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Die Verletzung von Denkgesetzen im Recht

  • Ulrich Klug

Zusammenfassung

Die Frage nach einer eventuellen Verletzung der Denkgesetze tritt in der Jurisprudenz häufig auf und spielt auch praktisch eine wichtige Rolle. Ihre Bedeutung kann sich vor allem in Strafprozessen bis zu tragischem Ausmaß steigern, wie sich anhand des von Peters bearbeiteten umfangreichen Materials aus Wiederaufnahmeverfahren zeigte392c. So gilt es in Rechtsprechung und Schrifttum als ausgemacht, daß Verletzungen von Denkgesetzen bei der Begründung einer rechtlichen Entscheidung geeignet sind, diese gegebenenfalls anfechtbar zu machen. Ein besonders wichtiger Fall ist die Revision. Hier sind vor allem zwei Fragen bedeutsam: Erstens die Frage, wie ein Verstoß gegen die Denkgesetze — d. h. eine Verletzung der Gesetze der Logik — prozeßtechnisch im System der Revisionsgründe eingeordnet werden kann, da doch Denkgesetze offensichtlich keine Rechtsnormen sind, und zweitens die Frage, welche denkgesetzlichen Verstöße überhaupt in Betracht kommen. Diesen beiden Problemkreisen wenden sich die folgenden Überlegungen zu, wobei die juristische Redeweise weitgehend beibehalten und von Denkgesetzen gesprochen wird, obwohl mit diesem Ausdruck stets die Gesetze der Logik gemeint sind und nichts anderes.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • Ulrich Klug
    • 1
  1. 1.Kriminalwissenschaftliches InstitutUniversität Albertus Magnus-PlatzKöln 41Deutschland

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