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Verfassungsrecht der Landkreise

  • Walter Cantner
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiet der Physiologie der Pflanzen und der Tiere book series (volume 1)

Zusammenfassung

Die Daseinsberechtigung der Landkreise ist nicht mehr bestritten; eine Begriffsbestimmung erübrigt sich. Die Kreisverwaltung steht nach einer langen geschichtlichen Entwicklung fest verankert im Aufbau des modernen Staats, in der heutigen Wirtschaft und in der Vorstellung der Bürger; sie erscheint auch elastisch genug, um weitere Entwicklungen mitzumachen und künftigen Ansprüchen zu genügen.

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Literatur

  1. 1.
    DÖV, 1953 Heft 11, S. 334.Google Scholar
  2. 2.
    Schöne, Friedrich: DÖV 1950, Heft 6, S. 165.Google Scholar
  3. 1.
    Vgl. dazu schon Constantin-Stein: Die deutschen Landkreise, Bd. I, S. 25.Google Scholar
  4. 2.
    Anschel, E.: Der Bedeutungswandel der kommunalen Selbstverwaltung in Deutschland 1933, kleine Schriften zum Gemeinderecht, Bd. 6, S. 42.Google Scholar
  5. 3.
    Ernst, Waldemar: DÖV 1952, Heft 12, S. 354.Google Scholar
  6. 1.
    Die deutschen Landkreise, Bd. I, S. 29.Google Scholar
  7. 2.
    Eine Zusammenstellung der geltenden Kreisverfassungsgesetze findet sich in Anlage 1 am Schluß dieses Kapitels. Die Landkreisordnungen sind im weiteren nur mit Art. oder § bezeichnet.Google Scholar
  8. 3.
    Vgl. Fr. Schöne: Zeitschrift für Komm. Wissenschaft 1927, Nr. 11.Google Scholar
  9. 4.
    Die Selbstverwaltung 1954, Heft 3, S. 46.Google Scholar
  10. 5.
    Eine Übersicht gibt Horst Hacker: DÖV 1955 Heft 8, S. 236 — Über „Die Rechtsnatur der Landkreise“ vgl. auch Kommunalpolitische Blätter 1954, Nr. 9, 195ff.Google Scholar
  11. 1.
    Vgl. im einzelnen Franz Gelpke: Die geschichtlische Entwicklung des Landratsamts der preußischen Monarchie 1902.Google Scholar
  12. 2.
    Vgl. im einzelnen Alfred Dehlinger: Württ. Staatswesen 1951–1953, Bd.I. S.45, S.96 und S. 286.Google Scholar
  13. 3.
    Vgl. Heinrich Treibert: Die Aufgaben und Wirkungsmöglichkeiten der Landkreise in der Gegenwart 1948, und Constantin-Stein, Bd. I, S. 112.Google Scholar
  14. 1.
    Treibert, Heinrich: Die Aufgaben und Wirkungsmöglichkeiten der Landkreise in der Gegenwart 1948, S. 5.Google Scholar
  15. 2.
    Peters, Hans: Grenzen der kommunalen Selbstverwaltung in Preußen, 1926, S. 67.CrossRefGoogle Scholar
  16. 3.
    Ndsächs. Städtebund v. 26. Okt. 1954 an Ndsächs. Ministerium des Innern.Google Scholar
  17. 4.
    So auch Material zur Landkreisverfassung 1951, S. 14.Google Scholar
  18. 5.
    Entwurf zur Landkreisordnung für Bad-Württ., S. 3.Google Scholar
  19. 1.
    Vgl. DÖV: Aktuelle Probleme des Verfassungsrechts im Landkreis 1953, Heft 11, S.335.Google Scholar
  20. 2.
    Böhme: Staats- und Selbstverwaltung in Recht, Staat und Wirtschaft, I. Bd. S. 111 ff.; schon nach Laband ist Selbstverwaltung eine Delegation des Staates zur Erfüllung staatlicher Aufgaben.Google Scholar
  21. 1.
    Weber, Werner: Die Gemeinde im Landkreis, 1954, S. 8.Google Scholar
  22. 2.
    Cantner, Walter: DSVerw. 1954, Heft 1, S. 7.Google Scholar
  23. 3.
    So auch § 1 (1) Landkreisordnung von RhldPf.Google Scholar
  24. 4.
    Schöne, Fr.: DÖV 1950, Heft 14, S. 97; ebenso z. B. § 1 Kreisordnung SchleswH; Entwurf einer Landkreisordnung für Bad-Würt., S. 16.Google Scholar
  25. 5.
    Ähnlich Werner Weber: a. a. O., S. 11.Google Scholar
  26. 1.
    DÖV 1953, Heft 11, S. 338.Google Scholar
  27. 2.
