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Geschichtliche Grundlagen und treibende Faktoren für die Quote für die Seele und die Armen bei den kappadozischen Vätern und bei Johannes Chrysostomus

  • Eberhard F. Bruck
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Zusammenfassung

Die griechischen Väter haben die Seelquote nicht aus dem Nichts erschaffen. Die Quote der Väter steht vielmehr im Schnittpunkt von verschiedenen geschichtlichen Entwicklungslinien.1

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Literatur

  1. 1.
    Soweit die geschichtlichen Grundlagen der Seelquote überhaupt untersucht worden sind, besteht Übereinstimmung, daß sie auf der christlichen Caritas und der Belohnung des guten Werkes beruht (Mario Falco, Art. Disposizioni per l’anima, Enciclopedia per l’anima; Alfred Schnitze, Augustin und der Seelteil des germanischen Erbrechts, S. 184; Der Einfluß der christlichen Ideen und des römischen Rechts auf die germanische Hausgemeinschaft, Atti del Congresso Internazionale di Diritto Romano, Pavia, I, 1934, S. 202). Das ist zutreffend, aber es ist nur ein Element in der Geschichte dieses komplizierten Phänomens.Google Scholar
  2. 1.
    Über die Geschichte des Totenkults und seine Ausstrahlungen in Recht, Sitte und Religion, die hier nur skizziert werden, s. eingehend „Totenteil und Seelgerät“; ferner Artikel „Totenteil“, R. E. für die klass. Altertumswissenschaft, XII, S. 1813–1828, sowie Über römisches Recht im Rahmen der Kulturgeschichte, S. 24 ff., 46 ff.Google Scholar
  3. 2.
    Siehe meine Besprechung, Z. Sav. St., rom. Abt., 50 (1930), S. 668 ff.Google Scholar
  4. 3.
    Ein interessantes Beispiel von periodischer Totenernährung am Grabe, die ein hochgebildeter Chinese erst kürzlich in Cambridge, Massachusetts, ausübte, siehe Über Römisches Recht im Rahmen der Kulturgeschichte, S. 34.Google Scholar
  5. 4.
    Walter F. Otto, Die Manen, 1923, S.24 ff., 29 ff., 41 ff., L. Malten, Mitteilungen des deutschen archäologischen Instituts, Römische Abt., Bd. 38, 39 (1923/24), S. 324, Anm. 1. Bruck, Totenteil und Seelgerät, S. 146, besonders Anm. 4.Google Scholar
  6. 5.
    Vgl. etwa Ernst Troeltsch, Soziallehren der christlichen Kirche, S. 209, Anm. 98 (im Hinblick auf die dogmatische Entwicklung des 12. und 13. Jahrhunderts, besonders beim Hl. Thomas): „Die Bedeutung der Glaubensvorstellungen in ihrer Logik rein für sich ist überhaupt sehr viel geringer als man denkt; in Kult und Recht liegen ihre Hauptwurzeln. Gerade eine soziologische Betrachtung der Kirchen zeigt im Kultus das eigentliche Bindemittel und im Recht ihre Bindeform; es ist nur natürlich, daß die rein logisch-theoretisch-spekulativen Elemente mehr daneben hergehen als Interessen der obersten Theologenschicht“. (In der antiken Welt, insbesondere der griechischen, vertraten die Philosophen die Stelle der Theologen).Google Scholar
  7. 6.
    Rohde, Psyche, II, 7. und 8 ed., S. 33 ff.; Schreuer, Das Recht der Toten, Zeitschrift für vergleichende Rechtswissenschaft, 33, S. 373 ff.; Bruck, Totenteil, S. 37 und passim; A. D. Nock, Tertullian and the Ahori, Vigiliae Christianae, IV, 1950, S. 132 ff.Google Scholar
  8. 7.
    Bruck, Über römisches Recht im Rahmen der Kulturgeschichte, S. 44, Anm. 69.Google Scholar
  9. 8.
    Vgl. für den griechischen Rechtskreis Totenteil und Seelgerät, S. 210 f., und für den römischen Über Römisches Recht, S. 46 ff., 50 ff., 57 ff.Google Scholar
  10. 9.
    Diogenes Laërtius, X, 18.Google Scholar
  11. 10.
    Cicero, de finibus, II, c. 31, 101. Vgl. Tertullian, de resurrectiane carnis, c. 1 (Migne, P.L., 2, Sp.795).Google Scholar
  12. 11.
    Vgl. über die entwicklungsgeschichtlichen Zusammenhänge zwischen dem heidnischen und christlichen Seelgerät: Bruck, Totenteil und Seelgerät, S. 280–330, sowie neuerdings Johannes Quasten, Vetus superstitio et nova religio, the Problem of „Refrigerium“ in the Ancient Church of Northafrica (Harvard Theological Review, Bd. 33, 1940, S. 256 ff.).Google Scholar
  13. 12.
    Weitere Fälle siehe Totenteil und Seelgerät, S. 299–302.Google Scholar
  14. 13.
    Abgedruckt in Didaskalia et Constitutiones, ed. F. X. Funk. Google Scholar
  15. 14.
    Vgl. z. B. P. Mon. 8, Z. 5 (Byzantinische Papyri zu München, ed. Heisenberg und Wenger, Berlin und Leipzig, 1914, S. 92) und dazu Totenkult und Seelgerät, S. 304.Google Scholar
  16. 15.
    Vgl. Fr. Jos. Dölger, Der heilige Fisch in den antiken Religionen und im Christentum, 1922, S. 295 ff., Bruck, Totenteil, S. 275–302, 317 ff., Quasten, a. a. O. (s. oben Anm. 11).Google Scholar
  17. 16.
    W. Neuß, Die Anfänge des Christentums im Rheinlande, 2. Aufl., 1933.Google Scholar
  18. 17.
    Murko, Das Grab als Tisch, in „Wörter und Sachen“, 2, 1910, S. 110 ff.Google Scholar
  19. 18.
    Z. B. Augustinus, Confessiones, VI, c. 2 (Migne, P. G., Bd. 32, S. 719).Google Scholar
  20. 19.
    So dulden z. B. die Constitutiones Apostolorum VIII, c. 44 (ed. F. X. Funk I, S. 554) vom Ende des 4. Jahrh. die Gedächtnismahle an den Gräbern; sie warnen nur vor allzu reichlichem Weingenuß bei diesen Gelegenheiten (ἵνα μὴ παϱοινῶσιν). Weiteres bei Bruck, a. a. O., S. 295 f.Google Scholar
  21. 20.
    Konstantin, in seiner Rede an den Heiligen Sylogus, c. 12 (vgl. Harnack, Mission und Ausbreitung des Christentums, I, S. 181).Google Scholar
  22. 21.
  23. 22.
    Zahn, in Hauck’s Realenzyklopädie v. Agape (Bd. 1, S. 236), Lucius, Die Anfänge des Heiligenkults in der christlichen Kirche, S. 27, Bruck, Totenteil und Seelgerät, S. 280 ff., 296 ff.Google Scholar
  24. 23.
    Vgl. M. Falco und A. Schultze (oben Anm. 1).Google Scholar
  25. 24.
    Z. B. in zwei Stiftungen im griechischen Philadelphia, abgedruckt bei B. Laum, Stiftungen in der griechischen und römischen Antike, Bd. II, 1914, Urkunden Nr. 83 und Nr. 85 (aus der Wende des 2. und 3. Jahrh. n. Chr.). Weitere Belege bei Bruck, Totenteil, S. 203, Anm. 4, und S. 314, und Über römisches Recht, S. 61 f.Google Scholar
  26. 25.
