    Hieronymus’ und Augustins Briefe sind im Wiener Corpus scriptorum ecclesiasticorum latinorum sowohl in der Ausgabe des Hieronymus (ed. Hilberg) als auch in der Augustins (ed. Goldbacher) abgedruckt, und zwar unter verschiedenen Nummern. Da sie in der Literatur bald nach den Nummern der einen, bald der anderen Ausgabe zitiert sind, werden hier die Nummern aus beiden Ausgaben nebeneinander angegeben. — Aus dem umfangreichen Schrifttum über den Briefwechsel seien genannt: H. Lietzmann, Zur Entstehungsgeschichte des Briefwechsels Augustins (Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften Berlin, Philosophisch-Hist. Klasse, 1930), S. 356–388; De Bruyne, La correspondence échangée entre Augustin et Jérôme, Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft, Bd. 31 (1932), S. 233–248; L. Schade, Art. „Hieronymus“ im Lexikon „Theologie und Kirche“, V, 1913 ff.Google Scholar
  59. 8.
    Epist. 103 (Ausgabe von Hieronymus’ Briefen) = Nr. 39 (Ausgabe von Augustin’s Briefen).Google Scholar
  60. 9.
    Epist. 28, Ausgabe von Augustins Briefen = epist. 56 von Hieronymus’ Briefen.Google Scholar
  61. 10.
    Vgl. De Bruyne, a. a. O. (s. oben S. 82, Anm. 14), S. 234.Google Scholar
  62. 11.
    Augustin, De mendacio, Migne, P. L., 50, Sp. 517 ff. (um 395). Vgl. hierzu Ludwig Schade, Ausgewählte Briefe des Hl. Hieronymus, Bibliothek der Kirchenväter, 2. Reihe, XVIII, 1937, S. 421 f.Google Scholar
  63. 12.
    De Bruyne, S. 238: „Augustin voulait une réponse et ne pouvait pas abandonner la discussion: il ne s’agissait pas tant de la licéité du mensonge officieux — question déjà très grave — que de la licéité de ce mensonge chez un auteur inspiré, et par conséquent, de la véracité de la Bible.“Google Scholar
  64. 13.
    Epist. 40 der Briefe Augustins = Epist. 67 der Briefe des Hieronymus.Google Scholar
  65. 14.
    Für ersteres Datum L. Schade, a. a. O., S. 422; für letzteres Cavallera, St. Jerome, II, Louvain, 1922, S. 48.Google Scholar
  66. 15.
    Epist. 67 der Briefe Augustins = 101 der des Hieronymus. Dieser Brief Augustins stammt etwa v. J. 402 (De Bruyne, S. 237).Google Scholar
  67. 16.
    Epist. 40 der Briefe Augustins = Epist. 67 der Briefe des Hieronymus.Google Scholar
  68. 17.
    Epist. 102 der Hieronymusbriefe = Epist. 68 der Augustinusbriefe.Google Scholar
  69. 18.
    De Bruyne, S. 237, und Pronberger, Beiträge zur Chronologie der Briefe des Hl. Hieronymus, Diss., München, 1913, S. 90, nehmen übereinstimmend dieses Jahr an.Google Scholar
  70. 19.
    De Bruyne, S. 237.Google Scholar
  71. 20.
    Nach Schade, Bibliothek der Kirchenväter, 2. Reihe, XVIII, S. 324, ist „die Bemerkung, daß Hieronymus den Brief infolge anderer Ablenkungen schließlich vergessen habe, nur der Form nach eine Entschuldigung, in Wirklichkeit eine kleine Bosheit“ — nicht die kleinste in diesem Briefe!Google Scholar
  72. 21.
    „Mit gewohnter Dreistigkeit hat mir Calpurnius Lanarius seine Schmähschrift zugeschickt (Apologia in Hieronymum, Migne, P. L., 21, Sp. 541, geschrieben 400)... Von dieser Erwiderung habe ich Dir eine Abschrift zugehen lassen. Eine ausführlichere Abhandlung werde ich Dir in der nächsten Zeit ... zusenden. In dieser Schrift habe ich mich sehr bemüht, seinen Ruf als Christ nicht zu verletzen. Ich habe mich darauf beschränkt, Lüge und unsinnige Behauptungen eines wahnwitzigen und unverständigen Menschen zu widerlegen ...“Google Scholar
  73. 22.
