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Wasserrecht und Wasserwirtschaft

  • Alfred Bochalli
Part of the Handbuch der Kommunalen Wissenschaft und Praxis book series (volume 2)

Zusammenfassung

Das Wasserrecht ist in Art. 65 EGBGB der landesrechtlichen Regelung vorbehalten worden. Auf Grund dieses Vorbehalts sind alle Gesetze und Verordnungen wasserrechtlichen Inhalts bestehen geblieben und es sind nach dem Inkrafttreten des BGB folgende Wassergesetze erlassen worden:
  1. 1.

    Das Württembergische Wassergesetz vom 1. Dezember 1900 (RegBl. S. 921),

     
  2. 2.

    das Bayerische Wassergesetz vom 23. März 1907 (GVBl. S. 157),

     
  3. 3.

    das Sächsische Wassergesetz vom 12. März 1909 (GVBl. S. 227)1,

     
  4. 4.

    das Preußische Wassergesetz vom 7. April 1913 (GS. S. 53),

     
  5. 5.

    das Badische Wassergesetz vom 8. April 1913 (GVBl. S. 233),

     
  6. 6.

    das Mecklenburgische Wassergesetz vom 9. Juli 1928 (RegBl. S. 339)1,

     
  7. 7.

    das Thüringische Wassergesetz vom 21. Dezember 1932 (GS. S. 199)1.

     

