Frühkomplikationen nach Vagotomie und Magenresektionsverfahren

  • Th. Rüedi
  • S. Martinoli

Zusammenfassung

Sowohl nach Magenresektionen als auch nach Vagotomien kommt es immer wieder zu Komplikationen. Schwere und Häufigkeit der Komplikationen hängen dabei nicht nur von der Operationsmethode ab, sondern auch vom Grundleiden (Ulkuskrankheit oder Tumor), vom Operationszeitpunkt (Wahl- oder Notfalloperation), sowie von der Erfahrung des Operateurs. Von insgesamt 921 proximal selektiven Vagotomien, die während einer kooperativen, multizentrischen Studie erfaßt wurden, verstarben 11 Patienten oder 1,2%. Die Mortalität bei den 118 Notfalleingriffen (49 Perforationen und 69 Blutungen) betrug dabei 6%, bei den 803 Wahloperationen lag sie dagegen unter 0,5% [1]. Auf die 728 Patienten bezogen, die alle Kriterien dieser Studie erfüllten, ergab sich eine postoperative Komplikationsrate von nur 7,6%, sowie eine Letalität von 0,13% [10]. Bei den Resektionsverfahren wegen Ulkuskrankheit liegt dagegen die Mortalität weltweit zwischen 2–6%, während nach totaler Gastrektomie in 41% der Fälle ein komplizierter postoperativer Verlauf und eine Letalität von 19,1% beobachtet wurden [6]. Nach White und Harrison [9] betrug die Mortalität einer Serie von rund 7000 Magenoperationen (Tumorchirurgie und Notfalleingriffe zusammengerechnet und ohne Angabe der Operationsmethode) ca. 4%. Bei den Wahloperationen wegen Ulkuskrankheit gab es keine, bei den Notfalloperationen wegen Blutung und Perforation dagegen insgesamt rund 9% Todesfälle. Von den total 23 postoperativen Komplikationen mußten nur 2,3% reoperiert werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • Th. Rüedi
  • S. Martinoli

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