    Gegen diesen Glauben wendet sich z. B. der Kyniker Kerkidas (3. Jahrh. v. Chr.). Siehe unten S. 52, Anm. 55.Google Scholar
  27. 26.
    Friedlaender, Darstellungen aus der Sittengeschichte Roms, III, S. 131 ff.Google Scholar
  28. 27.
    H. Bolkestein, Wohltätigkeit und Armenpflege im vorchristlichen Altertum, S. 473 und passim. — Über den sozialen Charakter der römischen Stiftungen siehe Scritti Ferrini, IV, S. 15 f., und „Über römisches Recht im Rahmen der Kulturgeschichte“, S. 61, Anm. 14. Manchmal sind jedoch gerade die Wohlhabenden in diesen Stiftungen begünstigt.Google Scholar
  29. 28.
    Einige schwache Ansätze führt Bolkestein (S. 473 f.) an. Als „das älteste abendländische Beispiel für die orientalische Anschauung, wonach ε͗λεημοσύνη, Mitleid, in erster Reihe in Erbarmen mit den Armen besteht und sich im Geben von Almosen äußert“, bezeichnet er die Grabschrift des C. Atilius, eines Juweliers in Rom, vom Ende der Republik (Pauly-Wissowa, Art. Atilius Nr. 65), wo es heißt (Dessau 7602): „homo bonus, misericors, amans pauperis“. Siehe ferner M. R. P. McGuire, Epigraphical evidence for social charity in the Roman West (American Journal of Philology, LXVII, 1946, S. 129–149).Google Scholar
  30. 29.
    Z.B. bei Ezechiel (597 v. Chr. nach Babylon deportiert) 18, 7–9 (dazu Joh. Herrmann, Die soziale Predigt der Propheten, Biblische Zeit- und Streitfragen, herausgegeben von F. Kropatschek, 6. Serie, XII, 1911, S. 23); Jesaias 1, 17; 10, 2 und 58, 7–10 (hierzu Herrmann, S. 25 ff., Joh. Nikel, Das Alte Testament und die Nächstenliebe, Biblische Zeitfragen, XI und XII, herausgegeben von P. Heinisch und J. Rohr, 1913), und Daniel 14, 24. Vgl. auch Sprüche Salomonis 28, 27. — S. auch Ecclesiasticus, III, 30; Tobias, IV, 7–11, XII, 8–9. (Bruck, Studi Riccobono, III, S. 414. Über die „Richtung aufs Soziale“im Alten Testament vgl. R. von Pöhlmann, Geschichte der sozialen Frage und des Sozialismus in der antiken Welt, II, 3. Aufl., S. 465 f.)Google Scholar
  31. 30.
    Belege aus der Babylonischen Religion finden sich in der Surpu-Serie (Greßmann, Altorientalische Texte zum Alten Testament, 2. Aufl., Berlin, 1926, S. 324 ff.). — In babylonischen „Weisheitssprüchen“ bei Greßmann, a. a. O., S. 291 heißt es Zeile 35: „Gib Brot zu essen, gib Wein zu trinken, wer um Almosen bittet, den bekleide und ehre. Darüber freut sich sein Gott über ihn, das gefällt Samas, er vergilt es ihm mit Gutem.“ Hier ist der Vergeltungsgedanke deutlich erkennbar. Weitere Belege in sumerischen Fragmenten des Berliner Museums (A. Jeremias, Altorientalische Geisteskultur, 2. Aufl., 1929, S. 470, 473), ferner im altägyptischen Totenbuch, Kap. 125 (Roeder, Urkunden zur Religion des alten Ägypten in „Religiöse Stimmen der Völker“, herausgegeben von W. F. Otto, 1915, S. 277 f. Siehe auch Greßmann, Altorientalische Texte zum Alten Testament, S. 12). Bei der „Versicherung der Sündlosigkeit“ vor den Totenrichtern, die Fürsprecher bei Osiris sein sollen, heißt es Zeile 10 ff.: „Ich habe getan... womit die Götter zufrieden sind. Ich habe den Gott erfreut mit dem, was er liebt. Ich habe Brot dem Hungernden gegeben, Wasser dem Durstenden, Kleider dem Nackten und eine Fähre dem Schifflosen“ usw. — In den Sprüchen des Amen(em)ope (mitgeteilt bei Budge, Egyptian Hieratic Papyri in the British Museum, 2. Serie, London, 1923, Tafel 1–4, ebenda S. 9 ff., 41 ff., übersetzt von Erman, Orientalische Literatur-Zeitung, 27, 1924, Spalte 241, vgl. Erman, Eine ägyptische Quelle der Sprüche Salomonis, Sitzungsberichte der Berliner Akademie, 1924, S. 86 ff.) ist der Vergeltungsgedanke ebenfalls deutlich erkennbar. Nach Erman, a. a. O., haben diese Sprüche den Sprüchen Salomos als Quelle gedient.Google Scholar
  32. 31.
    Andrer Ansicht Alfred Schultze, Atti del Congresso Internazionale di diritto Romano, S. 203, Anm. 15. Siehe aber Paul Koschaker, Europa und das römische Recht, München, 1947, S. 32: „... soziales... Denken (ist) erst durch das Christentum in die klassische Welt gekommen... das seine orientalische Herkunft auch in diesem Punkt nicht verleugnet. Denn der soziale Gedanke in der Gestalt des Schutzes der Schwachen ist im alten Orient zu Hause.“Google Scholar
  33. 32.
    Matth. XIX, 21.Google Scholar
  34. 33.
    Matth. XXV, 31 ff.Google Scholar
  35. 34.
    Mario Falco, Le disposizioni „pro anima“, Turin, 1911; Francesco Brandileone, I lasciti per l’anima e la loro transformazione (Memorie del R. Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti, XXVIII, Nr. 7); A. Schultze, Augustin und der Seelteil, S. 184; Benigni, Storia sociale della Chiesa, II, 2 (1915).Google Scholar
  36. 35.
    Basilius, In div. 7 (Migne, P. G., 31, Sp. 297).Google Scholar
  37. 36.
    Vgl. z.B. Chrysostomus, Hom. 66 ad Matth. (Migne, P. G., 57, Sp. 629ff.); Hom. 85 ad Matth. 4 (Migne, P. G., 58, Sp.759 ff., Sp. 762); Hom. III de Ele-emosyna 2 (Migne, P. G., Suppl. ad Chrysost. Opera, 64, Sp. 436, die Echtheit dieser Homilie ist zweifelhaft); Hom. 21 ad epist. I ad Corinth. (Migne, P. G., 61, Sp. 178 ff.); De verbis apostoli habentes eundem Spiritum II (Migne, P. G., 51, Sp. 278). — Häufig fügt Chrysostomus auch Predigten, die andern Themen gewidmet sind, am Schlusse noch die Mahnung zum Almosen bei, z. B. Hom. 23 in Joann. (Migne, P. G., 59, Sp. 142); In acta apostol. 48 i. f. (Migne, P. G., 60, Sp. 338); In epist. ad Rom., Hom.19 (Migne, 60, Sp. 549); In epist. ad Rom. (Migne, 60, Sp. 547) und anderwärts. — In der 66. Homilie ad Matth. (Migne, P. G., 57, Sp. 629 ff.) sagt Chrysostomus: „Ich schäme mich fast, daß ich über die Pflicht zum Almosengeben schon so oft gesprochen habe, weil meine Ermahnung noch nichts Gutes ausgerichtet hat.“ Vgl. Bruk, Studi Riccobono, III, S. 391 ff., 398 ff.Google Scholar
  38. 37.
