Empirische Grundlagen von Input-Output-Modellen

  • Jochen Schumann
Part of the Ökonometrie und Unternehmensforschung / Econometrics and Operations Research book series (ÖKONOMETRIE, volume 10)

Zusammenfassung

Bevor wir in den folgenden beiden Hauptteilen statische und dynamische Input-Output-Modelle in systematischer Reihenfolge darstellen, wollen wir etwas näher auf die gemeinsame empirische Grundlage solcher Modelle, die Input-Output-Tabelle, eingehen. Wir beabsichtigen dabei nicht eine Schilderung der statistischen Problematik und der Fehlerquellen bei der Gewinnung von Zahlen einer derart detaillierten volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Unsere Darstellung bezweckt vielmehr, die wichtigsten ökonomischen Variablen, mit denen wir es in Input-Output-Analysen zu tun haben, genauer zu erläutern.

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Literatur

  1. 19.
    Beschreibungen von Input-Output-Tabellenschemata finden sich auch in W. W. Leontief [5], Teil I; W. D. Evans, M. Hoffenberg [1], S. 101 ff.; J. Sandee [1] in: T. Barna (ed.) [1], Kapitel 10; H. B. Chenery, P. G. Clark, S. 14ff.; W. Krelle [1], besonders S. 63ff. und S. HO; M. Hatanaka [2], S. 12ff.Google Scholar
  2. 22.
    Vgl. dazu W. D. Evans, M. Hoffenberg [1], S. 110.Google Scholar
  3. 24.
    Eingehend werden die Zusammenhänge zwischen Input-Output-Tabelle und volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung erläutert in R. Stone, J. G. E. Utting in: Netherlands Economic Institute (ed.); R. Stone [1] in: T. Barna (ed.) [1], Kapitel 6; S. J. Sigel in: National Bureau of Economic Research [1], S. 253 ff.; H. I. Liebling in: National Bureau of Economic Research [1], S. 291 ff.; W. Krelle [1], Kapitel 3 und 4.Google Scholar
  4. 25.
    Beispiele für die Unterteilung der Kapitalbildung in Bruttoinvestitionen, in Fixkapital und in Lagerbestandsveränderungen sind die Tabelle für die Vereinigten Staaten 1947 des Bureau of Labour Statistics und die Tabelle für die Bundesrepublik Deutschland 1953 der Forschungsgruppe Krelles. Vgl. W. D. Evans, M. Hoffenberg [1], Einlage zwischen S. 142 u. S. 143; W. Krelle [1], Einlage am Schluß des Buches.Google Scholar
  5. 26.
    Vgl. dazu etwa W. W. Leontief [4], S. 172; C. P. Modlin, G. Rosenbluth in: O. Morgenstern (ed.), S. 149. Diese Methode wurde in der Tabelle für die Vereinigten Staaten 1947 angewendet; vgl. W. D. Evans, M. Hoffenberg [1], S. 109.Google Scholar
  6. 27.
    Diese Methode wird z. B. erwähnt in H. B. Chenery, P. G. Clark, S. 17, Fußnote 5, und verwendet in der Tabelle für die Bundesrepublik 1953; vgl. W. Krelle [1], Einlage am Schluß des Buches.Google Scholar
  7. 28.
    Die Tabelle für die Bundesrepublik Deutschland 1953 erfaßt z. B. Zinsen, Nettomieten und Gewinne für jeweils einen Industriezweig in einer Zahl; vgl. W. Krelle [1], S. 149 und Einlage am Schluß des Buches.Google Scholar
  8. 29.
    So z. B. die Tabelle für die Vereinigten Staaten 1947; vgl. W. D. Evans, M. Hoffen-berg [1], S. 111 und Einlage zwischen S. 142 u. S. 143.Google Scholar
  9. 30.
    Aggregationsprobleme in der Input-Output-Analyse werden vom vorwiegend theoretischen Standpunkt aus diskutiert in: W. W. Leontief [5], S. 207 ff.; M. Hatanaka [1], S. 301 ff.; E. Malinvaud in: T. Barna (ed.) [1], Kapitel 8; J. B. Balderston, T. M. Whitin in: O. Morgenstern (ed.), S. 79 ff.; J. C. Fei, S. 400 ff.; H. Theil, S. 111 ff.; W. D. Fisher, S. 250 ff.; I. Yamada, Kapitel 2. Vom mehr praktischen Standpunkt aus werden Aggregationsprobleme behandelt in: M. Holzman in: W. W. Leontief et al. [16], Kapitel 9; T. Barna [2] in: T. Barna (ed.) [1], Kapitel 7.Google Scholar