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Literatur

  1. 1.
    Das Wasserrecht der Sowjetzone soll im Komm.Hdb. nicht behandelt werden und wird deshalb im folgenden nur berührt, wenn es zum Verständnis unbedingt erforderlich ist.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. VO betr. die rechtliche und finanzielle Eingliederung des Landes Anhalt in die Verwaltung des Landes Sachsen-Anhalt v. 4. März 1946 (VO Bl. S. 69) und 4. VO zur Eingliederung des Lippischen Rechts an das im Lande Nordrhein-Westfalen geltende Recht v. 31. März 1952 (GVBl. NRW 1952 Nr. 14).Google Scholar
  3. 1.
    Die in KGZ in Bd. 116 Anh. S. 31 vertretene Ansicht, daß kein Staat den andern in der diesem durch die Natur ermöglichten Verwertung des Wasserlaufs erheblich beeinträchtigen oder Maßnahmen an einem internationalen Flußlauf treffen dürfe, die auf dem Wasserlauf im Gebiet eines anderen Staates zu dessen Nachteil einschneidend einwirken könnten, findet in den bisher getroffenen internationalen Verträgen keine Stütze (vgl. Berber, Die Rechtsquellen der Internationalen Wasserwirtschaft, Heft 2 der Veröffentlichungen des Instituts für das Recht der Wasserwirtschaft an der Universität Bonn, 1955 S. 104 und Hartig, Internationale Wasserwirtschaft und internationales Recht 1955 S. 33).Google Scholar
  4. 2.
    Auszüge aus dem Schrifttum zur Neuregelung des Wasserrechts hat Weber in Bd. 25 S. 97ff. u. Bd. 26 S. 1ff. der ZAgr. übersichtlich zusammengestellt. Kritische Würdigungen einzelner Teile des Entw. I sind in Bd. 27 u. 28 das. enthalten. Vgl. auch Gieseke, in Wawi 1937 S. 208, 1938 S. 297, 1941 S. 57, in der Zeitschr. der Akademie für D. Recht 1937 S. 520, 1941 S. 32 u. 48, im Jahrb. der Akademie für D. Recht 1938 S. 267 sowie die Darstellung des Inhalts des RWG-Entw. I von Tönnesmann und Paterna im RVB1. Bd. 62 S. 429 u. Bd. 63 S. 45Google Scholar
  5. 1.
    Der Verf. hat als Vorsitzender der Bezirksausschüsse in Königsberg und in Breslau von 1924 bis 1934 mit dieser Beschlußbehörde, die aus zwei Verwaltungsjuristen und drei Laien bestand, gute Erfahrungen gemacht.Google Scholar
  6. 2.
    Vgl. das Verzeichnis wasserrechtlicher Gesetze, Verordnungen u. Ministerialerlasse bei Wüsthoff, Handbuch des Deutschen Wasserrechts 1949 Bd. II S. 1678ff.Google Scholar
  7. 1.
    Bundestags-Drucks. Nr. 561.Google Scholar
  8. 2.
    Bundestags-Drucks. Nr. 2072. — Der unklare Ausdruck „Wasserhaushalt“ist beibehalten, obwohl er zu zahlreichen Kontroversen geführt hat (vgl. Linckelmann, WaWi 1948 S. 197, Wiedemann, WaWi 1949/50 S. 558, Wernicke, Betriebsberater 1951 S. 43 und Gieseke, WaWi 1951 S. 190). Da nach der Begründung des Gesetzentwurfs die Begriffe „Wasserhaushalt“und „Wasserwirtschaft“gleichgesetzt werden können, ist nicht einzusehen, weshalb nicht die allgemein verständliche Bezeichnung „Gesetz zur Ordnung der Wasserwirtschaft“gewählt worden ist.Google Scholar
  9. 1.
    Gegen den Entwurf wird eingewendet, daß eine Bewirtschaftung des Wassers durch die Wasserbehörden eingeführt werden solle und daß der Unternehmer infolge des allgemeinen Vorbehaltes nachträglicher Auflagen (§ 10) keine gesicherte Rechtsstellung erlange. Demgegenüber weist Wiedemann im RdL 1956 S. 150f. zutreffend darauf hin, daß der Entwurf auch bei den nachträglichen Einwirkungsmöglichkeiten nur den bisherigen Rechtszustand übernommen und entsprechend den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte und den Notwendigkeiten der modernen Wasserwirtschaft in geringem Umfange fortentwickelt habe. Der den Wasserbehörden im Entwurf eingeräumte erhebliche Ermessensspielraum bedeute für die Wasserbenutzer keine Gefahr. Der umfassende Ausbau der Verwaltungsgerichtsbarkeit biete die Gewähr, daß das Ermessen nicht mißbraucht werden könne.Google Scholar