    Hacker: a. a. O. S. 241 kommt deshalb mit Recht zu dem Ergebnis, für die Landkreise auf die Bezeichnung Gemeindeverband zu verzichten.Google Scholar
  28. 3.
    Im Jahre 1939 ist im damaligen Land Baden, als letztem deutschem Land, die Gleichstellung von Bezirken der unteren Verwaltungsbehörde und Kreis vollzogen worden. (Gesetz über die Landkreisselbstverwaltung [Landkreisordnung] vom 24. Juni 1939, veröffentlicht im bad. GVB1. 1939 v. 28. Juni, S. 93. Dort heißt es in § 1: „Die Landkreise als untere staatliche Verwaltungsbezirke werden unter Ausscheiden der Stadtkreise zugleich Selbstverwaltungskörperschaften nach Maßgabe dieses Gesetzes.“)Google Scholar
  29. 4.
    Constantin-Stein: Bd. I, S. 3 und 13.Google Scholar
  30. 5.
    Weber, Werner: DVBl 1952 S. 5; von Turegg DVB1 1952 S. 303.Google Scholar
  31. 1.
    DÖV 1953 Heft, 11, S. 336.Google Scholar
  32. 2.
    Der frühere Landkreis Helgoland umfaßte nur die Stadt Helgoland; jetzt gehört die Insel zum Landkreis Pinneberg. Interessant die Sondergesetze über Wiederaufbau und Verwaltung der Gemeinde Helgoland v. 15. März 1952, 8. Juli 1953 und 29. November 1954.Google Scholar
  33. 3.
    Ernst, Waldemar: DÖV 1952, Heft 12, S. 355.Google Scholar
  34. 4.
    So schon Constantin-Stein: Bd. I, S. 131.Google Scholar
  35. 1.
    Nach Forsthoff: Verwaltungsorganisation bei Giese „Die Verwaltung“, Heft 18, S. 17 handelt es sich in Wahrheit um den Restbestand öffentlich-rechtlicher Befugnisse, der nach Abzug der vorbehaltene Zuständigkeiten anderer Behörden verbleibt. Dieser Restbestand liege seit langem in seiner Umgrenzung im wesentlichen fest.Google Scholar
  36. 2.
    Vgl. Fr. Schöne: DÖV 1950, Heft 6, S. 164. Die Verankerung dieser Bestimmung an dieser Stelle des GG ist wesentlich weniger glücklich als sie in der Weim RV war, wo das Recht der Gemeinden und Gemeinde verbände auf Selbstverwaltung in Art. 127 unter den Grundrechten im zweiten Abschnitt „Gemeinschaftsleben“ eingeordnet war.Google Scholar
  37. 3.
    Treibert, Heinrich: Neuordnung der Staats- und Kommunalverwaltung, 1947, S. 23.Google Scholar
  38. 4.
    Weber, Werner: a. a. O.Google Scholar
  39. 1.
    Vgl. dazu Constantin-Stein: Bd. I, S. 137.Google Scholar
  40. 2.
    Es ist bedauerlich, daß der Referentenentwurf einer Landkreisordnung für Bad.-Würt, dem Landkreis keine unbeschränkte Kompetenz-Kompetenz einräumt. Er hält die damit verbundene Einschränkung des Wirkungskreises der Gemeinden für unvereinbar mit Art. 71, Abs. 2, S. 1 der Landesverfassung. Er verbürgt den Landkreisen lediglich die Möglichkeit, einmal übernommene Aufgaben auch dann weiterzuführen, wenn später eine einzelne Gemeinde diese Aufgabe für sich in Anspruch nehmen will. — Auch § 2 Landkreisordnung NRW hat die Kompetenz-Kompetenz nicht wieder aufgenommen.Google Scholar
  41. 3.
    Die Bestimmung in § 2 des Entwurfs der neuen Landkreisordnung für Bad.-Würt.: „er hat sich auf die Aufgaben zu beschränken, die der einheitlichen Versorgung und Betreuung der Einwohner des ganzen Landkreises oder eines größeren Teils desselben dienen“, ist undeutlich und enthält eine Schranke, die sich zum Nachteil der Kreise und ihrer Gemeinden auswirken kann.Google Scholar
  42. 4.
    Das wirtschaftliche Gefälle Stadt—Land nimmt teilweise beängstigendes Ausmaß an.Google Scholar
  43. 1.
    Moderner Staat und kommunale Selbstverwaltung in DSVerw 1954, Nr. 3, S. 48.Google Scholar
  44. 2.
    Im gleichen Sinne unterstreichen von Mangoldt und Fr. Schöne, daß alle Rechte auf Verleihung des Staats beruhen. Zitiert bei Hans Peters, Grenzen der kommunalen Selbstverwaltung in Preußen S. 189.Google Scholar
  45. 3.
