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Logische Elementarlehre (Aussagenkalkül)

  • Ulrich Klug

Zusammenfassung

In der modernen Theorie pflegt man vom Aussagenkalkül als dem elementarsten Teil der Logik auszugehen. In ihm werden die Aussagen in ihren logischen Verknüpfungen ohne Berücksichtigung der individuellen Gestalt und ihrer verschiedenen Inhalte nur als Ganzes behandelt. In diesem Zweig des Logikkalküls ist der Unterschied zwischen einfachen Aussagen von der Art solcher Sätze wie „Der Angeklagte ist unschuldig“ oder „Das Wechsel-und Scheckrecht ist ein Weltrecht“ oder „In der Thomas-Mann-Straße ist das Überholen verboten“ und Aussagen komplizierter Struktur, wofür etwa Satz 1 des § 263 StGB64 als Beispiel gelten mag, irrelevant.

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Literatur

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    Hans Reichenbach, Wahrscheinlichkeitslehre, Leiden 1935, S. 365 ff. und S. 380 ff. Aus der umfangreichen Literatur zum Problem mehrwertiger und modaler Logiksysteme seien ferner hervorgehoben: Post, Introduction to a general theory of elementary propositions, Am. Journ. Math. 43, 180 (1921); Lukasiewicz-Tarski, Untersuchungen über den Aussagenkalkül, Comptes Rendus Soc. Sciences Varsovie 23 (1930) A. III, und ebenda S. 52-77 Philosophische Bemerkungen zu mehrwertigen Systemen des Aussagenkalküls; O. Becker, Zur Logik der Modalitäten, Jahrb. Phänom. 11 (1930); ders., Ein „natürliches“ formales System der logischen Modalitäten, Bl. f. dt. Phil. XVII (1944); ders., Logistik IV. Abschnitt; ders., Modalkalkül; Lewis-Langford, Symbolic logic, New York, London 1932, Kap. VII; J. B. Rosser und A. R. Turquette, Many-valued logics, Amsterdam 1952.CrossRefGoogle Scholar
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    Deshalb sprechen z. B. v. Liszt-Schmidt [Lehrbuch des deutschen Strafrechts, Allgemeiner Teil, 26. Aufl. (1932), S. 357] richtigerweise nur in derartigen Fällen von Alternativität, während es im deutschen Strafrecht sonst üblich ist, in logisch bedenklicher Weise bei der Lehre von der Gesetzeskonkurrenz den Alternativitätsbegriff zu verwenden. Vgl. hierzu U. Klug, Zum Begriff der Gesetzeskonkurrenz, Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft 68, 399 ff. (1956).CrossRefGoogle Scholar
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    Dazu H. Fiedler, ARSP XLV, 441 (1959).Google Scholar
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    Die Aufhellung einer schwierigen Problematik durch die Auswertung der Lehre von den verschiedenen Bedingungsbegriffen gelingt G. Spendel in seinen Untersuchungen: Der sog. Umkehrschluß aus § 59 StGB nach der subjektiven Versuchstheorie, Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft 69, 441 ff. (1957).CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • Ulrich Klug
    • 1
  1. 1.Kriminalwissenschaftliches InstitutUniversität Albertus Magnus-PlatzKöln 41Deutschland

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