  10. 1.
    Der Verwaltungsrichter hat nicht nachzuprüfen, ob ein in das Verzeichnis der Wasserläufe 2. Ordnung aufgenommener Wasserlauf auch wirklich ein Wasserlauf im Sinne des Wassergesetzes ist. Diese Frage wird durch das Verzeichnis endgültig entschieden (Preuß. OVG Bd. 72 S. 336).Google Scholar
  11. 2.
    Die Aufnahme eines Grabens in ein von der Wasserpolizeibehörde angelegtes Verzeichnis der Wasserläufe 3. Ordnung beweist nichts für seine Eigenschaft als Wasserlauf (Preuß. OVG Bd. 71 S. 350).Google Scholar
  12. 1.
    „Quelle“ist im Gegensatz zu den unterirdischen Wasseradern dasjenige Wasser, das aus unterirdischen Läufen und Ausbreitungen an einer bestimmten Stelle des Grundstücks als ein nicht vorübergehender Wasserabfluß an die Oberfläche tritt (vgl. RGZ Bd. 73 S. 282). Die Quelle bildet sich also durch das Zutagetreten und beginnt erst dort, wo das Wasser quillt, d. h. an die Erdoberfläche tritt (Entscheidungen des Landeswasseramts Bd. 3 S. 43, Preuß. OVG Bd. 91 S. 200). Solange das Wasser unterirdisch bleibt, ist eine Quelle nicht vorhanden (RGZ Bd. 73 S. 282). Das gilt auch dann, wenn eine Quelle in früherer Zeit an die Erdoberfläche getreten war, später aber unterirdisch abgefangen ist, so daß sie nunmehr nicht mehr „quillt“; das Wasser ist dann fortan unterirdisches Wasser im Sinne des § 200 und nicht mehr Quelle im Sinne des § 1 WG (ZAgr. Bd. 7 S. 126).Google Scholar
  13. 2.
    Die zur Beseitigung der häuslichen und Straßenabwasser in bedeckten Kanälen oder Rohrleitungen bestehenden Kanalisationsanlagen der Gemeinden sind keine Wasserläufe im Sinne des preuß. WG (Preuß. OVG Bd. 78 S. 317).Google Scholar
  14. 3.
    Das Gesetz versteht unter Gräben die in einem künstlichen Gerinne abfließenden unbedeutenderen Gewässer (Begr. zum preuß. WG S. 49; Preuß. OVG Bd. 71 S. 350). Künstliche Wasserzüge von erheblicherer Bedeutung für die Wasserwirtschaft wie z.B. größere Abwässer-und Triebwerkskanäle, fallen nicht unter diesen Begriff und sind daher auch dann Wasserläufe, wenn sie nicht der Vorflut der Grundstücke verschiedener Eigentümer dienen, sofern ein beständiges oder zeitweiliges Abfließen des Wassers darin stattfindet (vgl. Holtz-Kreutz-Schlegelb erger, Das Preuß. Wassergesetz S. 50; Preuß. OVG Bd. 87 S. 345).Google Scholar
  15. 4.
    Urteil d. Würt-Bad. VGH v. 3. April 1952, DÖV 1953 S. 221 mit Anm. von Bihr.Google Scholar
  16. 1.
    A. M. Hofacker: Verw. Arch. Bd. 30 S. 161 ff.Google Scholar
  17. 2.
    Vgl. KGZ Bd. 16 S. 179, Bd. 53 S. 98.Google Scholar
  18. 3.
    Die Rechtsnatur des Gemeingebrauchs ist umstritten, siehe oben Kapitel 10 S. 568.Google Scholar
  19. 1.
    Über die Einleitung von Heißwasser vgl. Linckelmann in WaWi 1948/49 S. 265.Google Scholar
  20. 2.
    Die Befugnis zur Offenhaltung des Fahrwassers für die Schiffahrt, durch Eisbrecher eine Fahrrinne durch das Eis herzustellen, fällt nicht hierunter (preuß. OVG Bd. 87 S. 349, Bd. 89 S. 269).Google Scholar
  21. 3.
    Vgl. preuß. OVG Bd. 98 S. 130.Google Scholar
  22. 1.
    Ein unbedingtes Verbot der Verhinderung des Kahnfahrens und Eislaufens besteht nicht. Der Anlieger, der Eigentümer eines Wasserlaufs ist, kann z. B. diese Arten des Gemeingebrauchs dadurch unmöglich machen, daß er zur besseren Verbindung oder Bewirtschaftung seiner Grundstücke Brücken und Stege errichtet (vgl. Holtz-Kbeutz-Schlegelbergeb, Das Preußische Wassergesetz, Bd. I S. 248).Google Scholar
