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Entwicklung der deutschen Gemeinden und Gemeindeverbände im Hinblick auf die Gegenwart

  • Erich Becker
Chapter
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiet der Physiologie der Pflanzen und der Tiere book series (volume 1)

Zusammenfassung

a) Dörfliche Nachbarschaften bilden den Anfang der genossenschaftlichen Ordnung unserer Markgemeinden. Genossenschaft und Mark sind die Ausgangspunkte der heutigen gemeindlichen Gebietskörperschaften. Die in der mittelalterlichen Entwicklung eingetretene Verdinglichung des Gemeindegenossenrechts darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß erst die Verbindung von Personenverband und Mark die dörfliche Nachbarschaft geschaffen hat. — Die Dorfsiedelung ist stets vorherrschend gewesen, die Siedelung nach Einzelhöfen hat nur für einige Landschaften (z. B. Westfalen und Niedersachsen) größere Bedeutung gehabt. Ausnahmsweise hat es neben den Dörfern immer nichteingegliederte Einzelhöfe gegeben. Das Dorf weist seit seinen Anfängen eine Gliederung nach Dorfbering, Feldmark und Allmende auf. Haus und Garten haben immer im Eigentum eines jeden Dorfgenossen gestanden; bei der Feldmark hat sich eine Entwicklung von der gemeinsamen Rodung zum Sondereigentum vollzogen; die Allmende — bestehend aus Wasser, Weide, Wald, Weg und Steg — gehört der Dorfgemeinschaft und ist jedem Dorfgenossen zur Nutzung freigegeben. Durch Rodung von Allmendwaldstücken (Bifang) ist es jedem Dorf- und Markgenossen möglich gewesen, seinen Anteil an der Feldmark zu erweitern. Es ist kein Zufall, daß mittelalterliche Quellen häufig Eigen und Arbeit (labor) gleichsetzen. — Außer den Ortsmarken hat es seit alter Zeit auch überörtliche Markgenossenschaften gegeben, deren Mitglieder Dörfer oder Bauerschaften gewesen sind.

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Anlage zu Kapitel 1: Schrifttum

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1956

Authors and Affiliations

  • Erich Becker
    • 1
  1. 1.Hochschule für Verwaltungswissenschaften SpeyerDeutschland

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