    Hettenbach, Otto: Kleine Schriften zum Gemeinderecht, eigener und übertragener Wirkungskreis der würt. Kommunalverbände, 1933, S. 5.Google Scholar
  46. 4.
    Vgl. Hans Peters: Grenzen der kommunalen Selbstverwaltung in Preußen, 1926, S. 186.CrossRefGoogle Scholar
  47. 5.
    Peters, Hans: a. a. O., S. 192.Google Scholar
  48. 1.
    Althaus, Ernst: Das Recht der Gemeinden und Gemeindeverbände, S. 20.Google Scholar
  49. 2.
    Vgl. DÖV 1953, Heft 11, S. 336.Google Scholar
  50. 1.
    Loschelder, Wilhelm: Recht, Staat und Wirtschaft, Bd. II, S. 413ff.Google Scholar
  51. 2.
    Ähnlich Hensel: Recht, Staat und Wirtschaft, Bd. II, S. 481.Google Scholar
  52. 3.
    Loschelder, Wilhelm: a. a. O., S. 424.Google Scholar
  53. 4.
    Wandlungen der kommunalen Verwaltung, DÖV 1948, S. 19 ff.Google Scholar
  54. 5.
    Erläßt der Landkreis eine Verfügung als Selbstverwaltungsbehörde und nicht als staatliche Aufsichtsbehörde, so ist die Klage gegen den Landkreis zu richten, gleich, ob er in eigener Sache oder im staatlichen Auftrag tätig geworden ist. Kassel VGH, U 6. Okt. 1948, OS 104/48; Hess. StAnz. 1949, S. 276.Google Scholar
  55. 1.
    Material zur Landkreis Verfassung 1951, S. 17.Google Scholar
  56. 2.
    Schöne, Fr.: DÖV 1951, Heft 7, S. 175.Google Scholar
  57. 3.
    Ernst, Waldemar: DÖV 1952, Heft 12, S. 355.Google Scholar
  58. 4.
    Schreiben an den ndsächs. Minister des Innern v. 28. Februar 1953.Google Scholar
  59. 1.
    Vgl. auch die Übersicht in den Anlagen 2 bis 4 am Ende dieses Kapitels, S. 464 ff.Google Scholar
  60. 2.
    Vgl. Heinr. Treibert: Die Neuordnung der Staats- und Kommunalverwaltung, 1947, S. 40 ff. — Die Zuordnung weiterer Sonderbehörden wie Staatsrentamt, Außenstelle der Bundesvermögensverwaltung, ist nicht ganz klar.Google Scholar
  61. 1.
    DSVerw 1953, Nr. 12, S. 309.Google Scholar
  62. 2.
    Schöne, Fr.: DÖV 1951, Heft 7, S. 175.Google Scholar
  63. 1.
    Daß Art. 28 Abs. 2 S. 2 GG ein subj. öff. R. der Gemeinde auf Selbstverwaltung begründet, ist bestritten. Gelegentlich wird behauptet, die Bestimmung entstamme einem Redaktionsversehen.Google Scholar
  64. 1.
    Vgl. Müthling, Hans: DÖV 1951, Heft 2, S. 33.Google Scholar
  65. 2.
    Peteks, Hans: Grenzen der kommunalen Selbstverwaltung in Preußen, S. 23ff.Google Scholar
  66. 3.
    Müthling, Hans: DÖV 1951, Heft 2, S. 33 und DÖV 1951, Heft 7, S. 169.Google Scholar
  67. 4.
    Kollmann, Otmae: DÖV 1951, Heft 6, S. 148.Google Scholar
  68. 5.
    Müthling, Hans: DÖV 1951, Heft 7, S. 170.Google Scholar
  69. 1.
    Vgl. Rolf Kleins: DÖV 1955, Heft 8, S. 246, und über die Personalhoheit Hans Peter Ipsen: a. a. O. S. 225.Google Scholar
  70. 2.
    DSVerw 1954, Nr. 7, S. 192.Google Scholar
  71. 3.
    Aurich LVG, U 17. Dezember 1948, A 115 48; DV 1949, S. 164; Vgl. auch MDR 1949, S. 190.Google Scholar
  72. 4.
    Stuttgart, VG, U 5. Mai 1949, I 211/49; DVB1. 1950, S. 246.Google Scholar
  73. 5.
    Münster OVG U 21. April 1953 VII A 658/52, NJW 1944, S. 1647.Google Scholar
  74. 6.
    Peters, Hans: in DÖV 1949, Heft 17, S. 328.Google Scholar
  75. 1.
    Helfritz: Vertretung der Städte und Landgemeindennach außen in dem Gemeinderecht der östlichen Provinzen Preußens 1916, S. 29 ff.Google Scholar
  76. 2.