  23. 2.
    Nach dem preuß. WG darf der Gemeingebrauch nicht unnütz erschwert oder ohne erheblichen Grund unmöglich gemacht werden (vgl. OVG Bd. 76 S. 383).Google Scholar
  24. 1.
    Vgl. Holtz-Kreutz-Schlegelberger a. a. O. Bd. I Anm. 5 zu § 42 WG (S. 293f.) und preuß. OVG Bd. 52 S. 338.Google Scholar
  25. 2.
    Vgl. Helfritz in der Festgabe für das preuß. OVG 1925 S. 67, OVG Bd. 62 S. 297.Google Scholar
  26. 3.
    RGZ Bd. 1 S. 367.Google Scholar
  27. 1.
    OVG Bd. 54 S. 261.Google Scholar
  28. 2.
    OVG Bd. 52 S. 344, Bd. 60 S. 286.Google Scholar
  29. 3.
    Vgl. OVG Bd. 94 S. 159.Google Scholar
  30. 4.
    OVG Bd. 95 S. 160.Google Scholar
  31. 5.
    Holtz-Kreutz-Schlegelberger: a.a.O. Bd. I S. 273; Entsch. des Landeswasseramtes Bd. 1 S. 11.Google Scholar
  32. 1.
    Vgl. OVG Bd. 101 S. 165.Google Scholar
  33. 2.
    Vgl. Entsch. des Landeswasseramtes Bd. 3 S. 53, 71, Bd. 4 S. 7; ZAgr. Bd. 4 S. 22, 62.Google Scholar
  34. 1.
    Vgl. Bochalli in Wawi 1949/50 S. 147 ff.Google Scholar
  35. 1.
    Ebenso Niehuss in Wawi 1948/49 S. 14, Bochalli das. S. 67.Google Scholar
  36. 2.
    Vgl. preuß. OVG Bd. 80 S. 269.Google Scholar
  37. 3.
    Vgl. preuß. OVG Bd. 102 S. 196. Zu einer Erhöhung des Stauzieles bedarf es der Verleihung (OVG Bd. 95 S. 160).Google Scholar
  38. 1.
    Vgl. preuß. OVG Bd. 87 S. 356, Bd. 88 S. 313.Google Scholar
  39. 1.
    Vgl. preuß. OVG Bd. 72 S. 348, Bd. 79 S. 167, 198.Google Scholar
  40. 2.
    Vgl. preuß. OVG Bd. 83 S. 251.Google Scholar
  41. 3.
    In NRW ist gemäß § 55 des Gesetzes über Aufbau und Befugnis der Ordnungsbehörden (OBG) vom 16. Oktober 1956 — GVBl. NRW S. 289 — an SteUe der Bezeichnung Wasserpolizei die Bezeichnung Wasseraufsicht getreten.Google Scholar
  42. 4.
    Ohne Zustimmung der Wasserpolizeibehörde getroffene privatrechtliche Abmachungen über die öffentlich-rechtliche Unterhaltungspflicht der Wasserläufe und ihrer Ufer beschränken sich auf das Verhältnis zwischen den Vertragsparteien und ändern nichts am öffentlich-rechtlichen Gehalt der Verbindlichkeit (Urteil d. BGH v. 12. Januar 1951, NJW 1951 S. 269).Google Scholar
  43. 1.
    Vgl. Urteil d. OLG Köln v. 22. Mai 1951, DVBl. 1952 S. 177, ebenso Bochalli im DVBl. 1951 S. 755, a. M. Forsthoff im DVBl. 1952 S. 164.Google Scholar
  44. 2.
    Urteil d. BGH v. 8. Mai 1952, DVBl. S. 626.Google Scholar
  45. 8.
    RVerwBl. Bd. 52 S. 431, 53 S. 295, preuß. OVG Bd. 77 S. 371, 382, Bd. 82 S. 343, Bd. 83 S. 255.Google Scholar
  46. 4.
    Pr. OVG Bd. 79 S. 259.Google Scholar
  47. 5.
    Preuß. OVG Bd. 99 S. 149.Google Scholar
  48. 1.
    Vgl. preuß. OVG Bd. 71 S. 355, Bd. 72 S. 359, Bd. 75 S. 368, Bd. 78 S. 306, Bd. 83 S. 264, Bd. 90 S. 353.Google Scholar
  49. 2.
    Vgl. preuß. OVG Bd. 25 S. 282, Bd. 28 S. 261, Holtz-Kreutz-Schlegelberger: a. a. O. Bd. I S. 638ff.Google Scholar
  50. 3.
    Das Verbot des Einbringens fester Stoffe in einen Wasserlauf bezieht sich auch auf solche festen Stoffe, die in Fabrikabwässern enthalten sind (Preuß. OVG Bd. 85 S. 347).Google Scholar
  51. 1.
    Die Wasserpolizeibehörde ist nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet, gegen die Einleitung der Abwässer in einen Wasserlauf einzuschreiten, sie verletzt ihre Amtspflicht, wenn sie einem industriellen Werke polizeiliche Maßnahmen androht, sie aber nicht durchführt (RGZ 138 S. 259).Google Scholar
  52. 2.
