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Gemeindeverfassungsrecht in den Ländern der Magistratsverfassung (Hessen und Schleswig-Holstein)

  • Werner Eisner
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Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiet der Physiologie der Pflanzen und der Tiere book series (volume 1)

Zusammenfassung

Die Magistratsverfassung als Verfassungsform des deutschen Gemeinderechts geht auf die preußische Städteordnung vom 19. November 1808, die sog. Steinsche Städteordnung, zurück. Während die altdeutsche Ratsverfassung gegenüber der mächtigen Stadtobrigkeit, dem Rat, eine besondere Vertretung der Bürgerschaft nur schwach entwickelt hatte, wurde jetzt unter dem Einfluß der konstitutionellen Staatsidee hauptsächlich durch Freys Entwurf das Nebeneinander von zwei grundsätzlich gleichberechtigten Organen städtischer Selbstverwaltung eingeführt2. Das waren die von der Bürgerschaft gewählte Versammlung der Stadtverordneten und der von den Stadtverordneten gewählte gleichfalls kollegial gebildete Magistrat. Diese Verfassungsform wurde durch die revidierte Städteordnung vom 17. März 1831 und die Städteordnung für die östlichen Provinzen der preußischen Monarchie vom 30. Mai 1853 (GS S. 261) — mit einer gegenüber der Steinschen Städteordnung bedeutungsvoll verstärkten Rechtsstellung des Magistrats — aufrechterhalten und durch die Städteordnungen vom 19. März 1856, vom 14. April 1869 und vom 4. August 18973 auf die Provinzen Westfalen, Schleswig-Holstein und Hessen-Nassau ausgedehnt. Sie bestand ferner nach der revidierten hannoverschen Städteordnung vom 24. Juni 18583 in Hannover. Außerhalb Preußens galt in der Zeit der Weimarer Republik die Magistratsverfassung (teilweise mit anderer Bezeichnung der Organe) oder eine andere Form des Zweikörpersystems in den Städten der Länder Baden, Braunschweig, Lippe, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg, Sachsen (nur in größeren Städten) und Schaumburg-Lippe, in den bremischen Hafen städten und den Nebengemeinden der Freien und Hansestadt Hamburg1. So herrschte bei aller Vielgestaltigkeit des Gemeindeverfassungsrechts bis 1933 das Zweikörpersystem in den Städten mindestens in Norddeutschland vor. Die Landgemeinden wurden dagegen im Regelfall nach dem Einkörpersystem (Bürgermeister- oder Gemeinderatsverfassung) verwaltet. Der nationalsozialistische Staat beseitigte in Preußen schon mit dem Gemeindeverfassungsgesetz vom 15. Dezember 1933 (GS S. 427), endgültig für das gesamte Reichsgebiet mit der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 (RGBl. I S. 49), das Zweikörpersystem wie überhaupt jede Form kollegialer Gemeindeverwaltung2.

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Literatur

  1. 1.
    Böhme, Recht, Staat und Wirtschaft 1949 S. 111; Falck u. a., HwbKommW Erg Bd I S.545; Gönnenwein, ArchöffR 74, S.191, 218; Jellikek,W.,VerwR S.72Google Scholar
  2. Loschelder, Recht, Staat und Wirtschaft II 1950 S. 413Google Scholar
  3. Meyer-Lülmann, Zeitschrift für Kommunalwirtschaft 1925 S. 49; Peters, Lehrbuch S. 302; Preuss, HwbKommW I S. 481, II S. 285, IV S. 1; Riess, HwbKommW III S. 319, IV S. 45, ErgBd II S. 1233; Stier-Somlo S. 37, 268, 429; v. Turegg, VerwR S. 265.Google Scholar
  4. 2.
    Heffter, S. 93/94.Google Scholar
  5. 3.