    Peters, Hans: Grenzen der kommunalen Selbstverwaltung in Preußen, 1926, S. 119ff.CrossRefGoogle Scholar
  77. 3.
    Forsthoff, Ernst: Lehrbuch des Verwaltungsrechts I, S. 338.Google Scholar
  78. 4.
    Forsthoff, Ernst: Verwaltungsorganisation bei Giese, Die Verwaltung, Heft 18, S. 4 ff.Google Scholar
  79. 1.
    Vgl. dazu Material zur Landkreisverfassung, herausgegeben vom Deutschen Gemeindetag März 1951, S. 19.Google Scholar
  80. 1.
    Vgl. Constantin-Stein: Bd. I, Seite 29/30 und 65.Google Scholar
  81. 2.
    Material zur Landkreisverfassung, S. 19, Constantin-Stein a.a.O., Bd. I, S. 42; Preußisches Oberverwaltungsgericht, Bd. 37, S. 4ff. Der Kreistag ist das Repräsentativorgan.Google Scholar
  82. 3.
    Nach schleswh. Landesrecht ist der Verzicht eines Abgeordneten auf seinen Sitz im Kreistag nicht deshalb nichtig oder wegen Drohung anfechtbar, weil seine Parteifreunde ihm erklärt haben, er müsse aus der Fraktion und der Partei ausscheiden, wenn er bei der Wahl des Landrates anders abstimme als die übrigen Mitglieder der Fraktion. Lüneburg OVG, U 24.1.1951, II A 353/50; OVGE 4, 139.Google Scholar
  83. 1.
    Mitglieder des Rates einer Gemeinde oder eines Kreistages sind nicht verhindert, das Amt des ehrenamtlichen Mitgliedes eines Verwaltungsgerichts zu bekleiden. Lüneburg OVG, B 22. 8. 195]; „Der Städtetag“ 1951, S. 333.Google Scholar
  84. 2.
    Bundesgerichtshof vom 3. Dezember 1953, III Z R, 66/52 DSVerw 1954, S. 193.Google Scholar
  85. 1.
    Constantin-Stein: „Die deutschen Landkreise“ Bd. 1, S. 48.Google Scholar
  86. 2.
    Art. 19 und 41 Bezirksordnung v. 1906.Google Scholar
  87. 3.
    DSVerw 1953, Heft 5, S. 122: „Recht und Pflicht der Kreistagsabgeordneten zur Kontrolle der Verwaltung, zur Zielsetzung und Anregung schöpferischer, sauberer und sparsamer Verwaltungsarbeit müssen gewährleistet sein, aber sie sollen die schöpferische Initiative, die Freude an verantwortlicher Arbeit des Hauptverwaltungsbeamten nicht hindern und beengen, sondern im Gegenteil fördern.“Google Scholar
  88. 4.
    So kann man sehr wohl bezweifeln, ob die Verteilung von Straßenbauzuschüssen (wie sie in Rheinland-Pfalz an die Gemeinden gewährt werden) durch den Kreisausschuß sachgemäß ist. Freilich beschließen in mehreren Bundesländern die Finanzausschüsse der Landtage über Einzelanträge auf Gewährung staatlicher Finanzhilfe.Google Scholar
  89. 1.
    Vgl. „Das Juristen-Monopol“ vonGust. Weber, DÖV 1952, Heft 12, S.369, und Peters DÖV 1951, Heft 14, S. 369ff.Google Scholar
  90. 1.
    Vgl. Waldemar Ernst: DÖV 1952, Heft 12, S. 354/355, und Fritz Geissler: DÖV 1952 Heft 12, S. 357.Google Scholar
  91. 1.
    Vgl. DÖV 1953, S. 299, und Zimniok: DÖV 1954, Heft 3, S. 81, und Horst Gützkow: Die Amtshaftung in der neueren Rechtssprechung und Literatur, DÖV 1953, Heft 10, S. 289ff. und 299ff.Google Scholar
  92. 2.
    Böhmer: „Bay. Bürgermeister“, 1950, S. 59; Henle DV 1950, S. 660; Zimniok DÖV 1950, S. 753 = NJW 1951, S. 116.Google Scholar
  93. 3.
    U. a. OLG Bamberg NJW 1951, S. 116 = DÖV 1950, S. 751, OLG Stuttgart JZ 1952, S. 144; Heidenhain NJW 1949, S. 884.Google Scholar
  94. 4.
    RGZ 137, S. 39.Google Scholar
  95. 5.
    NJW 1952, S. 881. Dies ist nunmehr auch ausdrücklich in § 35 III der neuen Landkreisordnung für Bayern vom 16. Febr. 1952 (Bay. GVB1., S. 39) geregelt.Google Scholar
  96. 6.