    Es wird mit Recht vorgeschlagen, diesen Entlastungsbeweis zu verschärfen, indem vom Unternehmer der Nachweis verlangt wird, daß die Verunreinigung durch höhere Gewalt oder durch eigenes Verschulden des Geschädigten verursacht worden ist (vgl. Wüsthoff in Wawi 1951 S. 127).Google Scholar
  53. 3.
    RGZ 16 S. 178, 21 S. 302, 52 S. 379, 53 S. 43, ebenso preuß. OVG Bd. 99 S. 169.Google Scholar
  54. 4.
    Vgl. Holtz-Kreutz-Schlegelberger a. a. O. Bd. II S. 616, 620 Anm. 21 u. 22 zu § 379 WG.Google Scholar
  55. 1.
    Urteil des OLG Celle vom 7. Mai 1953, RdL S. 162 Nr. 6.Google Scholar
  56. 2.
    Vgl. RVerwG Bd. 1 S. 149.Google Scholar
  57. 2.
    Über den Begriff der „Quelle“im Gegensatz zu den unterirdischen Wasseradern s. oben S. 769 Anm. 1.Google Scholar
  58. 1.
    Vgl. Entsch. des RG in der JW 1910 S. 150, 1923 S. 288 Nr. 5, 1936 S. 804 Nr. 16; RGZ 154 S. 166, 155 S. 389.Google Scholar
  59. 2.
    Vgl. OVG Bd. 78 S. 343, Bd. 81 S. 349, Webnebubg, WaWi 1933 S. 65, Sievers, RVerwBl. 1940 S. 517.Google Scholar
  60. 3.
    Vgl. OVG Bd. 97 S. 170, Bd. 101 S. 183.Google Scholar
  61. 4.
    Vgl. OVG Bd. 92 S. 156.Google Scholar
  62. 1.
    In NRW ist gemäß § 55 des Ordnungsbehördengesetzes (OBG) vom 16. Oktober 1956 — GVBl. S. 289 — an Stelle der Bezeichnung Wasserpolizei die Bezeichnung Wasseraufsicht getreten.Google Scholar
  63. 2.
    Das Brückenrecht gehört dem Wege-, nicht dem Wasserrecht an (siehe oben Kap. 10 S. 575). Für den Neubau und Umbau von Brücken in wege- und landespolizeilicher Hinsicht ist in der Regel der Regierungspräsident zuständig. Die Aufsicht über die Brücken führt die Wegepolizeibehörde, für die Anlegung und Unterhaltung besonderer, der Schiffahrt dienender Anlagen, wie Dalben, Leitwerke, farbiger Laternen ist die Wasserpolizeibehörde zuständig (vgl. OVG Bd. 101 S. 170).Google Scholar
  64. 3.
    Über die Abgrenzung der Wasserpolizei gegen die Sicherheits-, Gesundheits-, Gewerbe-und Seuchenpolizei vgl. den RdErl. v. 13. Juli 1930 betr. Zuständigkeit der Wasserpolizei (MBliV S. 783). Zu ihrer Zuständigkeit gehört die Wahrung sicherheitspolizeilicher und gesundheitlicher Belange hinsichtlich der Wasserläufe (OVG Bd. 82 S. 343).Google Scholar
  65. 4.
    Vgl. Drews-Wacke: Allgemeines Polizeirecht 1952 S. 219.Google Scholar
  66. 5.
    Vgl. preuß. OVG Bd. 76 S. 392. Die Anfechtungsklage ist daher gegen die Wasserpolizeibehörde, nicht gegen den Eigentümer des Wasserlaufs zu richten (preuß. OVG Bd. 81 S. 288).Google Scholar
  67. 6.
    Drews-Wacke: a. a. O. S. 72.Google Scholar
  68. 1.
    Über die Voraussetzungen für das Einschreiten der Wasserpolizeibehörde gegen die Einleitung von Abwässern vgl. preuß. OVG Bd. 82 S. 315. Die Behörde ist dabei nicht an die Schranken gebunden, die einem Vorgehen der Polizei auf anderen Gebieten gemäß § 10 II 17 ALR (§ 14 PolVerwG) gezogen sind, und sie ist insbesondere dabei nicht gehindert, auch zum Schutze vermeintlich verletzter oder beeinträchtigter Privatinteressen einzugreifen (vgl. preuß. OVG Bd. 79 S. 166, Bd. 81 S. 288), vorausgesetzt, daß diese Interessen auch vom allgemeinen Standpunkt aus schutzbedürftig erscheinen (vgl. preuß. OVG Bd. 86 S. 323).Google Scholar
  69. 2.
    Die Genehmigung aus § 22 WG bezieht sich nur auf die Errichtung oder wesentliche Veränderung von „Anlagen im Wasserlaufe“, nicht auf die Befugnis zur Benutzung der Anlage oder des Wasserlaufs selbst. Die Wasserpolizeibehörde darf deshalb die Erteilung der Genehmigung nicht von Bedingungen abhängig machen, die nicht die Errichtung der Anlage, sondern die Benutzung des Wasserlaufs betreffen (preuß. OVG Bd. 84 S. 326).Google Scholar
