Wiederherstellende Eingriffe im Bereich der Hand

  • P. Brüser
  • W. Schink

Zusammenfassung

Ziel rekonstruierender Eingriffe im Bereich der Hand ist die Wiederherstellung der Greiffähigkeit und des Tastvermögens. Wenn nach einer offenen oder geschlossenen Handverletzung Funktionsstörungen verbleiben, so wird die Untersuchung der Haut, Nerven, Sehnen, Knochen und Gelenke Aufschluß über die Lokalisation der Läsion und über den verbliebenen Wert der geschädigten Hand als Sinnesorgan und Greifwerkzeug geben. In den meisten Fällen lassen sich Funktionsstörungen durch Korrektureingriffe beheben oder wenigstens günstig beeinflussen. Dafür ist die Aufstellung eines individuellen Behandlungsplanes erforderlich, welcher die vorbereitenden konservativen Maßnahmen und die Phasen der chirurgischen Wiederherstellung umfaßt. Nacheinander oder mitunter auch gleichzeitig muß man Haut, Nerven, Knochen, Gelenke oder Sehnen rekonstruieren, um wieder Sensibilität, Stabilität und Funktion zu erreichen. Falls mehrere Eingriffe erforderlich sind, sollen die Intervalle lang genug bemessen sein, damit die Trophik der Gewebe gewahrt und die Beweglichkeit der Gelenke erhalten bleibt. Operative Maßnahmen sind aber kontraindiziert, solange noch Zeichen einer vegetativen Entgleisung (SudeckSyndrom) bestehen. Wenn nach der Erstversorgung eine Wundinfektion bestanden hat, so ist bis zur Wiederherstellungsoperation ein Intervall von mehreren Monaten einzulegen; andernfalls muß man ein Aufflackern der Infektion befürchten. Dieser alte chirurgische Grundsatz hat auch im Zeitalter der Antibiotika seine Gültigkeit behalten.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Bibliographie

  1. 1.
    Brüser P (1978) Grundlagen der Replantationschirurgie. In: Zenker R, Deucher F, Schink W (Hrsg) Chirurgie der Gegenwart, Bd 4a, Beitrag 53. Urban and Schwarzenberg, München Wien Baltimore, S 1–23 aGoogle Scholar
  2. 2.
    Brüser P, Siegert H, Stober R (1978) Daumenneubildung durch mikrochirurgische Großzehen-oder Fingertransplantation. Chirurg 49: 517PubMedGoogle Scholar
  3. 3.
    Cobbett JR (1969) Free digital transfer. J Bone Joint Surg [Br] 51: 677Google Scholar
  4. 4.
    Epstein GJ (1940) Contribution â l’ étude de la technique opératoire des pseudarthroses des os de l’ avant bras (in Russian). Orthop Travmatol Protez 2Google Scholar
  5. 5.
    Hilgenfeldt 0 (1950) Operativer Daumenersatz. Enke, StuttgartGoogle Scholar
  6. 6.
    Millesi H (1969) Wiederherstellung durchtrennter peripherer Nerven und Nerventransplantation. M M W 111: 2669Google Scholar
  7. 7.
    Millesi H (1972) Indikation und Technik der autologen und interfaszikulären Nerventransplantation. Melsunger Med Mitt 46: 181Google Scholar
  8. 8.
    Nigst H (1955) Die Chirurgie der peripheren Nerven. Thieme, StuttgartGoogle Scholar
  9. 9.
    Schink W (1960) Handchirurgischer Ratgeber. Springer, Berlin Göttingen HeidelbergCrossRefGoogle Scholar
  10. 10.
    Schink W (1965) Unfallschäden am Handgelenk und an der Hand. In: Bürkle de la Camp H, Schwaiger M (Hrsg) Handbuch der gesamten Unfallheilkunde, 3. Aufl, Bd III. Enke, StuttgartGoogle Scholar
  11. 11.
    Schink W (1971) Indikationen für wiederherstellende Eingriffe nach Handverletzungen. Aktuel Traumatol 1: 19Google Scholar
  12. 12.
    Seddon HJ (1943) Peripheral nerve injuries. Glasgow Med J 139: 61Google Scholar
  13. 13.
    Stellbrink G, Zipfel J, Englert HM (1971) Fingergelenkprothesen Modell „St. Georg“. Handchirurgie 3: 83Google Scholar
  14. 14.
    Swanson AB (1968) Silicone rubber implants for replacement of arthritic or destroyed joints in the hand. Surg Clin North Am 5: 1113Google Scholar
  15. 15.
    Wilhelm A (1966) Die Gelenkdenervation und ihre anatomischen Grundlagen. Hefte Unfallheilkd 86: Springer, Berlin Heidelberg New YorkCrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • P. Brüser
  • W. Schink

There are no affiliations available

Personalised recommendations