    Möhler, Gesammelte Schriften und Aufsätze, herausgegeben von Döllinger, Regensburg, 1839, S. 6,Google Scholar
  74. 22a.
    zustimmend zitiert von P. Asslaber, Die persönlichen Beziehungen der drei großen Kirchenlehrer Ambrosius, Hieronymus und Augustinus, Wien, 1909, S. 87.Google Scholar
  75. 23.
    Epist. 71 der Augustinusbriefe = 104 der Hieronymusbriefe.Google Scholar
  76. 24.
    De Bruyne, S. 238.Google Scholar
  77. 25.
    L. Schade, Bibliothek der Kirchenväter, 2. Reihe (1937), S. 426.Google Scholar
  78. 26.
    Epist. 105 der Hieronymusbriefe = Epist. 72 der Augustinusbriefe. — Pronberger, S. 30, und De Bruyne, S. 239, stimmen bezüglich des Jahres 403 überein.Google Scholar
  79. 27.
    Ferdinand Cavallera, Saint Jérôme, Sa vie et son oeuvre, Louvain, I (1922), S. 302: „Il répondit ... insistant plus durement sur le soupçon que le jeune écrivain songeait peut-être à se faire valoir à ses dépens.“ — Noch schärfer De Bruyne, S. 237: „Jérôme a-t-il réellement douté de l’authenticité de l’ép. 40? Je ne le pense pas.“Google Scholar
  80. 28.
    Epist. 73 der Briefe Augustins = Epist. 110 der Briefe des Hieronymus. Über das Jahr 404 siehe De Bruyne, S. 240.Google Scholar
  81. 29.
    Hierzu De Bruyne, S. 240.Google Scholar
  82. 30.
    Epist. 74 (Augustins Briefe), Epist. 111 (Hieronymusbriefe).Google Scholar
  83. 31.
    Epist. 112 der Hieronymusbriefe = Epist. 75 der Briefe Augustins. Was das Jahr anlangt, siehe Pronberger, S. 90, und De Bruyne, S. 240.Google Scholar
  84. 32.
    Hierzu De Bruyne, S. 240.Google Scholar
  85. 33.
    De Bruyne, S. 240.Google Scholar
  86. 34.
    De Bruyne, S. 240.Google Scholar
  87. 35.
    Epist. 115 der Hieronymusbriefe = Epist. 81 der Briefe Augustins.Google Scholar
  88. 36.
    Epist. 82 der Briefe Augustins = Epist. 116 der Hieronymusbriefe. — „Avec moins de brilliance et de verve que Jerome, mais avec plus de gravité et de mesure, Augustin discute la prétendue simulation de Paul“ (De Bruyne, S. 244). Vgl. auch Pronberger, S. 90.Google Scholar
  89. 37.
    „Aussi son (Augustin’s) triomphe est complet et Jérôme ne répondra plus“ (De Bruyne, S. 241).Google Scholar
  90. 38.
    Augustin schrieb in dieser Angelegenheit zwei Briefe an Hieronymus vor Juli 415 (Epist. 166 und 167 der Briefe Augustins = Epist. 131 und 132 der Hieronymusbriefe). Hieronymus antwortete 416 mit Epist. 134 ed. Hier. (Epist. 172 ed. Aug.). Vgl. L. Schade, Bibl. der Kirchenväter, 2. Serie, XVIII, 1937, S. 432 f. Als Augustin den Priester Orosius als Ankläger des Pelagius nach Jerusalem zur Synode sandte (415), gab er ihm die beiden an Hieronymus gerichteten Briefe mit. Hieronymus bestätigte den Empfang der Schreiben mit der Mitteilung, daß er Augustinus Auffassung über den Pelagianismus teile.Google Scholar
  91. 39.
    Altaner, S. 7.Google Scholar
  92. 40.
    Epist. 69 des Hieronymus (v. J. 396/397), vgl. Pronberger, S. 56.Google Scholar
  93. 41.