  10. 31.
    Vgl. zum Folgenden: W. D. Evans, M. Hoffenberg [2] in: National Bureau of Economic Research [1], S. 74ff.; M. Hatanaka [2], S. 16 ff.Google Scholar
  11. 32.
    Vgl. dazu W. D. Evans, M. Hoffenberg [1], S. 105 f.; J. Sandee [1] in: T. Barna (ed.) [1], S. 223 ff.; H. B. Chenery, P. G. Clark, S. 139; M. Hatanaka [2], S. 19 f.Google Scholar
  12. 33.
    Hauptsächlich dieses Verfahren wurde in der Tabelle für die Vereinigten Staaten 1947 benutzt. Vgl. W. D. Evans, M. Hoffenberg [1], S. 106.Google Scholar
  13. 34.
    Diese Methode wird in Japan bevorzugt. Vgl. H. B. Chenery, P. G. Clark, S. 139 und S. 193.Google Scholar
  14. 35.
    Vgl. dazu W. D. Evans, M. Hoffenberg [1], S. 103 f.; J. Sandee [1] in: T. Barna (ed.) [1], S. 225 ff.; C. P. Modlin, G. Rosenbluth in: O. Morgenstern (ed.), S. 129 ff.; H. B. Chenery, P. G. Clark, S. 141 f. Außer den im folgenden erläuterten Zurechnungsproblemen tritt bei der Aufstellung einer Input-Output-Tabelle noch die Frage der “unallocated inputs and outputs” auf. Da es sich hier, ebenso wie bei der Frage der Beobachtungsfehler, um ein empirisches Problem handelt, gehen wir nicht weiter darauf ein.Google Scholar
  15. 36.
    Vgl. dazu auch M. Holzman in: W. W. Leontief et al. [16], Kapitel 9, besonders S. 327 f. u. 343 f.; W. W. Leontief [9] in: National Bureau of Economic Research [1], S. 21 f.Google Scholar
  16. 38.
    Vgl. dazu etwa W. W. Leontief [6] in: W. W. Leontief et al. [16], S. 9; W. Krelle [1], S. 113.Google Scholar
  17. 39.
    Vgl. zum Folgenden auch M. Hatanaka [2], S. 21 ff.Google Scholar
  18. 40.
    Vgl. dazu auch G. R. Davies, S. 67 ff.; C. B. Tilanus, S. 31, 78.Google Scholar
  19. 41.
    Vgl. M. Holman in: W. W. Leontief et al. [16], S. 328, Fußnote 4; I. Scherbening, S. 23 f.Google Scholar
  20. 42.
    Vgl. W. W. Leontief [9] in: National Bureau of Economic Research [1], S. 19 ff.Google Scholar
  21. 43.
    Die Input-Output-Tabelle für die Bundesrepublik 1953 der Forschungsgruppe Krelles wurde von vornherein durch eine Tabelle der Bruttoinvestitionen im Fixkapital ergänzt. Vgl. W. Krelle [1], Einlage am Schluß des Buches.Google Scholar
  22. 44.
    Je eine Tabelle der Fixkapitalbestände und der Lagerbestände für die Vereinigten Staaten 1939 liegen beispielsweise den Koeffizientenberechnungen von Grosse zugrunde. Vgl. R. N. Grosse in: W. W. Leontief et al. [16], Kapitel 6. Die Koeffizienten, offenbar die ersten, die im Hinblick auf die Konzeption des dynamischen Input-Output-Modells von Leontief berechnet wurden, finden sich in den Tabelleneinlagen am Schluß des Buches.Google Scholar
  23. 45.
    Eine bereits große Zahl von Ländern verfügt gegenwärtig über Input-Output-Tabellen. Diese gehören jedoch häufig noch nicht zu den Statistiken, die regelmäßig für jedes Jahr oder für noch kürzere Zeiträume erstellt werden. Die Tabellen eines Landes für verschiedene Jahre unterscheiden sich zuweilen auch hinsichtlich der Zahl der endogenen Sektoren sowie der angewandten Methodik. Einen Einblick in den gegenwärtigen Stand geben a) für westliche Länder: H. B. Chenery, P. G. Clark, Kapitel 7; M. Balboa in: T. Barna (ed.) [3], Kapitel 13; b) für östliche Länder: Beiträge von O. Lukács, M. Eidelman u. B. Scybisz betreffend Ungarn, die Sowjetunion und Polen in: O. Lukács, Gy. Cukor, P. Havas, Z. Román (eds.); c) für Gesamteuropa (westliche und östliche Länder): ohne Verfasser, S. 1 ff.; d) für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft: H. Schumacher, S. 