    Brösamle, Walter: DÖV 1952, S. 89.Google Scholar
  97. 7.
    Ein Landkreis kann aus einer Amtspflichtverletzung des Landrats nur dann haftbar werden, wenn die schadenstiftende Handlung entweder auf dem Gebiet der eigentlichen Landkreisaufgaben (Art. 1, Abs. 1, S. 2 LKO) oder auf dem Gebiet der dem Landkreis übertragenen Aufgaben (Art. 1, Abs. 2 LKO) vorgenommen worden ist. 2. Soweit der Landrat dagegen gem. §8 der „VO über die Bezirksämter“ vom 21. Dez. 1908 die Geschäfte des staatlichen Landratsamts als Vorstand dieser „äußeren Behörde für die innere Staatsverwaltung“ leitet, handelt er als Organ des Staates wie ehedem der Bezirksoberamtmann und der frühere Landrat als Vorstand der „Distrikts“-, „Bezirks-“ oder „unteren Verw. Behörde“. Insoweit haftet daher für Amtspflichtverletzungen des Landrats nicht der Landkreis, sondern der Staat, da insoweit nicht der Landkreis, sondern der Staat die Körperschaft ist, „in deren Dienst er steht“ (Art. 131 Weim. RV, Art. 97, Bay. Verf., Art. 34 GG).Google Scholar
  98. 2.
    Die Entscheidung über den Einspruch gegen die Gültigkeit der Landrats wähl ist ein Akt der rechtl. Selbstkontrolle der parlamentarischen Körperschaft. Daher können nur festgestellte rechtl. Mängel den Einspruch rechtfertigen.Google Scholar
  99. 3.
    Die Kreistagsabgeordneten sind zur Erhebung der Klage im Verw. Streit verfahren im Anschluß an das Einspruchsverfahren nach § 49 Buchst, c Abs. 4 DGO. befugt.Google Scholar
  100. 4.
    Die Fraktionen der Vertretung einer Gemeinde oder eines Kreises sind im Verwaltungs-streitverfahren parteifähig.Google Scholar
  101. 5.
    Die Entscheidung einer Vertretungskörperschaft im Wahlprüfungsverfahren sind keine Ermessensentscheidungen.Google Scholar
  102. 6.
    Sind diese Entscheidungen rechtswidrig, so sind sie im Verwaltungsstreitverfahren durch Urteil aufzuheben. Lüneburg OVG., U 1. 9.1950, II A 306/50; Der Städtetag 1951, S. 83; OVGE 2, 225; DÖV 1951, S. 589.Google Scholar
  103. 1.
    Die Zurücknahme einer Berufung durch den Kreisdeputierten als Vertreter des Land-rats ist rechtswirksam, auch wenn der Kreisdeputierte dabei gegen Weisung und Willen des Landrats handelt. Kassel VGH, U 5.1.1950, OS 67/49; DÖV. 1950, S. 560.Google Scholar
  104. 2.
    Über den Begriff der Geschäfte der lfd. Verwaltung vgl. die „Fundstelle“ 1954, Heft 22, Nr. 895.Google Scholar
  105. 1.
    Überholt durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 1. Dezember 1954, 2 BVG 1/54. Danach sind die Länder bei der Ordnung des Besoldungsrechts ihrer Beamten durch Bundesrahmenvorschriften nicht beschränkt; die bundesrechtlichen Angleichungsvorschriften in den Gesetzen von 1951 und 1953 sind ungültig.Google Scholar
  106. 1.
    Vgl. Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, 2. Lehrgang 1955: „Selbstkontrolle der öffentlichen Verwaltung“.Google Scholar
  107. 1.
    Schneider: DSVerw. 1953, S. 300.Google Scholar
  108. 2.
    Menzel zitiert bei H. Treibert: Die Neuordnung der Staats- und Kommunal Verwaltung 1947, S. 28.Google Scholar
  109. 3.
    Vgl. H. Treibert: a. a. O., S. 35.Google Scholar
  110. 4.
    Müller, Hermann: DÖV 1954 Heft 4, S. 114; dagegen Schmid, Anton: DÖV 1954 Heft 23, S. 719; dagegen wieder Pietdorf, Fritz: DÖV 1955 Heft 8, S. 230.Google Scholar
  111. 1.
    Leider enthält die der bad.-würt. Verfassung noch nicht einmal einen Ansatz in dieser Richtung.Google Scholar
  112. 2.
    Althaus, Ernst: Das Recht der Gemeinden und Gemeinde verbände, 2. Aufl. 1951. S. 35.Google Scholar
  113. 1.
    Treibert, H.: Neuordnung der Staats- und Kommunalverwaltung 1947, S. 44.Google Scholar
  114. 2.