    Hieronymus nennt Ambrosius gelegentlich „eine häßliche Krähe, welche sich mit fremden Federn schmückt“ oder „einen laut krächzenden Raben, welcher gar sehr lachen muß über die Farben aller anderen Vögel, während er doch selbst ganz finster ist“. Siehe das Vorwort der Übersetzung der Schrift des Didymus, „De spiritu Sancto“ und das Vorwort der Übersetzung der Homilien des Origines (zitiert bei Bardenhewer, III, S. 650, Anm. 1).Google Scholar
  94. 42.
    Vallarsi stimmt zu Pronberger: S. 61. Vgl. schon P. Leipelt, Bibliothek der Kirchenväter, I (1872), S. 432. — Als Theophilus von Alexandria und Epiphanius den Chrysostomus im Juni 404 gestürzt und in die Verbannung getrieben hatten, übersetzte Hieronymus eine Schrift des Theophilus „voll Bosheit und niedriger Schmähungen“ gegen den gestürzten Gegner (Pronberger, S. 71).Google Scholar
  95. 43.
    Vgl. Grützmacher, Hieronymus, I, Leipzig, 1901, S. 275 ff., 281 ff.; auch Lietzmann, Art. Hieronymus, Realenzyklopädie der klassischen Altertumswissenschaft, VIII, S. 1579.Google Scholar
  96. 44.
    So Grützmacher, a. a. O., vgl. auch Lietzmann, a. a. O.Google Scholar
  97. 45.
    So z. B. Peter Asslaber, Die persönlichen Beziehungen der drei großen Kirchenlehrer Ambrosius, Hieronymus und Augustinus, Wien, 1908, S. 88–118.Google Scholar
  98. 46.
    Claudius von Schwerin, Zeitschrift der Savigny Stiftung, Germ. Abt., 51, 1931, S. XI–XLV. — Amira’s Urgroßvater war übrigens ein Grieche aus Lesbos; der Großvater, in Konstantinopel geboren, diente unter Napoleon im französischen Heer und wurde von diesem als chevalier de l’empire geadelt. Der berühmte Enkel, Karl von Amira (1848–1930) war bekanntlich Professor in München.Google Scholar
  99. 47.
    Vgl. oben S. 79.Google Scholar
  100. 1.
    Z.B. Epist. 70 an den Rhetor Magnus (Migne, P.L., 22, Sp. 667), Kap. 4: „Von den Kappadoziern Basilius, Gregorius, Amphilochius, die sämtlich ihre Bücher so sehr mit den Lehrmeinungen und Sätzen der Philosophen anfüllen, daß man nicht weiß, was man an ihnen zuerst bewundern soll, ihre heidnische Gelehrsamkeit oder ihre Kenntnis der heiligen Schriften.“Google Scholar
  101. 2.
    Vgl. Hieronymus, De viris illustribus, 117, wo er von Gregor von Nazianz, dem vir eloquentissimus als seinem Lehrer spricht. Ferner Epist. 52 an Nepotian (Migne, P.L., 22, Sp.534).Google Scholar
  102. 3.
    Vgl. oben S. 78.Google Scholar
  103. 4.
    Vgl. oben S. 98.Google Scholar
  104. 5.
    Basilius, In divites, Kap. 7, § 39 (oben S. 6).Google Scholar
  105. 6.
    Gregor von Nyssa, De paup. am., Migne, P. G., 46, Sp. 466 B (vgl. oben S. 19)Google Scholar
  106. 7.
    Augustin hatte schwerlich unmittelbare Kenntnis von Gregor von Nyssa’s Vorschlag. Seine Kenntnis der griechischen Väter beruhte größtenteils auf lateinischen Übersetzungen, namentlich denen des Rufinus (Jülicher, Pauly-Wissowa, VII, Sp. 1861, Art. Gregor von Nazianz, Überweg-Geyer, Grundriß der Geschichte der Philosophie, II11, S. 100, und die dort Zitierten). Unter den von Rufinus übersetzten Reden befinden sich die Homilien Gregors von Nyssa nicht. Von den platonischen Dialogen kannte er nur den von Cicero übersetzten Timaeus (vgl. W. S. Teuffel, Geschichte der römischen Literatur, I5, Leipzig, 1890, S. 1129 ff.,Google Scholar
  107. 7a.