    Siehe oben S. 34 und ausführlich Bruck, Totenteil und Seelgerät, S. 277 bis 329, und insbesondere über die römischen Stiftungen für die Toten, „Über römisches Recht im Rahmen der Kulturgeschichte“, S. 46–100.Google Scholar
  39. 38.
    Grimm, Rechtswörterbuch, Art. „Seelgerät“, A. Schultze, Zeitschrift der Savigny-Stiftung, Germ. Abt. 35 (1914), S. 2, Anm. 82.Google Scholar
  40. 39.
    Über A. Schultze’s Ansicht (Augustin und der Seelteil, S. 189), daß die Quote für die Seele auf Augustin zurückgeht, s. oben S. III, Anm. 5, und unten S. 77, Anm. 2.Google Scholar
  41. 40.
    S. oben § 5, V.Google Scholar
  42. 41.
    Über Andeutungen bereits bei Clemens Alexandrinus s. unten § 61 ff.Google Scholar
  43. 42.
    S. oben S. 30, Anm. 1.Google Scholar
  44. 43.
    S. oben S. 2.Google Scholar
  45. 1.
    Vgl. u. a. R. von Pöhlmann, Geschichte der sozialen Frage und des Sozialismus in der antiken Welt, 3. Aufl., München, 1925, I, S. 440 ff., 464 ff. (dazu den Nachtrag von F. Oertel, ebenda, S. 567 ff.), I. Seipel, Die wirtschaftsethischen Lehren der Kirchenväter (Theologische Studien der Leogesellschaft Nr. 18), Wien, 1907, S. 319 (Index); Otto Schilling, Reichtum und Eigentum in der altkirchlichen Literatur, S. 88 f., 92, 95, 98 (er allein hat die Frage des Maßes des Vermögens bei den Philosophen und den Vätern behandelt, aber den Seelteil erwähnt auch er nicht); Karl Joël, Geschichte der antiken Philosophie, I, S. 20 ff.Google Scholar
  46. 2.
    Siehe u. a. Bernhard Geyer, Überwegs Grundriß der Geschichte der patristischen und scholastischen Philosophie, 11. Aufl., Berlin, 1928, passim.Google Scholar
  47. 3 Übereinstimmungen der Patristik mit der griechischen Philosophie behandeln u. a. Max Pohlenz, Philosophische Nachklänge in altchristlichen Predigten, Zeitschrift für wissenschaftliche Theologie, Bd. 48, Leipzig, 1905, S. 72–95; Fialon, Étude littéraire et historique sur Saint Basile, Paris, 1869, S. 169 und passim; Mendier, L’Influence de la seconde sophistique sur l’oeuvre de Grégoire de Nysse, Paris, 1906; Theodore Leslie Shear, The Influence of Plato on Saint Basil, Baltimore, 1906; Carolus Gronau, De Basilio Gregorio Nazianzeno Nyssenoque Platonis imitatoribus, Diss. Gottingae, 1908; Augustinus Dirking, S. Basilii Magni de divitiis et paupertate sententiae quam habeant rationem cum veterum philosophorum doctrina (Diss.), Münster, Westf., 1911; P. R. Coleman-Norton, St. Chrysostom and the Greek Philosophers, Classical Philology, Chicago, 1930, S. 305 bis 317; Yves Courtonne, Saint Basile et l’Hellénisme, Thèse, Paris, 1934; Derselbe, Saint Basile, Homélies sur la richesse, Thèse, Paris, 1935. — J. Schäfer, Basilius des Großen Beziehungen zum Abendlande, Diss., Münster, Westf., 1909, war mir nicht zugänglich. — Basilius’ Kritik der Astrologie wird mit der griechischen Philosophie in Verbindung gebracht von Dom David Armandy Fatalisme et Liberté dans l’antiquité Grecque: Recherches sur la survivance de l’argumentation morale antifataliste de Carnéade chez les philosophes Grecs et les Theologiens Chrétiens des quatre premiers siècles, Louvain, 1945 (besprochen von A. D. Nock, American Historical Review, LII, Nr. 2, 1947, S. 300 f.).Google Scholar
  48. 3a.
    Hieronymus (Epist. 70, Kap. 4, Migne, P. L., 22, 667) lobt die Kappadozischen Väter wegen ihrer Kenntnis der griechischen Philosophie (s. unten §14, Anm. 1).Google Scholar
  49. 4.
    Socrates, Historia ecclesiastica, IV, 26 (Migne, P. G., 67, Sp. 528), vgl. Courtonne, Saint Basile et l’Hellénisme, S. 5, Anm. 1.Google Scholar
  50. 5.
    Sozomenos, Historia ecclesiastica, VI, 17 (Migne, P. G., 67, Sp. 1334). — Siehe über Himerios und die Universität Athen zur Zeit von Basilius’ Studien: Petit de Julleville, l’école d’Athènes au IVe siècle après Jésus Christ, Thèse, Paris, 1868, S. 68 ff., F. Schemmel, Die Hochschule von Athen im IV. und V. Jahrhundert n.Chr., in „Neue Jahrbücher für das klassische Altertum“, XXII (1908), S. 498 ff.Google Scholar
  51. 6.
    Ed. Duebner, Bibl. Didot.Google Scholar
  52. 7.
    Ein typischer Zeitgenosse des Himerios war der Philosoph Themistios (etwa 320–390), der zu den bedeutendsten Männern der Zeit gehört. Als echter Eklektiker findet er, daß alle Philosophen demselben Ziele zustreben. Aber auch für ihn bleiben Plato und Aristoteles „die großen Heroen aller Weisheit“ (Überweg-Geyer, 11. Aufl., S.683).Google Scholar
  53. 8.
    Belege bei Gronau, S. 71; Shear, S. 39.Google Scholar
  54. 9.
    Belege bei Shear, S. 37. — Auffällig ist Plato’s Wirkung auf Basilius auch im „Hexaemeron“ (Shear, S. 59), sein Einfluß erstreckt sich aber auch auf andere Werke des Basilius (Shear, S. 5–60; Gronau, S. 49 f., 56, 58).Google Scholar
  55. 10.
    Vgl auch Schilling, S. 88 f., 91, 95.Google Scholar
  56. 11.
    Besonders in den Predigten VI, VII und XXI (Belege bei Dirking, passim, Ergebnis, S. 71).Google Scholar
  57. 12.
    Vgl. Pöhlmann, I, 3. Aufl., S. 449, ferner unten § 8.Google Scholar
  58. 13.
    Nach Aristoteles, Politik II, 4, 1, war der Philosoph Phaleas der erste, der gegen die Ungleichheit des Besitzes auftrat. In Eth. Nik. V, c. 6, 1134 a, 3.3, erblickt Aristoteles in diesem „Mehr-haben-wollen“ (πλέον αὐτῷ νέμειν) das wesentliche Kriterium der Ungerechtigkeit. Gegen das „Mehr-haben-wollen“ richtet sich z.B. Basilius’ VI. Homilie „Über das Wort ‚Ich werde meine Scheunen niederreißen und größere bauen‘“ (Luc. XII, 18) oder über das „Mehr-haben-wollen“ (πεϱὶ πλεονεξίας). Google Scholar
  59. 14.
    Über die Behandlung des Luxus bei den Vätern vgl. Bigelmaier, Festschrift für Ehrhardt (1922), S. 231–244.Google Scholar
  60. 15.
    Vgl. einerseits Plato, Republik, 373a ff., wo er neben Salben, Räucherwerk, Leckereien und Lustdirnen auch die Werke der Bildhauer, Maler, Musiker und Dichter aufführt, andererseits z. B. Chrysostomus, „Stellen über den Luxus“ bei Montfauçon, Bd. XIII (Synopsis).Google Scholar
  61. 16.