    Vgl. Schmid, Anton: DÖV. 1954 Heft 23, S. 722.Google Scholar
  115. 3.
    Loschelder: Recht, Staat und Wirtschaft, Bd. II, S. 422.Google Scholar
  116. 4.
    Vgl. § 7 Abs. 3 Kreisordnung SchleswH., § 48 Kreisordnung NRW.Google Scholar
  117. 5.
    Koblenz LVG., U 4. Mai 1951, 7/51; DÖV. 1951, S. 649.Google Scholar
  118. 1.
    Böhme: Staat und Selbstverwaltung, S. 111ff.Google Scholar
  119. 2.
    Ernst, Waldemar: DÖV 1952 Heft 12, S. 355.Google Scholar
  120. 3.
    Augustin, Karl: DÖV 1952 Heft 14, S. 428.Google Scholar
  121. 4.
    § 5 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung einiger Punkte des Selbstverwaltungsrechts,. vom 25. Mai 1947 — Ndsächs. GVB1. S. 62.Google Scholar
  122. 5.
    Vgl. dazu Weber, Werner: a. a. O., S. 17ff.Google Scholar
  123. 1.
    Die Landkreisordnung von Rhldpf. z. B. sagt in § 2 ausdrücklich: Das Landratsamt ist Verwaltungsbehörde des Landkreises und zugleich untere staatliche Verwaltungsbehörde. Die von der unteren staatlichen Verwaltungsbehörde benötigten nichtbeamteten Dienstkräfte, die erforderlichen Einrichtungen und der Sachaufwand sind von dem Landkreis zur Verfügung zu stellen. Die hierdurch entstehenden Kosten werden dem Landkreis nach Maßgabe des Finanzausgleichsgesetzes vom Land erstattet. Kreiskommunale Dienstkräfte können mit staatlichen Aufgaben, staatliche Dienstkräfte mit kreiskommunalen Aufgaben beschäftigt werden.Google Scholar
  124. 2.
    Vgl. Katalog der weisungsgebundenen Aufgaben des Landkreisverbands NRW für 1953.Google Scholar
  125. 3.
    Peters, Hans: Grenzen der kommunalen Selbstverwaltung in Preußen, S. 121.Google Scholar
  126. 4.
    Forsthoff, Ernst: Verwaltungsrecht, S. 363ff.Google Scholar
  127. 5.
    Peters, Hans, a. a. O., S. 126.Google Scholar
  128. 6.
    Vgl. Ernst Forsthoff: Verwaltungsorganisation, a. a. O., S. 1ff.Google Scholar
  129. 1.
    Zum eigenen Wirkungskreis der Gemeinden gehört auch die Regelung der Personalverhältnisse. Die Gemeinden sind an die für die Rechtsverhältnisse der Gemeinde-Beamten bestehenden Gesetze und RechtsVOen. gebunden; sie unterstehen dabei der Aufsicht der Staatsbehörden, die in diesen Angelegenheiten aber nur darüber zu wachen haben, daß die Gemeinden ihre gesetzliche Pflicht erfüllen und die gesetzlichen Vorschriften einhalten. — München VGH., U 24. 7. 1951, 149 III 49; Bay. Bürgermeister 1952, S. 116. Der Gemeinderat hat der Auffassung, daß die Beförderung des Anf. Kl. ungültig sei, zugestimmt. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, daß die Regierung nicht zuständig war, dem Anf. Kl. als Gemeindebeamten einer mittelbaren Gemeinde gegenüber die Ungültigkeit seiner Beförderung auszusprechen.Google Scholar
  130. 2.
    Bericht über den 16. staatl. Fortbildungskurs d. Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer v. 28.—30. 9.1954, Thema: Strukturwandel des öffentlichen Dienstes.Google Scholar
  131. 3.
    Nach der Finanzstatistik 1951 aber 10% der Bruttoausgaben. Vereinzelt sind die Gebühren an das Land abzuführen.Google Scholar
  132. 1.
    Über den Finanzausgleich bis 1926 vgl. die Übersicht bei Constantin-Stein, Bd. II, S. 922.Google Scholar
  133. 2.
    Stork, Hans: DÖV 1950 Heft 4, S. 104.Google Scholar
  134. 3.
    Augustin, Karl: DÖV 1952 Heft 14, S. 426.Google Scholar
  135. 4.
    „ein von der Bevölkerung als Normalmaß empfundener Standard an öffentlichen Verwaltungsleistungen sowohl dem Umfang wie der Qualität nach.“ DSVerw. 1954 S. 284.Google Scholar
  136. 1.