    StädteO. f. d. Prov. Westfalen v. 19. März 1856 (GS S. 237); Gesetz betr. die Verfassung und Verwaltung der Städte und Flecken d. Prov. Schleswig-Holstein v. 14. April 1869 (GS S. 589); StädteO. f. d. Prov. Hessen-Nassau v. 4. August 1897 (GS S. 254); Rev. StädteO. f. d. Königreich Hannover v. 24. Juni 1858 (Hann. GS S. 41).Google Scholar
  6. 1.
    Badische GO. v. 5. Oktober 1921; braunschw. StädteO. v. 15. November 1924; lippisches Gemeindeverfassungsgesetz v. 1. Dezember 1927; meckl.-schwer. StädteO. v. 18. Juli 1919; StädteO. f. d. Freistaat Mecklenburg-Strelitz v. 29. Juli 1919/9. Juni 1923; LandGO. f. d. Freistaat Mecklenburg-Strelitz v. 13. Februar 1920/27. Juli 1922; Rev. GO. f. d. Landesteil Oldenburg v. 15. April 1873/25. Juni 1921 mit besonderen GOen f. d. Landesteile Lübeck und Birkenfeld; GO. f. d. Freistaat Sachsen v. 1. August 1923/15. Juni 1925; StädteO. f. d. Fürstentum Schaumburg-Lippe v. 13. Juni 1906; StädteO. f. d. brem. Hafenstädte v. 23. Mai 1922; hamb. StädteO. v. 2. Januar 1924.Google Scholar
  7. 2.
    §§ 6, 32 DGO.; Suren-Loschelder Band 1, S. 156, 449.Google Scholar
  8. 3.
    KommHdb § 62.Google Scholar
  9. 4.
    KommHdb § 60; Kreutzer, DÖV 1954, 425.Google Scholar
  10. 5.
    KommHdb 4. Kap. — Vgl. aber Nachtrag S. 275f.; Reschke, DVBl. 1954, 413, DÖV 1954, 464.Google Scholar
  11. 6.
    Nach schleswh. StädteO. v. 14. April 1869 (GS S. 589) wurden die Magistratsmitglieder durch die wahlberechtigte Bürgerschaft gewählt.Google Scholar
  12. 7.
    Jellinek, W., VerwR S. 75, nennt die Gemeinden mit Magistratsverfassung wegen der besonderen Rechtsstellung des Bürgermeisters „Gemeinden mit dreifacher Willensbildung“.Google Scholar
  13. 1.
    Die Bezeichnung „Magistrat“ für die „Stadtobrigkeit“ findet sich schon im Teil II Tit. 8 §§ 119, 120 ALR. Sie wurde durch die STEiNsche Städte O. f. d. preuß. Stadtrecht allgemein üblich (§ 10 östl. StädteO., § 10 westf. StädteO., § 12 hess.-nass. StädteO., § 1 schleswh. StädteO.). Auch in Oldenburg hieß das zweite Organ „Staatmagistrat“, dagegen in Braunschweig „Rat der Stadt“, in Sachsen „Gemeinderat“. Die von Preuss, HwbKommW I S. 481, für die Magistratsverfassung gebrauchte Bezeichnung „Ratsverfassung“ist heute nicht mehr anwendbar, da unter „Ratsverfassung“das in Süddeutschland eingeführte Einkörpersystem verstanden wird.Google Scholar
  14. 2.
    Der aus dem Staatsrecht entlehnte Begriff „Zweikammersystem“kommt, wenn er auf kommunale Verhältnisse überhaupt übertragbar ist, höchstens für die „echte“Magistrats -Verfassung in Betracht.Google Scholar
  15. 3.
    v. Hoffmann DÖV 1954, S. 326, 496; Jansen DÖV 1954, S. 328.Google Scholar
  16. 4.
    Die echte Magistratsverfassung bestand in Preußen auf Grund der östl. StädteO. v. 31. Mai 1853 und der entsprechenden Städteordnungen f. d. anderen Provinzen. Zur Rechtsnatur der echten Magistratsverfassung und zum Verhältnis von Stadtverordnetenversammlung und Magistrat vgl. v. Brauchitsch, S. 334.Google Scholar
  17. 1.