    Basilius, „Über den Anfang der Sprüche“, Hom. XII, Kap. 8 (Migne, P. G., 31, 401).Google Scholar
  62. 17.
    Ebenda, 31, Sp. 402/404.Google Scholar
  63. 18.
    Plato, Rep., 332 C.Google Scholar
  64. 19.
    Nik. Eth. V, 3, §7 (1131 a, 1.24 ff.): τὸ γὰϱ δίϰαιον ἐν ταῖς διανομαῖς ὁμολογοῦσι πάντεςϰατ’ἀξίαν τίνα δεῖν εἰναι. Vgl. A. H. Chroust und D. L. Osborn, Aristotles’ Conception of Justice, Notre Dame Law Review XVII, 1942, S. 129 bis 143. Basilius und Aristoteles gebrauchen sogar dieselben Worte.Google Scholar
  65. 20.
    Vgl. Shear, S. 18, Dirking, S. 71 und passim.Google Scholar
  66. 21.
    Vgl. z. B. Valentinians I. Verordnung von 364 (Cod. Theod. I, 29, 1).Google Scholar
  67. 22.
    Plato, Rep., 416d ff., 457c ff., 464c und d, 739c (vgl. unten S. 48).Google Scholar
  68. 23.
    Siehe oben Anm. 17.Google Scholar
  69. 24.
    Vgl. auch Nik. Eth. V, 3 § 8.Google Scholar
  70. 25.
    Ähnlich Fialon, a. a. O., S. 169: „Basile était nourri des lettres grecques et se délassait dans leur commerce... Quand il parlait à son peuple, ces souvenirs profanes se pressent dans son imagination à coté de ceux de la Bible, ces pensées d’emprunt se mêlaient aux siennes, se fondaient avec elles et lui devenaient propres.“ Zustimmend Dirking, S. 71, vgl. Shear, S. 59.Google Scholar
  71. 28.
    Plato, Leges, XI, 918d.Google Scholar
  72. 34.
    Shear, S. 38.Google Scholar
  73. 35.
    Aristoteles, Politica, I, 3, 8 f., 1256b.Google Scholar
  74. 36.
    Basilius, In Luc. 12, 18: 7 (Migne, P. G., 31, Sp.276); In div. 2 (Migne, P. G., 31, Sp. 284). Vgl. Schilling, S. 91, Anm. 3. — Clemens Alexandrinus, Paeda-gogus 2, 12 (Migne, P. G., 8, Sp. 541 if.): „Gott hat den Gebrauch aller Güter gestattet, aber er hat als Maß die Notwendigkeit hinzugefügt“ (Clemens kennt aber noch nicht die Quote).Google Scholar
  75. 37.
    Vgl. Basilius, In div. 7 (Migne, P. G., 31, Sp. 297), mit Plato, Leges 728e und 729a. Siehe hierzu Pöhlmann, I, S. 192 f., Schilling, S. 91, Shear, S. 15.Google Scholar
  76. 38.
    So faßt Plato seine Vorschläge für den „ersten Staat“ in dem Rückblick (Leges 739c) zusammen. Über die Originalvorschläge Platos siehe Rep. 416d ff., 457c ff., 464c und d.Google Scholar
  77. 39.
    Plato, Leges 739e.Google Scholar
  78. 40.
    Leges 740 A.Google Scholar
  79. 41.
    Es sollen immer 5040 Landlose bleiben (Leges 740 B).Google Scholar
  80. 42.
    Leges 740 B, C.Google Scholar
  81. 43.
    Leges 741 B.Google Scholar
  82. 44.
    Leges 742 A.Google Scholar
  83. 45.
    Leges 742 C.Google Scholar
  84. 46.
    νόμον σχῆμα, Plato, Leges, 744 D, E, 745 A.Google Scholar
  85. 47.
    Leges 744 D.Google Scholar
  86. 48.
    Leges 744 E.Google Scholar
  87. 49.
  88. 50.
    Leges 745 A.Google Scholar
  89. 51.
  90. 52.
    Plato nennt diese Abgabe Opfer für das Edle und Gute (ϰατὰ ἀναλώματα). Leges, 743 A; vgl. Pöhlmann, I, 3. Aufl., S. 451, Anm. 8.Google Scholar
  91. 53.
    Vgl. die Belege bei E. F. Bruck, Die Schenkung auf den Todesfall im griechischen Recht, Breslau, 1909, S. 144, Anm. 1 und 2.Google Scholar
  92. 54.
    Chrysostomus, 66. Hom. ad. Matth. (Migne, P. G., 58, Sp. 630.) Vgl. oben S. 25 und unten S. 69.Google Scholar
  93. 55.
    Es ist richtig, daß Plato’s Leges nicht so gut bekannt waren wie seine Politeia (Werner Jaeger, Paideia, III, S. 213). Basilius hatte jedoch fünf Jahre hindurch in Athen, dem Zentrum der griechischen Philosophie studiert (s. oben S. 3); über Übereinstimmungen zwischen Basilius und Plato s. z. B. S. 42 ff., 45 ff. Für die im Text geäußerte Ansicht macht es keinen Unterschied, ob Basilius Platonische Ideen unmittelbar oder durch Vermittlung späterer übernommen hat. — Die Frage der Güterverteilung und das Maß des Vermögens hat z. B. die Kyniker stark beschäftigt. Vgl. u. a. die „Meliamben“ (Gedichte für Gesang unter Musikbegleitung) des Kynikers Kerkidas (2. Hälfte des 3. Jahrh. v. Chr.), der „nicht bloß ein Bettelphilosoph war, sondern ein verantwortlicher Staatsmann, Feldherr und Gesetzgeber seiner Vaterstadt Megalopolis“; ein besonders lebendiger Passus behandelt die Ungerechtigkeit der Güterverteilung (Oxyrhynchos Papyri, VIII, London, 1911, Nr. 1082). Vgl. Überweg-Praechter, Grundriß, I, S. 459; H. von Arnim, Zu den Gedichten des Kerkydas, Wiener Studien 34 (1912), S. 20 ff.; bei Basilius finden sich auch Anklänge an die Kyniker (Schilling, S. 96, Joël, Geschichte der alten Philosophie, S. 21).Google Scholar
  94. 56.
    In seinen Homilien zum Hexaemeron (vgl. H. Müllenhoff, Hermes, II, 1867), S. 252 ff., Plass, De Basilii et Ambrosii excerptis ad historiam animalium pertinentibus, Marburg, 1905; Überweg-Geyer, Grundriß, S. 81, 92; Shear, S. 24 ff.Google Scholar
  95. 57.
    Pöhlmann, I3, S. 470.Google Scholar
  96. 58.
    Aristoteles, Politica, VIII, 7, 7 (1308 B).Google Scholar
  97. 59.
    Vgl. oben S. 19 f.Google Scholar
  98. 60.
    Vgl. u. a. Bardenhewer, III, S. 203, Überweg-Geyer, S. 85, 88, Schilling, S. 105, Gronau, S. 45 ff., 50 f., 67, ferner H. F. Cherniss, The Platonism of Gregor of Nyssa, Berkeley, 1930.Google Scholar
  99. 61.
    Vgl. oben S. 19 f.Google Scholar
  100. 62.
    De Pauperibus amandis, Or. I, Migne, P. G., 46, S. 466 B.Google Scholar
  101. 63.
    Rep., III, 414e.Google Scholar
  102. 64.
    Vgl. Lucian, De morte Peregrini, 10: „Ihr erster Gesetzgeber hat ihnen die Überzeugung beigebracht, daß sie alle untereinander Brüder seien“ (vgl. A. Harnack, Mission und Ausbreitung des Christentums, I, 1924, S. 174).Google Scholar
  103. 65.