  70. 1.
    Durch den RdErl. vom 1. Oktober 1930, betr. Reinhaltung der Gewässer (MBliV S. 1115), abgedruckt bei Holtz-Kreutz-Schlegelberger a. a. O. Bd. II S. 857ff., sind die Wasserpolizeibehörden angewiesen worden, von den ihnen zu Gebote stehenden Zwangsmitteln rechtzeitig Gebrauch zu machen.Google Scholar
  71. 2.
    Vgl. preuß. OVG Bd. 89 S. 279.Google Scholar
  72. 3.
    Vgl. preuß. OVG im RVerwBl. Bd. 52 S. 431, Bd. 53 S. 295, ZAgr. Bd. 16 S. 213, 223.Google Scholar
  73. 4.
    Vgl. preuß. OVG Bd. 84 S. 357, im RVerwBl. Bd. 50 S. 827, Bd. 51 S. 419.Google Scholar
  74. 1.
    Vgl. Drews, Preuß. Polizeirecht S. 22f., ZAgr. Bd. 4 S. 191.Google Scholar
  75. 2.
    Vgl. Pioch im DVBl. 1950 S. 391.Google Scholar
  76. 1.
    Vgl. M. Prüss in Wawi 1951 S. 33.Google Scholar
  77. 2.
    Vgl. Niehuss in Wawi 1948/49 S. 11 und Wiedemann das. 1950/51 S. 98.Google Scholar
  78. 1.
    Vgl. Peltzer: Das preußische Wasserbuch und die Rechtsgrundsätze des Landeswasseramtes 1925; Bochalli: Die „Wasserbücher“in ZAgr. Bd. 2 S. 271; Werneburg: „Die Eintragung von Wasserbenutzungsrechten“in „Die Wasserkraft“1922, S. 150.Google Scholar
  79. 2.
    Über Wesen und Bedeutung der Wasserbücher und das Wasserbucheintragungsverfahren vgl. preuß. OVG Bd. 99 S. 162, Bd. 104 S. 152. Zum Erlaß materieller Entscheidungen in wasserrechtlichen Streitigkeiten sind die Wasserbuchbehörden nicht berufen.Google Scholar
  80. 1.
    Urteil d. BGH v. 9. Mai 1955, Recht im Amt 1955 S. 240.Google Scholar
  81. 1.
    Vgl. Barocka: Wirtschaftliche, organisatorische und finanzielle Probleme des Wasserbaues und des Meliorationswesens 1953 S. 35, 705ff., 727ff.Google Scholar
  82. 1.
    Vgl. Holtz-Kreutz-Schlegelberger: a. a. O. Bd. II S. 51 Anm. 2.Google Scholar
  83. 2.
    Vgl. Holtz-Kreutz-Schlegelberger: a. a. O. Bd. I S. 334, Bd. II S. 47.Google Scholar
  84. 3.
    Entsch. des preuß. OVG Bd. 82 S. 322, RVBl. Bd. 50 S. 319, Bd. 51 S. 823 Nr. 7.Google Scholar
  85. 1.
    Entsch. des Landeswasseramtes Bd. 2 S. 183f.Google Scholar
  86. 2.
    Vgl. Holtz-Kreutz-Schlegelberger: a. a. O. Bd. II Anm. 5 Abs. 2 zu § 332 WG.Google Scholar
  87. 3.
    Vgl. Müller-Neuhaus in Wawi 1951 S. 182.Google Scholar
  88. 1.
    Vgl. Prüss in Wawi 1951 S. 29ff.; nach den Ausführungen des Baudirektors der Euhr-verbände ist festgestellt worden, daß fast 70% aller Fischsterben in unseren Gewässern auf die stoßweise Einleitung von Industrieabwasser zurückzuführen sind. Aus meiner Praxis ist mir ein Fall bekannt, in dem ein Angestellter einer Zellstoffabrik zugegeben hatte, daß er die Fabrikabwasser alle 4–6 Wochen nachts in den Vorfluter eingeleitet habe.Google Scholar
  89. 2.
    Vgl. Prüss in Wawi 1951 S. 29.Google Scholar
  90. 3.
    RdErl. d. RM f. Ern. u. Landw. v. 5. Februar 1935, LwMBl. S. 463.Google Scholar
  91. 1.
    Vgl. Niehuss in Wawi 1948 S. 11ff., Bochalli im DVBl. 1950 S. 427ff.Google Scholar
  92. 2.
    Das Niersgesetz und das Wuppergesetz sind zwar nach § 191 Abs. 1 WasserVerbO außer Kraft getreten; ihre Bestimmungen sind aber in die neuen Satzungen übernommen worden.Google Scholar
  93. 3.
    Vgl. Wittekind in Wawi 1949/50 S. 171 ff.Google Scholar
  94. 4.
    Schrifttum: Tönnesmann, Wasserverbandverordnung, 2. Aufl. 1941, Bochalli-Linckelmann, Wasser- und Bodenverbandrecht, 2. Aufl., 1949. Bochalli, Wassergenossenschaftsund Deichrecht, 2. Aufl. 1925. Über das Verhältnis der WasserVerbO zu den Wassergesetzen der Länder vgl. Wüsthoff, a. a. O. Anm. 1 zu § 191 WasserVerbO.Google Scholar