    Die unechte Magistratsverfassung gilt heute in Schleswig-Holstein, Hessen und Bremerhaven. Zu dem Unterschied zwischen unechter Magistratsverfassung und Bürgermeisterverfassung vgl. auch 1. hess AusfAnw. II.Google Scholar
  18. 1.
    Buch, Die Hess. GO., 1952Google Scholar
  19. 1a.
    Ebel-Emrich, Hess. GO. v. 25. Februar 1952 u. Hess. LKO. v. 25. Februar 1952, 1953; Gönnenwein, Neues Gemeinderecht in Bayern u. Hessen, ArchöffR 78, 428Google Scholar
  20. 1b.
    Klüber, Der Entwurf d. Hess. GO., DÖV 1950, 639Google Scholar
  21. 1c.
    Leissner, Neues hess. Kommunalrecht 1952Google Scholar
  22. 1d.
    Muntzke, Die Hess. GO. v. 25. Februar 1952Google Scholar
  23. 1e.
    Muntzke-Schlempp, Kommentar zur Hess. GO. 2 Bände, erscheint Herbst 1954Google Scholar
  24. 1f.
    Schlempp, Die neue Hess. GO., DÖD 1952, 61Google Scholar
  25. 1g.
    Schneider, Kommunalrecht in Hessen 1951Google Scholar
  26. 1h.
    Schneider, Neues Kommunalrecht in Hessen 1952, Heftl: Gemeinde- u. Kreiswahlrecht, Heft 2: Gemeinderecht.Google Scholar
  27. 2.
    Durch Erl. v. 1. April 1944 (RGBl. I S. 109) wurden aus der Prov. Hessen-Nassau zwei Provinzen, „Kurhessen“u. „Nassau“, unter Umgliederung einzelner Kreise gebildet.Google Scholar
  28. 3.
    So galt z. B. nach § 45 hess.-nass. LandGO. f. d. Landgemeinden über 500 Einwohner grundsätzlich das System des kollegialen Gemeindevorstandes.Google Scholar
  29. 1.
    Drucks, d. hess. Landtags I. Wahlperiode, Abt. I Nr. 1567 S. 2279 — Entw. Hess. GO. 1950.Google Scholar
  30. 2.
    Drucks, d. hess. Landtags IL Wahlperiode, Abt. I Nr. 256 S. 395 — Entw. Hess. GO. 1951.Google Scholar
  31. 3.
    KommHdb § 39 II, 1.Google Scholar
  32. 4.
    Lauritzen, Die Selbstverwaltung in Schleswig-Holstein, HdKommentar zur Gemeindeordnung, Amtsordnung, Kreisordnung u. Landessatzung 1950Google Scholar
  33. 4a.
    Markull, Gemeindeordnung für Schleswig-Holstein 1950.Google Scholar
  34. 1.
    Lauritzen, a. a. O. S. 59 Anm. 3 zu § 33.Google Scholar
  35. 2.
    Lauritzen, a. a. O. S. 20.Google Scholar
  36. 1.
    Hess. GO. §§ 9 I, III, 49, 80; schleswh. GO. §§ 7 I, 27 III, 73; WahlG. §§ 2a, 46a.Google Scholar
  37. 2.
    Wenn nachstehend vom Magistrat die Bede ist, so ist darunter auch der kollegiale Gemeindevorstand der hess. Landgemeinden zu verstehen.Google Scholar
  38. 3.
    Pr. OVG 37, 116; LVG Koblenz v. 12. Dezember 1950 VerRSpr 3, 475.Google Scholar
  39. 4.
    KommHdb § 37 VII, 4.Google Scholar
  40. 1.