    Vgl. die Stellen bei Coleman-Norton, a. a. O., S. 305 ff.Google Scholar
  104. 66.
    Chrysostomus nennt ihn: „diesen meinen Sophisten, der mehr abergläubisch (δεισιδαιμονέστεϱος) als irgend jemand sonst war“ (Liber ad viduam iuniorem I, 2, Migne, P. G., 48, Sp. 60).Google Scholar
  105. 67.
    Siehe oben S. 24.Google Scholar
  106. 68.
    Vgl. unten § 10, S. 62, 74, 125.Google Scholar
  107. 69.
    Basilius, Predigt zur Zeit einer Hungersnot, Kap. 7 (Migne, P. G., 31, Sp. 324): „... beim letzten Gericht, wenn der Herr die Gerechten zu sich ruft, nimmt der Mildtätige die erste Stelle ein; der Vater der Armen ist der erste unter denen, die belohnt werden... Wer nicht freigebig war, sondern geizig, wird vor allen Sündern dem Feuer übergeben. Die Zeitverhältnisse erinnern Dich an dieses Hauptgebot“ — Chrysostomus, 66. Hom. ad Matth. (Migne, P. G., 58, Sp. 631): „Denn wenn Du hier eifrig Steuern zahlst, weil Dir im Falle der Nichtzahlung schwerste Strafen angedroht sind, so bedenke auch, daß das Unterlassen des Almosengebens weit schrecklicher bestraft wird. Allerdings wirst Du dann nicht gebunden oder ins Gefängnis gestürzt werden, vielmehr wird es eine Strafe sein, die kein Ende nehmen wird.“ Ähnlich Hom. 64 ad Matth. (Migne, P. G., 58, Sp. 614); de verbis Apostoli, habentes eundem spiritum, I, 8 (Migne, P. G., 51, Sp. 278); Hom. VII, de poenitentia (Migne, 49, Sp. 332 f.); de Lazaro concio, 4 (Migne, 48, Sp. 988); Hom. ad populum Antiochenum, II, 7 (Migne, P. G., 49, Sp.42); in epist. ad Titum, Kap. 3, Hom. VI (Migne, P.G., 62, Sp. 698) u.a. — Charakteristisch ist Gregor von Nyssa’s realistische Schilderung in der zweiten Rede, über die Liebe zu den Armen (Migne, P. G., 46, Sp. 460 f.), wo er über den in der Hölle durstenden Reichen sagt: Er „sehnte sich sogar, mit der Zunge die Feuchtigkeit am Finger des Bettlers abzulecken“. — Ober Propaganda mit juristischen Argumenten s. oben § 5, III, S. 26 ff.Google Scholar
  108. 70.
    Vgl. für die griechische Philosophie im allgemeinen Überweg-Geyer, S. 431, auch S. 10, 61 ff.Google Scholar
  109. 1.
    Als die Christenverfolgungen aufhörten, ersetzte das asketische Ideal des Mönchtums nach und nach das alte christliche Ideal des Märtyrertums (Edward E. Malone, The Monk and the Martyr, Washington, 1950; Besprechung von B. Altaner, Theologische Literaturzeitung, 1952, S. 738; Norman H. Baynes. The Thought-World of East Rome, London, 1947, S. 7 und 39, Anm. 7). — Das Wort „Askese“ bedeutet bekanntlich Übung, von askesis („Übung“), besonders des Athleten, abgeleitet. In der philosophischen Sprache bezeichnet es das Studium oder die sittliche Übung und Zucht. In diesem Sinne haben die Kirchenväter das Wort in den christlichen Sprachschatz eingeführt. Vgl. Edwin Hatch, The Influence of Greek Ideas and Usages upon the Christian Church, Edinburgh, 1890, S. 148 ff.; R. Seeberg, Art. „Askese“ in Herzog-Hauck’s Realenzyklopädie für protestantische Theologie und Kirche, 3. Aufl., II, S. 134; Th. Hopfner, Art. „Askese“, Pauly-Wissowa, Suppl. Bd. VII, 1940, S. 50 ff.Google Scholar
  110. 2.
    Vgl. unten S. 73.Google Scholar
  111. 3.
    Ad. Harnack, Das Mönchtum, seine Ideale und seine Geschichte, 2. Aufl., Gießen, 1882, S. 22.Google Scholar
  112. 4.
    E. Troeltschy Augustin, die christliche Antike und das Mittelalter, 1915, S. 82.Google Scholar
  113. 5.
    Seeberg, S. 136. — A. Kranich, Die Asketik in ihrer dogmatischen Grundlage bei Basilius dem Großen, Paderborn, 1896, S. 1. — Über asketische Tendenzen schon bei Griechen und Römern s. Clifford Harschet Moore, Greek and Roman Ascetic Tendencies, Harvard Essays on Classical Subjects, herausgegeben von H. W. Smyth, 1912.Google Scholar
  114. 6.
    Franz Cumont, Die orientalischen Religionen im römischen Heidentum, 3. Aufl. (nach der 4. französischen), Leipzig, 1931, S. 219, Anm. 39.Google Scholar
  115. 7.
    Wilhelm Schepelern, Der Montanismus und die phrygischen Kulte, übersetzt von W. Baur, Tübingen, 1929.Google Scholar
  116. 8.
    Über Marcion siehe Altaner, S. 74 f., Lietzmann, Geschichte der alten Kirche, II (1936), S. 270.Google Scholar
  117. 9.
    Lietzmann, II, S. 267.Google Scholar
  118. 10.
    Lietzmann, II, S. 267.Google Scholar
  119. 11.
    Unter analogen Verhältnissen hatten bereits die griechischen Philosophen aller Schulen, besonders die Neuplatoniker, gemahnt, indem sie versuchten, den Menschen von der äußeren Wirklichkeit zur Einkehr in sich selbst zu führen, ihn in erster Linie für das Leben seiner Seele zu interessieren (vgl. etwa Wendland, Hellenistisch-römische Kultur, S. 21, Rudolf Hirzel,Die Person, Begriff und Namen derselben im Altertum, Sitzungsberichte der Bayer. Akad. d. Wissenschaften, Phil. hist. Klasse, Jahrgang 1914, S. 30 ff., auch Zeller, Philosophie der Griechen, 3. Aufl., III, 1 (1880), S. 346 ff.). Schon damals war ein wichtiges Motiv für die Weltflucht der Zusammenbruch der äußeren Welt gewesen, das an politischen, wirtschaftlichen und sozialen Katastrophen reiche Zeitalter.Google Scholar
  120. 12.
    Harnack, Mönchstum, S. 17, der den Zug zur Askese allerdings mehr auf die Ermüdung der alten Kultur zurückführt. Vgl. noch Troeltsch, Soziallehren, S. 99.Google Scholar
  121. 13.
    Basilius, Regulae brevius tractatae, 31. Frage (oben S. 4). — Die westliche Kirche ging nicht so weit. Sie verbot Klerikern und Mönchen nicht die Freude, nur ihren Mißbrauch. Vgl. von Schubert, Geschichte der christlichen Kirche im Frühmittelalter, 1917, S. 278.Google Scholar
  122. 14.
    Basilius, Hom. in Psalm. 148, ferner Regulae fusius tractatae, 32. Frage, Kap. 1 (Migne, P. G., 31, Sp. 993 ff.): „Den einmal in die Brüderschaft Aufgenommenen darf von den Vorgesetzten nicht gestattet werden, sich zu zerstreuen, oder unter dem Vorwande, die Verwandten zu besuchen, sich von den Brüdern zu trennen... oder sich Sorgen zu machen, um die fleischlichen Verwandten zu unterhalten... Überhaupt darf man weder einem Verwandten noch einem Fremden erlauben, sich mit den Brüdern in ein Gespräch einzulassen, wenn wir von ihm nicht die Überzeugung haben, daß die Unterredungen Erbauung und Vervollkommnung der Seelen bewirken.“ — Vgl. Justinians Novelle, 133, Kap. 3: „Die Mönche haben keine Verwandten mehr auf der Erde, da sie ja ein dem Himmel geweihtes Leben führen.“Google Scholar
  123. 15.