    A. Ebert, Geschichte der christlich-lateinischen Literatur, Leipzig, 1874, S. 203 ff., Bardenkewer, IV, S. 416 ff.). Für Augustins Kenntnis der griechischen Väter in der entscheidenden Zeit, in der Hieronymus die Sohnesquote empfahl, kommt wieder der Briefwechsel zwischen beiden in Betracht. Hieronymus hatte in seiner Epist. 112 (ed. Hieron. = Epist. 75 ed. Aug.) vom Jahre 404 sieben griechische Väter zitiert (vgl. oben S. 96, Anm. 3). Aus Augustins Antwort (Epist. 82 ed. Aug. = Epist. 116 ed. Hieron.) geht hervor, daß er keinen von ihnen gelesen hatte; er zitiert nur die beiden lateinischen Väter Ambrosius und Cyprian (vgl. De Bruyne, S. 241).Google Scholar
  108. 1.
    Vgl. oben § 12.Google Scholar
  109. 2.
    Vgl. oben S. 26 ff.Google Scholar
  110. 3.
    Bd. I, 2. Aufl., 1929, S. 33 ff. (Hinsichtlich der Quote folgt Mausbach, II, 415 f. allerdings A. Schultze, jedoch ohne nähere Begründung).Google Scholar
  111. 4.
  112. 5.
  113. 6.
    E. Troeltschy Augustin, die christliche Antike und das Mittelalter, München, 1915, S. 46 f.Google Scholar
  114. 7.
    Vgl. oben S. 88.Google Scholar
  115. 8.
    De civ. Dei, XIV, c. 22.Google Scholar
  116. 9.
    De civ. Dei, XIX, c. 16. Vgl. Gustav Schnürer, Kirche und Kultur im Mittelalter, I (1924), Paderborn, S. 66, Ernst Troeltsch, Augustin, die christliche Antike und das Mittelalter, S. 127, vgl. S. 110.Google Scholar
  117. 10.
    Vgl. Andreas Schäfer, Römer und Germanen bei Salvian, Phil. Diss., 1930, Breslau, S. 24.Google Scholar
  118. 11.
    Ambrosius, de off., I, c. 30: „Est illa probanda liberalitas, ut proximos seminis tui non despicias, si egere cognoscas. Melius est enim ut ipse subvenias tuis, quibus pudor est ab aliis sumptum deposcere“ etc. — Vgl. Alexander Beck, Christentum und nachklassische Rechtsentwicklung, Atti del Congr. Int. di dir. Rom., Pavia, 1935, S. 101, Anm. 2.Google Scholar
  119. 12.
    Ambrosius, In Evang. S. Lucae, lib., XIII, c. 79 (Corpus Script. Lat., Vindobonae, 32, S. 432): „Da ergo prius parenti, da etiam pauperi, da illi presbytero quod tibi abundat terrenum.“ Vgl. Pitzorno, L’adozione privata (1914), S. 44, Anm. 1;Google Scholar
  120. 12a.
    A. Schnitze, Atti del Congr. Int. di dir. Romano, Bologna, 1934, S. 203, Anm. 14.Google Scholar
  121. 13.
    Siehe oben § 5, IV, am Ende.Google Scholar
  122. 14.
    Possidius, Vita Augustini, c. 24: „frequentius quoque dicebat, securius ac tutius ecclesiam legata a defunctis dimissa debere suscipere, quam hereditates forte sollicitas et damnosas“; doch fügt er hinzu, „ipsaque legata magis offerenda esse, quam exigenda“ (Augustini, Opera, XV, 780). Vgl. Loening, Geschichte des Kirchenrechts, I, S. 224, Anm. 3.Google Scholar
  123. 15.
    Vgl. oben S. 88.Google Scholar
  124. 16.
    Anders A. Schultze, der seine letzte Publikation in dieser Frage (siehe oben, Anm. 12) mit den Worten schließt: „Die Fernwirkung Augustins auf diesem Gebiete (des Seelteils) kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.“ Vgl. unten §§ 37 und 38.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Göttingen · Heidelberg 1956

Authors and Affiliations

  • Eberhard F. Bruck

There are no affiliations available

Personalised recommendations