    Stier-Somlo, S. 270; Hess. VGH v. 28. März 1952 ESVGH 1, 21; OVG Lüneburg v. 1. September 1950 OVGE 2, 225. In früheren Gesetzen (z. B. östl. StädteO. § 59; ZustG § 17 I Nr. 2, § 33 I Nr. 2) wird die Gemeindevertretung (Stadtverordnetenversammlung) unzutreffenderweise als „Gemeindebehörde“bezeichnet (auch Pr. OVG 41, 34). Anders ist die Stellung der Gemeindevertretung in der monistischen Gemeindeverfassung zu beurteilen; hier ist der „Rat“zugleich Gemeindevertretung und Gemeindebehörde (vgl. Bay. VGH v. 31. Juli 1950; Bay. Bürgermeister 1951, 44).Google Scholar
  41. 2.
    RGSt. 41, 171.Google Scholar
  42. 3.
    z. B. Bürgerschaft (in Lübeck), Ratsversammlung (in Kiel), auch Stadtverordnetenversammlung, Anl. 3, § 2 zur 1. schleswh. AusfAnw., § 2 der Hauptsatzung der Stadt Kiel v. 20. April 1950.Google Scholar
  43. 4.
    KommHdb § 39 III.Google Scholar
  44. 5.
    Hess. GO. § 38, WahlO. § 6; schleswh. GO. § 31 II, WahlG. § 13 i. d. F. d. G. v. 29. Jan. 1955 (GVBl. S. 5).Google Scholar
  45. 6.
    Wegen der Feststellung der Einwohnerzahl: Hess. GO. § 148, schleswh. WahlG. § 13 II.Google Scholar
  46. 7.
    Über die Gemeindewahl nach altem Recht: Guttjahr, HwbKommW IV, 411, ErgBd. II 1405; Stier-Somlo S. 274.Google Scholar
  47. 8.
    Hess. GO. § 29, WahlG. § 1; schleswh. WahlG. §§ 11, 11, 12.Google Scholar
  48. 9.
    Hess. GO. § 36 I, WahlG. §§ 2 I–II, 37 III; schleswh. WahlG. § 2 I, II.Google Scholar
  49. 10.
    Hess. GO. § 30, WahlO. §§ 2 I–III, 4; schleswh. WahlG. §§ 1 II, 4.Google Scholar
  50. 11.
    Der Wohnsitzbegriff des hess. Gemeindewahlrechts weicht von dem des § 7 BGB ab, Schneider, a. a. O. Heft 1 S. 16. Das schleswh. Gemeindewahlrecht hat dagegen den Wohnsitzbegriff des § 7 BGB beibehalten (WahlO. § 87 I).Google Scholar
  51. 1.
    Anders nach altpreuß. Recht, Stier-Somlo S. 274 Anm. 24.Google Scholar
  52. 2.
    Hess. GO. § 31, WahlO. § 2 IV—VI; schleswh. WahlG. §§ 6, 7.Google Scholar
  53. 3.
    Hess. GO. § 32, WahlO. § 3 I, II; schleswh. WahlG. § 8, WahlO. § 2.Google Scholar
  54. 4.
    Schleswh. WahlG. §§ 8 Nr; 4, 37.Google Scholar
  55. 5.
    Wegen des nachträglichen Wegfalls der Wählbarkeit Hess. GO. § 33, WahlO. § 3 III, IV; schleswh. WahlG. § 36.Google Scholar
  56. 6.
    Grundsätzliches zu der Frage des passiven Wahlrechts für Kommunalbeamte: Keller, HwbKommW IV, 409.Google Scholar
  57. 7.
    Schleswh. WahlO. § 9 II—IV.Google Scholar
  58. 8.
    Littmann-Pfeil-Köbel: Leitfaden für die Kommunalwahlen 1952Google Scholar
  59. 8a.
    Schneider: Neues Kommunalrecht in Hessen, Heft 1: Gemeinde- u. Kreiswahlrecht 1952.Google Scholar
  60. 9.
    Hess. WahlG. §§ 3–7, WahlO. §§ 11–20.Google Scholar
  61. 10.
    Über besondere Stimmbezirke für Kranken- und Pflegeanstalten und über „fliegendeStimmbezirke hess WahlO. § IQGoogle Scholar
  62. 11.