    Hieronymus, Epist., XIV, Kap. 10 (Migne, P. G., 22, Sp.353 f.): „O Wüste, frühlingsduftig von den Blumen Christi! O Einsamkeit, in der die Steine ausgeboren und gestaltet werden, aus welcher in der geheimen Offenbarung die Stadt des großen Königs erbaut wird! O Einsamkeit, wo man sich vertrauter an Gott erfreut. Was treibst Du dort, Bruder, in der Welt, der Du größer bist als die Welt? Wie lange sollen Dich die Schatten der Häuser festhalten? Wie lange die Kerker rauchiger Städte einschließen? Glaube mir: Ich weiß nicht, wo ich mehr Licht erblicke! Hier kann man der Bürde des Körpers sich entledigen und zum reinen Glanze des Äthers sich emporschwingen! Du fürchtest die Armut? Aber Christus preist die Armen selig!... Du denkst an die knappe Nahrung? Aber der Glaube fürchtet nicht den Hunger! Du scheust Dich, auf die bloße Erde die vom Fasten ausgehungerten Glieder zu strecken? Aber es schläft der Herr bei Dir!... So lustwandle im Geist durchs Paradies!... Die rauhe Haut schrumpft ohne Bäder zusammen, aber wer in Christo einmal gewaschen ist, hat nicht nötig, sich abermals zu waschen! Kurz, auf alle Einwendungen höre schon den Apostel antworten: Die Leiden dieser Zeit sind nicht zu vergleichen mit der Herrlichkeit, die an uns soll offenbar werden (Römer 8, 18).“Google Scholar
  124. 16.
    Cassianus, Collationes Patrum, VIII, 1 (Migne, P. G., 49, Sp. 353 f.): „Nach Entlassung der in der Kirche Versammelten kehrten wir in die Zelle des Greises zurück und wurden... auf das trefflichste bewirtet. Denn zu dem Salzwasser, das mit einem Tropfen Öl übergössen, zur täglichen Labung vorgesetzt zu werden pflegte, nahm er nur wenig Salzsaft und goß etwas mehr Öl als gewöhnlich darüber... dann setzte er geriebenes Salz vor und drei Oliven, worauf er noch ein Körbchen brachte, das gedörrte Kichererbsen enthielt, was jene ‚Trogalia‘nennen. Davon nahmen wir ein jeder fünf Körner, je zwei Pflaumen und eine Feige. Denn in jener Wüste gilt es für einen faux pas, diese Zahl zu überschreiten.“Google Scholar
  125. 17.
    Vgl. oben S. 6, Anm. 15.Google Scholar
  126. 18.
    Über die Verbreitung des Christentums in den oberen Ständen siehe S. Achelis, Das Christentum in den ersten drei Jahrhunderten, 1912, II, S. 382 ff.,Google Scholar
  127. 18a.
    A. Harnack, Die Mission und Ausbreitung des Christentums in den ersten drei Jahrhunderten, II3, 1915, S. 30 ff., ferner Lietzmann, Geschichte der alten Kirche, II, S. 295 (mit Bezug auf Clemens Alexandrinus), Troeltsch, Soziallehren, I, S. 112 ff.Google Scholar
  128. 19.
    Vgl. oben S. 3 und unten S. 123 f. für das Zeitalter Justinians.Google Scholar
  129. 20.
    Gregor von Nazianz, Trauerrede auf Basilius, c. 9 (Migne, P. G., 36, Sp. 504 f).Google Scholar
  130. 21.
    Z. B. Gregor von Nyssa, De paup. am., I (Migne, P. G., 46, Sp. 463): „Drinnen... in der Werkstätte des Mammon speien die einen wie überladene Schiffe die Nahrung aus, andere schlafen am Tische ein, während noch die Becher vor ihnen stehen.“Google Scholar
  131. 22.
    Z. B. Gregor von Nyssa, De paup. amandis, I (Migne, P. G., 46, Sp. 468 A, B): „Sie... lassen sich zur Aufführung großartiger Gebäude hinreißen und verwenden ihren Wohlstand auf große und geschmückte Häuser... aus vielen Talenten lassen sie silberne Tische vom Silberarbeiter verfertigen, die einen glatt gearbeitet, die anderen mit künstlich getriebener Arbeit versehen, so daß zugleich mit dem Schlunde auch das Auge an den geschichtlichen Darstellungen sich ergötzen kann.“ Vgl. auch oben S. 66 f.Google Scholar
  132. 23.
    Vgl. Lietzmann, II, S. 296; Harnack, Mission, I, S. 175, Anm. 2.Google Scholar
  133. 24.
    Walther Völker, Das Vollkommenheitsideal des Origenes (Beiträge zur historischen Theologie, Bd. 7), Tübingen, 1931, S. 227, cf. Altaner, S. 54, 55, ferner unten § 9, Anm. 1.Google Scholar
  134. 25.
    Völker, S. 220 (mit Belegstellen).Google Scholar
  135. 26.
    Völker, S. 228.Google Scholar
  136. 27.
    Didaché, VI, 2, siehe hierzu Lietzmann, I, S. 214. Sie war nach 180 n. Chr. geschrieben, enthält aber Material aus früherer Zeit (Telfer, Journal of Theological Studies, vol. 40, 1939. Ich verdanke dieses Zitat Professor A. D. Nock). Google Scholar
  137. 28.
    Näheres bei Bruck, Ethics vs. Law: St. Paul, the Fathers of the Church and the „cheerful giver“ in Roman Law, Traditio, Bd. II, 1944, S. 106 f., und „Über römisches Recht im Rahmen der Kulturgeschichte“, S. 114 f.Google Scholar
  138. 29.
    Clemens Alexandrinus, Quis dives salv., c. 18 (Migne, P. G., 9, Sp. 621).Google Scholar
  139. 30.
    Clemens Alexandrinus, ebenda, c. 3 (Migne, P. G., 9, Sp. 605 ff.).Google Scholar
  140. 31.
    Näheres bei Bruck, a. a. O. Das Thema von der Gesinnung des Schenkers ist später besonders von Chrysostomus vertieft worden. Vgl. auch unten S. 125.Google Scholar
  141. 32.
    Migne, P. G., 8, Sp. 541 ff.Google Scholar
  142. 33.
    Siehe hierzu Seipel, Die wirtschaftsethischen Lehren der Kirchenväter, S. 86.Google Scholar
  143. 34.
    Ein Vorläufer der Idee der Seelquote kann auch in Clemens’ Auslegung (Clemens Alexandrinus, Quis dives salv., Kap. 13, Migne, P. G., 9, Sp. 617) von Lukas 19, 8 gefunden werden. Dort sagt Zachäus, der Zöllner: „Die Hälfte meines Besitzes gebe ich den Armen, und so ich jemanden betrogen habe, erstatte ich es vierfach.“ Clemens nimmt hier an, daß Christus dem Zachäus befohlen hätte, die Hälfte seines Besitzes den Armen zu geben. Clemens nennt die Hälfte, die Zachäus behalten darf, den „gerechten Anteil“ (dikaia, „Krisis“, wörtlich: „Scheidung“, „Teilung“, d.h. das Resultat derselben: „den Anteil“). Die andere Hälfte, die Zachäus weggeben muß, nennt er „den ungerechten Anteil“. Aber hier handelt es sich nur um die Interpretation eines Einzelfalles. Eine allgemeine Regel gibt Clemens nicht.Google Scholar
  144. 35.
