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Theoretische Grundlagen

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Zusammenfassung

Die Konstitutionslehre entwickelte sich schon im Altertum als Ergänzung der normierenden Durchschnittsmedizin. Durch Aufstellung bestimmter MenschenGruppen mit relativ gleichartiger Beschaffenheit hoffte sie, einen Schlüssel für das Verständnis der unendlich vielfältigen Reaktionsformen der Einzelmenschen zu finden. Daß diese Hoffnung nur sehr begrenzt in Erfüllung ging, ergibt sich daraus, daß spätere Ärzte zu dem resignierenden Ergebnis kamen, es gebe so viele Konstitutionen wie Menschen (Hartmann 1871). Dementsprechend bezeichnet die überwiegende Mehrzahl aller Forscher das Individuum, nicht eine Gruppe von Individuen, als Gegenstand der Konstitutionsforschung. So bedeutet beispielsweise Konstitution für Wunderlich das Ergebnis der Geschichte eines Individuums, für W. Albrecht „die Eigenart der Persönlichkeit“, für M. Rubner „die individuelle Eigenart“. Auch Tandler, Biedl, Tendeloo, F. v. Müller, Lotze, Gigon, F. Kraus, Rössle u. a. haben sich gleichsinnig geäußert. Für W. Schulz ist Konstitution geradezu derjenige Anteil des menschlichen Organismus, in dem sich seine „Einzigartigkeit“ offenbart. Merkwürdigerweise schreibt selbst Kretschmer (1936): „Das Wort Konstitution wurde von jeher so gebraucht, daß damit etwas für das Individuum charakteristisches gemeint ist.“

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1959

Authors and Affiliations

  1. 1.Medizinischen KlinikStädtischen Krankenhauses OstLübeckDeutschland

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