    Hess. WahlG. §§ 9–15, WahlO. §§ 31–36. Über die Aufstellung von Wahlvorschlägen: Hess. VGH v. 1. Dezember 1948 in DV 1949,161; v. 1. Dezember 1948 Sta.Anz. 1949, 107; v. 22. Dezember 1948 Sta.Anz. 1949, 108; v. 7. Januar 1949 Sta.Anz. 1949, 109; v. 6. Februar 1951 DÖV 1952, 183; v. 20. Januar 1953 ESVGH 2, 47; v. 24. April 1953 ESVGH 2, 177; 2, 181.Google Scholar
  63. 1.
    Hess. WahlG. §§ 20–22, WahlO §§ 60–63.Google Scholar
  64. 2.
    Hess. WahlG. §§ 17–19, WahlO. §§ 43–59, 68.Google Scholar
  65. 3.
    Hess. WahlG. §§ 23–26, 28, 29, WahlO. §§ 64, 65.— Wahlsachen sind Klagen eigener Art und können nicht als Anfechtungsklagen im Sinne des VGG angesehen werden (Hess. VGH v. 12. Mai 1950 Sta.Anz. 1951 Nr. 9 Beilage Nr. 5 S. 22). Zusammenstellung der neueren Entscheidungen in Wahlanfechtungssachen: NJW — Fundhefte 3 I S. 7, 3 II S. 6, 3 III S. 12, 3 IV S. 15 u. Schneider a. a. O. Heft 1.Google Scholar
  66. 4.
    Das Anfechtungsrecht der Aufsichtsbehörde ist neu und begegnet Bedenken: Schneider a. a. O. Heft 1 S. 29.Google Scholar
  67. 5.
    Text teilweise überholt durch G. v. 29. Jan. 1955 (GVBl. S. 5).Google Scholar
  68. 1.
    Pr. OVG v. 21. Oktober 1924 in PrVBl. 46, 173; Stier-Somlo, S.297 Anm.88 unter Anführung weiterer Entscheidungen des Pr. OVG.Google Scholar
  69. 2.
    Hess AusfAnw. I.Google Scholar
  70. 1.
    Stier-Somlo: S. 298 Anm. 92.Google Scholar
  71. 2.
    Deshalb soll die Sitzung nicht vor Ablauf der Einspruchsfrist von zwei Wochen nach Bekanntmachung des Wahlergebnisses stattfinden.Google Scholar
  72. 3.
    Schleswh. GO. §§ 33, 34; WahlG. §§ 30 I, 31 I.Google Scholar
  73. 4.
    v. Brauchitsch: S. 347 Anm. 4 zu § 35 östl. StädteO.; Stier-Somlo S. 270.Google Scholar
  74. 5.
    Pr. OVG 25, 415/417.Google Scholar
  75. 6.
    Das folgt daraus, daß die Vorschriften für Ehrenbeamte und sonst ehrenamtlich Tätige nicht ohne weiteres auf die Gemeindevertreter Anwendung finden. Der Hinweis in § 35 II hess. GO. und § 32 II schleswh. GO. wäre sonst überflüssig.Google Scholar
  76. 7.
    Die scheinbar abweichende Entscheidung des OLG Braunschweig v. 10. Juni 1950 (DVBl. 1951, 513) erklärt sich aus der andersartigen Rechtsstellung der Gemeindevertreter in dem in Niedersachsen geltenden Einkörpersystem.Google Scholar
  77. 8.
    Pr. OVG 50, 12; OVG Münster v. 20. September 1950 OVGE 3, 77; v. 13. Januar 1954, DÖV 1954, 439.Google Scholar
  78. 9.
    Hess. GO. §§ 49, 28 II; schleswh. GO. §§ 27 III, 26 II, 1. AusfAnw. Anl. 3 § 3. In Kiel führen z. B. die Stadtvertreter die Bezeichnung „Ratsherren“ (§ 2 II der Hauptsatzung der Stadt Kiel v. 20. April 1950).Google Scholar
  79. 1.
