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Leisten-, Schenkel- und Nabelhernien. Rektusdiastase, Narbenhernien und seltene Bauchwandhernien (Spieghel-Hernie)

  • A. Rosenthal
  • R. Berkmen

Zusammenfassung

Die Operationsindikation für Leisten- und Schenkelbrüche konnte in den letzten zwei Jahrzehnten besonders auf das frühe Kindes- und hohe Lebensalter ausgedehnt werden. Eine gezielte Vorbereitung für Begleitkrankheiten wie Hypertonie, Emphysembronchitis, kardiovaskuläre Störungen und die Thromboembolie-Prophylaxe sowie eine intensive prä- und postoperative Therapie bei Inkarzeration, Ileus und Peritonitis haben das Operationsrisiko erheblich gesenkt. Heute ist daher praktisch in jedem Alter die Indikation für die Radikaloperation des Leisten- und Schenkelbruchs dann gegeben, wenn ein Bruch festgestellt ist und keine absolute Kontraindikation vorliegt. Ein abwartendes Verhalten und eine falsche Indikation bei unkomplizierter Hernie — so z. B. die Verordnung eines Bruchbandes — können Komplikationen heraufbeschwören, die besonders in der Säuglings- und Alterschirurgie bei inkarzerierten Hernien mit Darmgangrän und Peritonitis einen Großteil der Mißerfolge verursachen. Aus sozusagen prophylaktischer Operationsindikation kann man daher heute jedem Bruchträger raten, sofern es sein Allgemeinzustand erlaubt, sich unter den besten Voraussetzungen zu einem von ihm gewählten Zeitpunkt operieren zu lassen und nicht erst das Ereignis der Einklemmung abzuwarten [3].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • A. Rosenthal
  • R. Berkmen

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