Dakryozystographische Befunde und therapeutische Konsequenzen

  • H. Busse
  • G. Jünemann
  • L. Mewe
Part of the Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft book series (OPHTHALMOLOG, volume 76)

Zusammenfassung

Die Aussagekraft dakryozystographischer Befunde zur Indikationsstellung für die operative Wiederherstellung des Tränenabflusses wird gelegentlich in Zweifel gezogen. Nach eigener Auffassung muß es sich um die Folge schlechter Erfahrungen mit dieser Methode handeln, deren Ursache in einer mangelhaften Untersuchungs- oder Aufnahmetechnik zu suchen ist. Bei exakter Durchführung des Verfahrens unter Verwendung der Bangerter-Sonde (Busse u. Hollwich, 1978) oder eines PE-Katheters (Gulotta u. von Denffer, 1976) zur Auffüllung der Tränenwege stellt die Dakryozystographie nach unserer Erfahrung einen entscheidenden Faktor in der präoperativen Diagnostik dar, da sie einen bildhaften und damit reellen Eindruck des vorhandenen Schleimhautgewebes der Tränenwege vermittelt. Diese Kenntnis bildet die Voraussetzung für die gezielte operative Wiederherstellung des Tränenabflusses. Als Kontrastmittel wird an der Univ.Augenklinik Münster wieder das altbewährte Lipiodol genommen, da es eine längere Verweildauer im Tränenschlauch hat, was besonders wichtig für die Darstellung relativer Stenosen ist. Wässerige Kontrastmittel (Conray, Angiografin) pflegen bei relativen oder inkompletten Verschlüssen frühzeitig abzulaufen, wodurch der Eindruck einer fehlenden Schleimhauthöhle entstehen kann.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1979

Authors and Affiliations

  • H. Busse
    • 1
  • G. Jünemann
    • 1
  • L. Mewe
    • 1
  1. 1.Univ.-Augenklinik MünsterDeutschland

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