    Hess. GO. § 35 I; schleswh. GO. § 32.Google Scholar
  80. 2.
    Nach Ebel-Emrich: a. a. O. S. 41, Anm. 2 zu § 35, ist dies streitig.Google Scholar
  81. 3.
    Lauritzen: a. a. O. S. 58 Anm. 1 zu § 32.Google Scholar
  82. 4.
    OVG Lüneburg v. 24. Januar 1951 OVGE 4, 139.Google Scholar
  83. 5.
    Bay. VGH v. 25. November 1948 VerwRspr 1, 198.Google Scholar
  84. 6.
    Stier-Somlo: S. 273; die abweichende Auffassung von Lederer, Bay. Bürgermeister 1949, 6 betrifft die anders gelagerten Verhältnisse im Einkörpersystem.Google Scholar
  85. 7.
    Hess. GO. §§ 35 II, 24–26, 55 V; schleswh. GO. §§ 32 II, 21–23, 25. Über die Verschwiegenheitspflicht: Hans in DV 1949, S. 544; über Interessenkollision: Stier-Somlo S.303 bes. Anm. 114; über den Umfang der Treuepflicht von Rechtsanwälten, die Gemeindevertreter sind: Hess. St GH v. 25. Juli 1951 NJW 1952, S. 79, OVG Münster v. 14. Juni 1950, OVGE 3, 22; Lauritzen: a. a. O. S. 53 Anm. 1 zu § 23.Google Scholar
  86. 1.
    KommHdb § 37 VIII, 8.Google Scholar
  87. 2.
    Hess.GO.§ 27 II; RdErl. desMdl. v. 20. April 1950 (Sta.Anz. S. 169)/17. September 1951 (Sta.Anz.S.613);schleswh.GO. § 24 II;Besoldungsrichtlinienv. 31.März 1950(ABl. S. 144). In § 35II hess. GO. ist zwar § 27II nicht zitiert (anders § 32 II schleswh. GO. bezüglich des § 24), doch ist es auch in Hessen unbestritten, daß die Gemeindevertreter Anspruch auf Auslagenersatz u. Entschädigung für Arbeitsausfall haben.Google Scholar
  88. 3.
    Hess. GO. §§ 49, 57, 58, 60, 62 IV, 1. AusfAnw. II 2; schleswh. GO. §§ 33, 34, 37, 42 II, 1. DVO § 7, 3. AusfAnw. zu §§ 26, 33, 37.Google Scholar
  89. 4.
    Daß der Stadtverordnetenvorsteher durch Androhung einer Exekutivstrafe seitens der Aufsichtsbehörde angehalten werden könne, seinen Pflichten, z. B. zur Einberufung der Stadtverordnetenversammlung auf Antrag von einem Viertel der Mitglieder oder auf Verlangen des Magistrates nachzukommen, wurde früher von der preuß. Staatsregierung behauptet. Heute kann diese schon seinerzeit bestrittene Auffassung keinesfalls mehr aufrechterhalten werden (Stier-Somlo S. 271 Anm. 17).Google Scholar
  90. 1.
    Lattritzen: a. a. O. S. 59 Anm. 3 zu § 33.Google Scholar
  91. 2.
    Hess. AusfAnw. II 2 c; v. Brauchitsch S. 358 Anm. 4 zu § 46 östl. StädteO.Google Scholar
  92. 3.
    Hess. WahlG. §§ 2 I, 37 III; schleswh. WahlG. § 2 III.Google Scholar
  93. 4.
    Hess. WahlG. § 29; schleswh. WahlG. §§ 31 Nr. 1, 33, 34 IV, 35 III.Google Scholar
  94. 5.
    Hess. GO. § 64; schleswh. GO. § 44.Google Scholar
  95. 6.
    Hess. WahlG. §§ 32, 27 III.Google Scholar
  96. 7.