  95. 1.
    Nach § 154 b) WasserVerbO kann eine Gemeinde oder ein Gemeinde verband unabhängig vom Eigentum als Mitglied zum Wasser- und Bodenverbande gezogen werden, wenn der MdI oder die von ihm bestimmte Behörde zustimmt. Die Befugnis, diese Zustimmung zu erteilen, ist in NRW dem Heg.-Präsidenten übertragen worden, soweit es sich um Verbände zur Beschaffung von Trink- und Brauchwasser oder zur Unterhaltung oder Reinhaltung von Wasserläufen handelt und das Verbandsgebiet nicht über den Bereich eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt hinausgeht (VO. v. 10. Dezember 1955, GVBl. NRW S. 241).Google Scholar
  96. 1.
    Vgl. Bochalli-Linckelmann a. a. O. S. 144ff.Google Scholar
  97. 1.
    In NRW tritt gemäß § 55 des Ordnungsbehördengesetzes vom 16. Oktober 1956 — GVBl. S. 289 — an Stelle der Bezeichnung Deichpolizei die Bezeichnung Deichaufsicht.Google Scholar
  98. 1.
    Nach Sachsenspiegel II 56 § 1 hat derjenige, der sich der Pflicht zur Nothilfe entzieht, sein eingedeichtes Land verwirkt (Kumt aber die vlut unde brict sie den dam, unde ladet man mit deme gerüchte darto, die binnen deme damme geseten sien, soelk ir nicht ne hilpt büten den dam, die hevet verworcht sogedan erve als he binnen deme damme hevet). Über das Deichrecht s. oben 13. Kap. § 98 II.Google Scholar
  99. 2.
    In den früher zu Preußen gehörenden Ländern entscheiden über die in § 133 Abs. 1 der 1. WasserVerbO genannten Beschwerden die bei den Landeskulturämtern errichteten Spruchstellen für Flurbereinigung.Google Scholar
  100. 1.
    Für die Weitergeltung der WasserVerbO als Bundesgesetz haben sich ausgesprochen: Peters, H.: a. a. O. S. 481; Fischerhof (Wawi 1951 S. 191), Niehuss das. S. 19. u. 399, Wiedemann (Wasser- und Boden 1952 S. 305), Gieseke (Vortragsveranstaltung des Instituts für das Recht der Wasserwirtschaft an der Univ. Bonn v. 23. Oktober 1953) und W. Weber (das. v. 29. Oktober 1954); die gegenteilige Ansicht wird besonders von Wüsthoff in einem der Industrie- und Handeslkammer Frankfurt a. M. erstatteten Gutachten (1951) und von Larenz (DVBl. 1952 S. 357, 1953 S. 392, 1954 S. 455) vertreten.Google Scholar
  101. 2.
    Vgl. die Besprechungen in DVBl. 1955 S. 103, in DÖV 1955 S. 419.Google Scholar
  102. 3.
    Ebenso Fischerhof in Wawi 1950 S. 17 u. Niehuss das. 1951 S. 19.Google Scholar
  103. 4.
    In dem während des Druckes des Handb. im DVBl. 1956 S. 717 veröffentlichten Urteil vom 25. August 1955 hat das BVerwG gleichfalls die Ansicht vertreten, daß die WasserVerbO Bundesrecht sei und daß sie nicht etwa als nat.-soz. Recht schlechthin ungültig geworden oder gar schon von Anfang an nicht Rechtens gewesen sei. Die durch Wegfall nat.-soz. Bestandteile entstehenden Lücken seien durch entsprechende Handhabung der Verwaltung und durch die Rspr. im Sinne der heutigen Rechtsordnung unschwer und unbedenklich wieder auszufüllen. Auch insoweit beständen daher keine Bedenken gegen die Fortgeltung der WasserVerbO.Google Scholar
  104. 1.
    Vgl. Werner Weber: Vortrag auf der 2. Vortragsveranstaltung des Instituts für das Recht der Wasserwirtschaft in Bonn S. 34ff.; Linckelmann: Untersuchungen zum Wasser-und Bodenverbandrecht S. 54 ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag oHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • Alfred Bochalli
    • 1
  1. 1.Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-WestfalenMünster/WestfalenDeutschland

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