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Der Umkehrschluß (argumentum e contrario)

  • Ulrich Klug

Zusammenfassung

Im Zusammenhang mit dem Analogieproblem wird meist auch der Umkehrschluß behandelt, da bei Zweifelsfragen hinsichtlich der Anwendung bestimmter Gesetze nicht selten beide Schlußformen zugleich zur Debatte stehen. Bevor jedoch auf das Verhältnis von Analogie- und Umkehrschluß eingegangen wird (vgl. § 11), ist zunächst der Umkehrschluß selbst einer logischen Analyse zu unterziehen.

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Literatur

  1. 346.
    J. Bochenski, Logik der Religion, übers. u. mit Anm. versehen von A. Menne, Köln 1968, 50.3. Ob die Analogie als Homöomorphie mit einer ein-mehrdeutigen Relation als Korrektor definiert werden kann, läßt Bochenski offen. Prima facie scheint auch dieser Weg für die logische Analyse des juristischen Analogieschlusses nicht gangbar zu sein. — Zum Analogieproblem vgl. ferner C. G. Hempel, Studies in the logic of confirmation, Mind 54 (1945), sowie C. G. Hempel, P. Oppenheim, A syntactical definition of probability and of degrees of confirmation, Journal of Symbolic Logic 10 (1945) und dies., A definition of »degree of confirmation«, Philos. of Science 12 (1945). — Zum teleologischen Aspekt vgl. Engisch, Jurist. Denken S. 150, und W. Sax, Das strafrechtliche Analogieverbot, Göttingen 1953, S. 152 ff. — Vgl. ferner: B. Juhos, Über Analogieschlüsse, Studium Generale 1956, S. 126 ff., A. G. Conte, Ricerche in tema d’interpretazione analogica, Pavia 1957; T. Heller, Logik und Axiologie der analogen Rechtsanwendung, Berlin 1961; D. Horn, Studien zur Rolle der Logik bei der Anwendung des Gesetzes, Berlin 1962, S. 118-121; E. García Maýnez, Die Argumente a simili ad simile, a maiore ad minus und a minore ad maius, ARSP Beiheft Nr. 41, S. 115 ff. (1965).Google Scholar
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    Vgl. Spendel, Der sog. Umkehrschluß aus § 59 StGB nach der subjektiven Versuchstheorie, Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft 69, 441 ff. (1957), W. Sax, Zum logischen und sachlichen Gehalt des sog. „Umkehrschlusses aus § 59 StGB“, JZ 1964, S. 241 ff., und Spendel, Kritik der subjektiven Versuchstheorie, NJW 1965, S. 1885 ff.CrossRefGoogle Scholar
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    Kelsen, Zur Theorie der Interpretation, Revue Internationale de la Théorie du Droit VIII, 14 (1934).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • Ulrich Klug
    • 1
  1. 1.Kriminalwissenschaftliches InstitutUniversität Albertus Magnus-PlatzKöln 41Deutschland

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