    Hess. WahlG. § 30 II; schleswh. WahlG. § 10 II. Verweigert ein Gemeindevertreter seine Verpflichtung, so ist dies einem Verzicht gleichzuachten.Google Scholar
  97. 1.
    Hess. GO. § 33, WahlO. § 3 III, IV; schleswh. WahlG. § 36.Google Scholar
  98. 2.
    Schleswh. GO. §§ 51 V, 64 V, WahlG § 9 III.Google Scholar
  99. 3.
    Schleswh. WahlG. § 37; LVG Schleswig v. 2. März 1950 DÖV 1950, 622.Google Scholar
  100. 4.
    Hess. WahlG. §§ 31, 22 III, WahlO. § 66; schleswh. WahlG. § 38.Google Scholar
  101. 5.
    BVerfGE 3,45.Google Scholar
  102. 6.
    Hess. GO. §§ 50, 62 I; schleswh. GO. §§ 27 I, 30, 45 III.Google Scholar
  103. 7.
    KommHdb § 37 VII, 2.Google Scholar
  104. 1.
    KommHdb § 37 VII, 3.Google Scholar
  105. 2.
    Hess. GO. § 51; schleswh. GO. § 28.Google Scholar
  106. 3.
    Hess. GO. § 51 Nr. 3, 4, 6, 11, 19, dazu §§ 2, 19 I, 12 ff., 15f., 20, 28, 5, 151; schleswh. GO. § 28b, c, d, f, n, u, v, dazu §§ 2 I, 17 I, 11, 12, 13 ff., 18, 20 III, 21III, 2511, 26, 4, WahlG. §§8 Nr. 4, 37.Google Scholar
  107. 4.
    Hess. GO. §§ 24–27, 33 I, 35 II, 57, 60 I, 61 II u. III, 77 II, WahlG. §§ 11 I, 23ff.; schleswh. GO. §§ 21–25, 28t, 29 II, 32 II, 33 I, V, 34 II, 41, 42 I, WahlG. §§ 31, 36, 37, WahlO. § 8.Google Scholar
  108. 1.
    Hess. GO. §§ 39, 41, 75, 76, 77; schleswh. GO. §§ 28t, 29, 62 II, 64, 65, 72.Google Scholar
  109. 2.
    Hess. GO. §§ 62 I, 72 II, 81 ff., 84ff.; schleswh. GO. § 45 I.Google Scholar
  110. 3.
    Hess. GO. §§ 51 Nr. 16, 101 I, 130 III, 131 II; schleswh. GO. §§ 28s, 85, 115 II, 116 II.Google Scholar
  111. 4.
    Gesetz über die Verwaltungsgerichtsbarkeit vom 31. Oktober 1946 i. d. Fassung v. 30. Juni 1949 (hess. GVBl. S. 137) § 40a; Hess. Schulverwaltungsgesetz v. 10. Juli 1953 (GVBl. S. 131) § 3; Schleswh. Gesetz über das Berufsschulwesen v. 28. Februar 1950 (GVBl. S. 87) §12; Hess. Ausführungsgesetz v. 17. Juni 1926 zur Reichsverordnung über die Fürsorgepflicht v. 13. Februar 1926 (RGBl. I S. 100) Art. 24 u. 35; Schleswh. Gesetz zur Ergänzung bundesrechtlicher Bestimmungen über die Angelegenheiten der Vertriebenen, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigten vom 28. April 1954 (GVBl. S. 77) §§9, 10, 14 u. 15; Gesetz über den Lastenausgleich v. 14. August 1952 (BGBl. I S. 446) § 309; Gesetz über die Feststellung von Vertreibungsschäden und Kriegssachschäden vom 21. April 1952 i. d. Fassung vom 14. August 1952 (BGBl. I S. 535) §23; Kriegsgefangenenentschädigungsgesetz vom 30. Januar 1954 (BGBL I S. 5) § 12; GVG §§ 36, 40 u. 84; Preuß. Schiedsmannsordnung i. d. Fassung des hess. Gesetzes über das Schiedsmannswesen v. 12. Oktober 1953 (GVBl. S. 163) §3; Hess. Ortsgerichtsgesetz vom 6. Juli 1952 (GVBl. S. 124) § 7; Hess. Gesetz über die Mittelstufe in der Verwaltung und den Landeswohlfahrtsverband vom 7. Mai 1953 (GVBl. S. 93) § 7.Google Scholar
  112. 1.