    Die Finanzzuweisungen sind Pauschbeträge, die nicht auf die Aufwendungen der einzelnen (Stadt- und) Landkreise abgestellt sind, sondern geschätzte Durchschnittsbeträge des bei den (Stadt- und) Landkreisen anfallenden Personal- und Sachaufwands der staatl. Verwaltung. Die Abänderlichkeit der Höhe dieser Zuweisungen ergibt sich aus deren Zweck, weil sich der den (Stadt- und) Landkreisen überbürdete Personal- und Sachaufwand der staatl. Verwaltung ändern kann. Die Gemeinde verbände mußten also damit rechnen, daß mit der Verminderung ihrer Aufgaben für die staatl. Verwaltung eine Verminderung der Zuschüsse erfolgen werde. Die rückwirkende Herabsetzung des Zuschusses verstößt nicht gegen den Grundsatz der Rechtsstaatlichkeit. Bay. VerfGH, E 18. Jan. 1952, Vf 97 —VII.Google Scholar
  137. 2.
    Augustin, Karl: a.a.O. S. 427.Google Scholar
  138. 1.
    Bay. VerfGH, E 18. Jan. 1952, Vf 97—VII—50; DÖV 1952, S. 278.Google Scholar
  139. 2.
    Bay. VerfGH, E 18. Jan. 1952, Vf 97—VII—50; DÖV 1952, S. 278; VGHEII Teü, 68 (n.F.5),l.Google Scholar
  140. 3.
    Über „Gründe der kommunalen Staatsaufsicht“ DÖV 1951 Heft 21, S. 576ff.Google Scholar
  141. 4.
    Material zur Landkreisverfassung 1951, S. 24.Google Scholar
  142. 1.
    Weber, Werner: Die Gemeinde im Landkreis 1954, S. 6.Google Scholar
  143. 2.
    Kataloge sind enthalten in der hessischen Verordnung über die Verteilung der Aufgaben der Landesverwaltung auf der Kreisstufe vom 24. März 1953 und der Verordnung über die Übertragung von Aufgaben der Landesverwaltung von der Kreisstufe auf Gemeinden vom 1. Aprü 1953.Google Scholar
  144. 3.
    Constantin-Stein: Bd. L, S. 36 Anm. 23.Google Scholar
  145. 1.
    Vgl. DSVerw. 1953, Nr. 3, S. 59. 2 DÖV 1953 Heft 11, S. 337.Google Scholar
  146. 1.
    Im sog. Gendarmerie-Edikt v. 30. Juli 1812, der ersten preußischen Kreisordnung, die allerdings auch nie in Kraft trat, wurde zwischen kreisfreien und kreisangehörigen Städten als Städten 1. und 2. Klasse unterschieden. Schöne, Fr.: DÖV 1951 Heft 7, S 171 Anm. 1.Google Scholar
  147. 2.
    So z. B. SchleswH. (§ 121 [2] GO) und Hess. (§ 135 [2] GO).Google Scholar
  148. 3.
    So schon Constantin-Stein: Bd. I S. 1066.Google Scholar
  149. 4.
    Schöne, Fr.: DÖV 1951 Heft 7, S. 172.Google Scholar
  150. 5.
    Zitiert in DSVerw. 1953, S. 175.Google Scholar
  151. 6.
    Heydenreich: Das Ausgleichsproblem in NRW 1952.Google Scholar
  152. 7.
    Constantin-Stein: Bd. I, S. 100.Google Scholar
  153. 1.
    Treibert, H.: Die Aufgaben und Wirkungsmöglichkeiten der Landkreise in der Gegenwart 1948, S. 8.Google Scholar
  154. 2.
    Die Landkreise in Ndsachs. sind seit 1947 nicht mehr zugleich und wohl sogar in 1. Linie staatl. Verwaltungsbezirke; durch das G. z. vorläufigen Regelung einiger Punkte des Selbstverwaltungsrechts vom 28. Mai 1947 sind sie kommunalisiert worden, so daß die Kreisbehörde nicht länger eine Stufe der staatl. Verwaltungsorganisation ist und die erste und alleinige Entschließung über den Kreissitz nicht mehr beim Staat liegen kann. Diese Entscheidung bedarf der Genehmigung des ndsächs. Ministers des Inneren als der Aufsichtsbehörde. Lüneburg OVG, U 14. März 1951, II A 16/51; OVGE 4, S. 240; DSt 1951, S. 203.Google Scholar
  155. 3.
    So schon die Entschließung des Landkreistages v. 29. Nov. 1947.Google Scholar
  156. 4.
    Vgl. Peters, Hans: Grenzen der kommunalen Selbstverwaltung in Preußen, S. 95.Google Scholar
  157. 5.
    Bay. VerfGH, E 4. Juli 1952, Vf 135—VII—50; DÖV 1952, S. 701.Google Scholar
  158. 1.