    Insbesondere mit Aristoteles, Eth. Nik., V, c. 6, 1134a, 33, und Politica, I, 3, 8 f., 1256b, s. oben § 7, Anm. 13 und 35.Google Scholar
  145. Vgl. auch Altaner, S. 115; Schilling, S.40.Google Scholar
  146. 38.
    Vgl. A. Kranich, Die Asketik in ihrer dogmatischen Grundlage bei Basilius dem Großen, Paderborn, 1896.Google Scholar
  147. 37.
    Basilius, Regulae fusius tractatae, 17. Frage, Kap. 2 (Migne, P. G., 31, Sp. 964): „Die Enthaltsamkeit ist... Abtötung des Körpers bis selbst auf die natürlichen Regungen und Begierden“ ..., ferner Regulae brevius tractatae, 85. Frage (Migne, P. G., 31, Sp. 1143). „Wer also sagt, daß etwas sein sei, der sondert sich von der Kirche Gottes und von der Liebe des Herrn, der durch Wort und Tat gelehrt hat, daß man für seine Freunde sein Leben einsetzen müsse, geschweige die zeitlichen Güter.“ — Ebenso heißt es in Basilius’ Brief an Gregor von Nazianz (Mauriner-Ausgabe, Nr. 2), Kap. 2 (Migne, 29, Sp. 225): „Die Lostrennung von der Welt besteht darin, daß man die Seele losreißt von der Anhänglichkeit an den Körper und daß man wird ohne Stadt, ohne Haus, ohne Eigentum, ohne Freunde, ohne Besitz, ohne Lebensunterhalt, ohne Geschäft, ohne Verkehr, ohne menschliche Wissenschaft, bereit, die Unterweisungen aufzunehmen, die von der göttlichen Seele ausgehen.“Google Scholar
  148. 38.
    Cassianus, De institutis coenobiorum, VII, c. 19.Google Scholar
  149. 39.
    Migne, 31, Sp. 204.Google Scholar
  150. 40.
    Migne, P. G., 31, Sp. 281.Google Scholar
  151. 41.
    Basilius, „Über die Verachtung der irdischen Dinge“, Or. XIX, Kap. 8 am Anfang, Sp. 554.Google Scholar
  152. 42.
    Migne, P. G., 31, Sp. 629.Google Scholar
  153. 48.
    Vgl. Bardenhewer, III, S. 142.Google Scholar
  154. Kranich, a. a. O., S. 6, 70 f., hegt keine Zweifel an der Echtheit und verwendet die Homilie vielfach zum Beweise von Basilius’ Lehre.Google Scholar
  155. 44.
    Chrysostomus, Adversus oppugnatores vitae monasticae (Migne, P. G., 47, Sp. 319 if.) und Paraeneses ad Theodorum Lapsum (Migne, P. G., 47, Sp. 277 ff.).Google Scholar
  156. 45.
    De Lazaro, Hom. 2, 4 (Migne, P. G., 48, Sp. 988).Google Scholar
  157. 46.
    Hom. ad Matth. (57), Migne, P. G., 58, Sp. 708.Google Scholar
  158. Ähnlich u. a. in Hom. 35 ad Matth. 3 (Migne, P. G., 57, Sp. 409). Ecloga de eleemosyna et hospitalitate, Hom. XII (Migne, P. G., 63, Sp. 790).Google Scholar
  159. Basilius’ und Chrysostomus’ radikale Forderungen, daß das gesamte Vermögen den Armen zu geben ist, wachsen nicht aus ökonomisch-materialistischen Auffassungen heraus, sondern aus ihrer asketischen Einstellung.Google Scholar
  160. 47.
    Vgl. z. B. Chrysostomus, Epist. ad Rom., Hom. XXI, 2 (Migne, P. G., 60, Sp. 603–605); De petitione filiorum Zebedaei, contra Anomoeos, VII, 2 (Migne, P. G., 48, Sp. 770). Vgl. E. F. Bruck, Die Gesinnung des Schenkers bei Johannes Chrysostomus (Mnemosyna Pappoulias, Athen, 1934), S. 68, 70.Google Scholar
  161. 48.
    Vgl. oben S. 17.Google Scholar
  162. 49.
    M. Rostovtzew, Studien zur Geschichte des römischen Kolonates (1. Beiheft zum Archiv für Papyrusforschung), 1910, S. 253, 255 f.; ferner Gesellschaft und Wirtschaft im römischen Kaiserreich, Bd. II, S. 3, 281, Anm. 7, 282. Vgl. noch Honigmann, Art. „Cappadocia“ in Pauly-Wissowa, R. E. Suppl. IV (1924), Sp. 978 ff.Google Scholar
  163. 50.
    Or. 6, Kap. 2 (Migne, P. G., 31, Sp. 284 f.).Google Scholar
  164. 51.
    De paup. am. (Or. 14, Kap. 17) (Migne, P. G., 35, Sp. 880); vgl. auch Gregor von Nyssa, De paup. am., I (Migne, P. G., 46, Sp. 468 A, B), oben S. 60, Anm. 22.Google Scholar
  165. 52.
    Vgl. oben § 3, IV.Google Scholar
  166. 53.
    Migne, P. L., 25, Sp. 267; vgl. Hieronymus, Epist.7 (Migne, P.L., 130, Sp. 983): negotiatoribus et avidissimis mortalium Syris, nobilium puellarum nuptius vendere (s. unten § 24, I). — Über die Syrer und ihre Beziehungen zum Handel s. P. Scheffer-Boichorst, Zur Geschichte der Syrer im Abendlande, Gesammelte Schriften, II, S. 295 ff., Charles Diehl, Justinien et la civilisation Byzantine au sixième siècle, S. 580, 571.Google Scholar
  167. 54.
    Vgl. oben § 7.Google Scholar
  168. 55.
    Vgl. oben S. 6 f.Google Scholar
  169. 56.
    Vgl. oben S. 8. Im gleichen Sinne predigt Gregor von Nyssa gegen die „harten Tyrannen“ und „rohen Barbaren... wilder als die wilden Tiere“, die „sogar vom dritten oder fünften Teil ihre Brüder verdrängen“ wollen; „denn ein Wolf läßt den andern am Fräße teilnehmen“ (De paup. am., Or. 1, Migne, 46, Sp. 466). Vgl. oben § 4, II, S. 20. Die Einschränkung läßt die Konzession erkennen.Google Scholar
  170. 57.
    Migne, 61, Sp. 130 (vgl. Schilling, S. 122 f., Pöhlmann, II, S. 490, Seipel, S. 107, Anm. 120).Google Scholar
  171. 58.
    Chrysostomus, Hom. 66 ad Matth. 4 (Migne, P. G., 58, Sp. 630).Google Scholar
  172. 1.
    Z.B. von Schubert, Geschichte der christlichen Kirche im Frühmittelalter, S. 62 und passim, der von den „Tugendvirtuosen“ spricht. Anderer Meinung Troeltsch, Soziallehren, S. 105, 232 f., vgl. S. 203, und mit anderen Gründen, Grabmann, Das christliche Lebensideal nach Thomas, Historisch-Politische Blätter, 1906, S. 99 (mir unzugänglich); N. H. Baynes, The Thought-World of East Rome, London, 1947, S. 7, 38, Anm. 7–9.Google Scholar
  173. 2.