13 ff.; e) für die Bundesrepublik Deutschland: Hier arbeiten verschiedene Stellen an Input-Output-Tabellen. Neben der mehrfach erwähnten Tabelle für 1953 der Forschungsgruppe Krelles gibt es den Beitrag der amtlichen Statistik zum Input-Output-Projekt der EWG (vgl. dazu H. Bartels, G. Hanisch, W Lauckner). Ferner befassen sich 1. das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin, 2. das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in München, 3. das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung in Essen mit der Erstellung von Input-Output-Tabellen (vgl. zu 1.: D. Mertens, R. Stäglin, H. Wessels; zu 2.: G. Gehrig; zu 3.: B. Filusch).Google Scholar
  24. 46.
    Vgl. dazu auch W. W. Leontief [6] in: W. W. Leontief et al. [16], S. 6; W. W. Leontief [9] in: National Bureau of Economic Research [1], S. 11 ff.Google Scholar
  25. 47.
    So können z. B. nichtproportionale Zusammenhänge in den einzelnen in einer Industrie verwendeten Produktionsverfahren gegeben sein. Bei der Bestimmung der Inputs und Outputs spielen dann u. a. die Konkurrenzverhältnisse eine Rolle. Vgl. dazu L. R. Klein [1], S. 131 ff.Google Scholar
  26. 48.
    In diesem Sinne argumentieren auch L. R. Klein [2], besonders S. 210; P. N. Rasmussen, S. 45 ff.; vgl. ferner F. E. A. Briggs, S. 444 ff. — Dagegen schlägt Tilanus vor, “single point estimation” auf Grund der letzten vorliegenden Input-Output-Tabelle durchzuführen und die so ermittelten Koeffizienten mit Globaldaten der neuesten volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zu berichtigen. Vgl. C. B. Tilanus, S. 136.Google Scholar
  27. 49.
    Auf die stochastischen Schätzverfahren selbst, insbesondere auf die Frage, ob die Gleichungen eines Modells einzeln oder simultan zu schätzen wären, gehen wir in dieser Untersuchung nicht ein. Vgl. zu den Grundproblemen etwa T. C. Koopmans, W. C. Hood in: W. C. Hood, T. C. Koopmans (eds.), Kapitel VI; L. R. Klein [2], besonders Kapitel V.Google Scholar
  28. 50.
    Vgl. W. W. Leontief [6] in: W. W. Leontief et al. [16], S. 15.Google Scholar
  29. 51.
    Vgl. K. J. Arrow, H. B. Chenery, B. S. Minhas, R. M. Solow, besonders S. 226 f.Google Scholar
  30. 52.
    So verfährt beispielsweise R. N. Grosse in den meisten Fällen seiner Untersuchung. Vgl. R. N. Grosse in: W. W. Leontief et al. [16], Kapitel 6, besonders S. 187.Google Scholar
  31. 53.
    Solche Versuche wurden besonders innerhalb des Harvard Economic Research Project über Input-Output-Analyse unter der Leitung Leontiefs durchgeführt. Vgl. R. N. Grosse in: W. W. Leontief et al. [16], Kapitel 6, besonders S. 191; A. P. Carter in: T. Barna (ed.) [3], Kapitel 15. Im Rahmen des Harvard Economic Research Project wurde auch das allgemeinere Problem untersucht, ob sog. “engineering production functions” einen Ersatz für statistische Beobachtungen von Produktionsbeziehungen bieten können und für die Input-Output-Analyse verwertbar sind. Vgl. dazu insbesondere H. B. Chenery [1] in: W. W. Leontief et al. [16], Kapitel 8; A. P. Grosse in: W. W. Leontief et al. [16], Kapitel 10.Google Scholar
  32. 54.
    Vgl. dazu die Zeitreihenanalysen von Input-Output-Koeffizienten für Holland in: C. B. Tilanus, Kapitel 3.Google Scholar
  33. 55.
    Vgl. dazu etwa die in K. J. Arrow, M. Hoffenberg beschriebenen Versuche.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg 1968

Authors and Affiliations

  • Jochen Schumann
    • 1
  1. 1.Institut für Wirtschafts- und SozialwissenschaftenUniversität MünsterDeutschland

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