    DÖV 1953 Heft 11, S. 335.Google Scholar
  159. 2.
    Beschluß vom 19. Jan. 1954, 3 K 102/53, DÖV 1954 Heft 4, S. 124.Google Scholar
  160. 3.
    Der Entwurf zur bad.-würt. Kreisordnung bezeichnet sie als wichtiges Bindemittel.Google Scholar
  161. 4.
    Vgl. Kurt Kottenberg: DÖV 1954 Heft 14, S. 423.Google Scholar
  162. 1.
    Vgl. Horst Hacker: DÖV 1953, S. 741.Google Scholar
  163. 2.
    Augustin, Karl: DÖV 1952 Heft 14, S. 427.Google Scholar
  164. 3.
    Vgl. Kurt Kottenberg: DÖV 1953 Heft 14, S. 423.Google Scholar
  165. 4.
    Forsthoff: Die Verwaltung, S. 16.Google Scholar
  166. 5.
    Die Beratung durch die beim Kreis beamteten Verwaltungsaktuare hat in Würt. eine lange Tradition. Würt. Gemeindeordnung vom 19. März 1930 Art. 192–201 (Reg. Bl., S. 45) und §§ 128–138 der Volk. VO hierzu v. 17. Okt. 1932 (Reg. BL, S. 311). Die Besorgung der Steuer-, Haushaltsplan- und Rechnungsgeschäfte und fachmännische Beratung wurde erstmals durch Verwaltungsedikt vom 1. März 1822 Verwaltungsaktuaren als Hilfsbeamten der Gemeinden übertragen. Der Entwurf der Kreisordnung für Bad.-Würt. sieht Beibehaltung dieser Einrichtung vor.Google Scholar
  167. 6.
    Peters, Hans: Grenzen der kommunalen Selbstverwaltung in Preußen, Berlin 1926, S. 235; anderer Ansicht: W. Jellinek, VerwR, S. 514.CrossRefGoogle Scholar
  168. 1.
    Urteil des bay. Verw. Gerichtshofs, v. 23. August 1954 wegen Offenhaltung der Geschäfte am Kupfernen Sonntag, in DSVerw. 1954 Nr. 12, S. 311. Hier wird auch das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster v. 21. April 1953 (DÖV 1953, S. 732) zitiert, das bereits oben wiedergegeben wurde und wo es heißt: „Geht der Streit aber darum, ob ein Weisungsrecht der staatlichen Behörde gegenüber der Selbstverwaltungskörperschaft besteht oder ob sich die im einzelnen Falle erteilte Weisung im Rahmen des gesetzlich festgelegten Weisungsrechts hält, ist der Selbstverwaltungskörperschaft die Prozeßführungsbefugnis zur Gewährleistung der Wahrung eigener Rechte als Gebietskörperschaft und selbständiger juristischer Person zuzugestehen; denn in diesem Falle geht der Streit nicht um die Verbindlichkeit einer auf die Durchführung einer Auftragsangelegenheit bezogenen Weisung, sondern um die Verbindlichkeit eines die Gebietskörperschaft belastenden Verwaltungsakts, die die Gebietskörperschaft deshalb bestreitet, weil dem Verwaltungsakt eine hinreichende Rechtsgrundlage fehle“.Google Scholar
  169. 2.
    Vgl. im folgenden Gerhard Beck: Staatsaufsicht über Gemeinden, 1950.Google Scholar
  170. 1.
    Peters, Hans: a. a. O., S. 244; OVG Preuß. Bd. 70, S. 57.Google Scholar
  171. 2.
    Stuttgart VGH v. 12. Januar 1951, DVB1. 1951, S. 416.Google Scholar
  172. 3.
    München VGH v. 23. Juli 1951, VGH E 67/115.Google Scholar
  173. 1.
    Der Staatsbeauftragte darf aber nicht ordnungsmäßig bestellte Gemeindeorgane absetzen.Google Scholar
  174. 2.
    Vgl. Otto Gönnenwein in Württembergische Gemeindezeitung 1955, Heft 6, S. 145.Google Scholar
  175. 3.
    DÖV 1953, S. 702; Verwaltungsgericht Kassel v. 11. März 1952 II 102/1951. Dagegen Schunck, DÖV 1954, S. 93: Die Versagung einer Genehmigung aus Ermessensgründen widerspricht Art. 137 der hess. Verfassung und Art. 49 der Verfassung von RhldPf.Google Scholar
  176. 1.
    OLG Stuttgart v. 2. Februar 1951 Ss 144/50; DÖV 1951, S. 278.Google Scholar
  177. 2.
    München VHG, U 17. Januar 1952, 128 IV 50; DVB1. 1952, S. 446.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1956

Authors and Affiliations

  • Walter Cantner

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