    Ed. Zeller, Die Philosophie der Griechen in ihrer geschichtlichen Entwicklung, Leipzig, Bd. III, 12. Aufl., 1880, S. 265; Seipel, Die wirtschaftsethischen Lehren der Kirchenväter, S. 107, Anm. 121.Google Scholar
  174. 3.
    Die Unterscheidung ist bereits übernommen bei Clemens Alexandrinus, III, 11 (Troeltsch, a. a. O., S. 105, Anm. 53). Vgl. auch oben S. 61 f. — Ambrosius (Officia, I, 36 und 37) hat den stoischen Begriff der vollkommenen und mittleren Pflichten auf die consilia und praecepta angewendet (vgl. Chr. E. Luthardt, Geschichte der christlichen Ethik, I, Leipzig, 1888, S. 177; Seipel, S. 107, Anm. 121; Troeltsch, S. 105, Anm. 53).Google Scholar
  175. 4.
    Schmekel, Die Philosophie der mittleren Stoa (Berlin, 1892), S. 212, Überweg-Praechter, Grundzüge der Philosophie des Altertums, S. 502.Google Scholar
  176. 5.
    J. B. Lightfoot, St. Paul’s Epistle to the Philippians, S. 309; M. S. Enslin, The Ethics of Paul (New York, 1930), S. 33; Bruch, Traditio, II, S. 112, Anm. 109, und Über römisches Recht, S. 109.Google Scholar
  177. 6.
    Troeltsch, S. 203, 232 (im Hinblick auf das Mittelalter).Google Scholar
  178. 7.
    Basilius, Sermo asceticus, de renuntiatione saeculi, 2 (Mìgne, P. G., 31, Sp. 628). Ähnlich im Anschluß an ihn Gregor von Nazianz, Trauerrede auf Gorgonia, Kap. 8 (Migne, P.G., 35, Sp.798).Google Scholar
  179. 8.
    Siehe hierzu Karl Holly Enthusiasmus und Bußgewalt beim griechischen Mönchtum, Leipzig, 1898, S. 167; Baynes, a. a. O., S. 38, Anm. 7.Google Scholar
  180. 9.
    Vgl. oben S. 60 und unten S. 83 f.Google Scholar
  181. 10.
    Vgl. W. Herrmann, Über den Begriff der Mäßigung in der patristischen und scholastischen Ethik, Bonner Diss., 1913;Google Scholar
  182. 10.
    H. Kalchreuter, Die Mesotes bei und vor Aristoteles, Tübinger Diss., 1911, auch Michael Wittmann, Die Ethik des Aristoteles, Regensburg, 1920, die allerdings die Quote nicht erwähnen.Google Scholar
  183. 11.
    Chrysostomus, Ad pop. Ant., Hom. 2, 5 (II, 26), vgl. Schilling, Reichtum und Eigentum in der altkirchlichen Literatur, S. 111 und S. 45. Schon bei Clemens Alexandrinus findet sich der Grundsatz bez. des Genusses: ἀγαϑὴ ἡ μέση ϰατάστασις (Paedagogus 2, 1). Vgl. Schilling, S. 45.Google Scholar
  184. 1.
    Gregor von Nazianz, Trauerrede auf Basilius, Or. XLIII, 63 (Migne, P. G., 36, Sp. 577). Siehe Lukas Vischer, Basilius der Große, Theol. Diss., Basel, 1953, S. 140 ff. — Auch Chrysostomus erbaute Krankenhäuser (Palladei dialogus de vita S. Joh. Chrysostomi, c. 5 ed. P. R. Coleman-Norton, Cambridge, 1928), vgl. Hans-Rudolf Hagemann, Die Stellung der Piae Causae nach Justinianischem Rechte, Basel, 1953, S. 42.Google Scholar
  185. 2.
    Gregor von Nyssa, or. in laudem fratris Basilii (Migne, 46, 809c); vgl. Vischer, a. a. O.Google Scholar
  186. 3.
    Epist., 142, 143.Google Scholar
  187. 4.
    So mehrfach in Hom. 85 ad Matth. (Migne, P. G., 58, Sp. 759 ff.) und Hom. 21 ad Epist. I ad Corinth. (Migne, P. G., 61, Sp. 178 ff.). Vgl. Bruck, Kirchlich-soziales Erbrecht in Byzanz, Chrysostomus und die Mazedonischen Kaiser, Studi Riccobono, III, S. 392 ff. — Über Chrysostomus’ sozialpolitische Ideen s. Oertel, Appendix zu Pöhlmann, 2. Aufl., 1925, S. 568. — Die Bedeutung des sozialen Werks der Kirche wird auch von den lateinischen Vätern immer wieder betont. Vgl. u. a. J. Seipel, Die wirtschaftsethischen Lehren der Kirchenväter, 1907; Georg Ratzinger, Geschichte der kirchlichen Armenpflege, 2. Aufl., Freiburg i. Br., 1884; O. Schilling, Reichtum und Eigentum in der altkirchlichen Literatur; Joh. Leipoldt, Der soziale Gedanke in der altchristlichen Kirche, Leipzig, 1952; Stanislas Giet, Les idées et l’action sociales de Saint Basile, Thèse, Paris, 1941; Lukas Vischer (a. a. O.).Google Scholar
  188. 5.
    Hom. 21, in epist. I ad Cor. 7, 190 (Migne, P. G., LXI, Sp. 179).Google Scholar
  189. 6.
    Hom. 66 ad Matth. 3 (Migne, P. G., LVIII, Sp.630). Ähnlich Hom. 21, in epist. I ad Cor. (Migne, P. G., LXI, Sp. 180).Google Scholar
  190. 7.
    Hom. 80 in Matth. (Migne, P. G., LVIII, Sp. 726). Ebenso Hom. 51, 4 (Migne, P. G., LVIII, Sp. 509 ff.).Google Scholar
  191. 8.
    Siehe oben § 7, XII. — Die Idee, daß niemand gezwungen ist zu geben, begegnete schon bei den älteren Vätern. Nur so ist die „Reinheit der Gaben“ gesichert. Diese Lehre wurde z.B. von Irenaeus von Lyon, Adv. haer. 4, 2, 4 (Stieren, 563), und Cyprianus, De Op. et eleemos., c. 25 (herausgegeben von Haertel, I, 393 ff.) gepredigt. Vgl. G. Uhlhorn, Die christliche Liebestätigkeit der alten Kirche, Stuttgart, 1882, I, S. 142; Schilling, a. a. O., S. 56, 60 ff.Google Scholar
  192. 9.
    Siehe unten § 18, II, S. 125. — Andererseits bemühen sich die Väter die Gaben für den Armen durch die Androhung von Strafen im Jenseits zu sichern, z.B. Chrysostomus, Hom. 58 ad Matth. (Migne, P. G., 58, 614 und 631), Hom. IV ad Matth. (Migne, 57, Sp. 50), de verbis Apostoli habentes eundem spiritum, I (Migne, 51, Sp. 278), de Lazaro concio (Migne, 48, Sp. 988).Google Scholar
  193. 10.
    Hom. ad Matth. 4, 5 (Migne, P. G., 58, Sp. 524).Google Scholar
  194. 11.
    Loening, Geschichte des deutschen Kirchenrechts, I, 1878, S. 234 f. (Versuche, die bischöfliche Verwaltung des Kirchenvermögens unter Kontrolle zu stellen, gemäß dem Beschluß der Synode von Antiochia von 341 n. Chr., wurden nicht durchgeführt); Ulrich Stutz, Geschichte des kirchlichen Benefizialwesens, 1895, S. 5 ff.; Hagemann, S. 6 f., 34 f.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Göttingen · Heidelberg 1956

Authors and Affiliations

  • Eberhard F. Bruck

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