    Hess. GO. §§ 51 Nr. 1, 5, 73 I; schleswh. GO. §§ 28e, g, 60 Ic.Google Scholar
  113. 2.
    Hess. GO. §§ 51 Nr. 7–14, 113–115, 121, 125–128; schleswh. GO. §§ 28g—q, 99, 100, 106, 110, 113.Google Scholar
  114. 3.
    Hess. GO. §§51 Nr. 15, 17. 18; 77 II, 105–110; schleswh. GO. §§ 28r, t, 29 II, 91ff.Google Scholar
  115. 1.
    Hess. GO. § 50 II; schleswh. GO. §§ 27 II, 30, 3. AusfAnw. zu § 30; v. Brauchitsch S. 348 Anm. 1–3 zu § 37 östl. StädteO.; Stier-Somlo S. 310 Anm.143.Google Scholar
  116. 2.
    Pr. OVG 45, 42.Google Scholar
  117. 3.
    Hess. GO. §§ 58 II, 60, 63, 64, 66 Ib, 75, 77 I; schleswh. GO. §§ 29 I, 42–44, 60 Ib.Google Scholar
  118. 1.
    Lauritzen: a. a. O. S. 65 Anm. zu § 44.Google Scholar
  119. 2.
    Hess. VGH v. 10. September 1948 Sta.Anz. 1949, 106; v. 24. April 1953 ESVGH 2, 177.Google Scholar
  120. 3.
    Hess. GO. §§ 58 I, III, IV; 56 I; schleswh. GO. § 34.Google Scholar
  121. 4.
    Inwieweit Anträge von Gemeindevertretern, die nicht auf der Tagesordnung stehen, behandelt werden können, bestimmt die Geschäftsordnung der Gemeindevertretung. Im allgemeinen entscheidet darüber die Gemeindevertretung, evtl. mit qualifizierter Mehrheit. Pr. OVG 41, 40/43; Ebel-Emrich a. a. O. S. 55 Anm. 1 zu § 58; § 15 GeschäftsO. f. d. Ratsversammlung der Stadt Kiel v. 20. April 1950.Google Scholar
  122. 5.
    s. oben S. 294 Anm. 4.Google Scholar
  123. 6.
    Hess. GO. § 52; schleswh. GO. § 35; für bestimmt bezeichnete Angelegenheiten kann die Öffentlichkeit ein für allemal ausgeschlossen werden, v. Brauchitsch S. 357 Anm. 1 zu § 45 östl. StädteO.Google Scholar
  124. 1.
    Hess. GO. §§ 53, 581; schleswh. GO. § 38.Google Scholar
  125. 2.
    Hess. GO. § 58 II; schleswh. GO. § 37, 3. AusfAnw. zu § 37; KommHdb § 37 V, 6.Google Scholar
  126. 3.
    Lauritzen, a. a. 0. S. 61 Anna. 1 zu § 37.Google Scholar
  127. 4.
    Hess. GO. §54, dazu §§ 6 II, 56 I, 57 II, 61 I, 75 I, 76 I; schleswh. GO. §39, dazu §§ 30 II, 33 IV u. V, 34 I u. II, 35 I, 72 I.Google Scholar
  128. 5.
    KommHdb § 37 VIII, 6.Google Scholar
  129. 1.
    Hess. GO. § 55, 1. AusfAnw. IV B 2 u. 3.Google Scholar
  130. 1.
    Schneider: a. a. O., Heft 2 S. 61.Google Scholar
  131. 2.
    Schleswh. GO. §§ 40, 51 I, 64 I, 1. DVO §§ 8, 9.Google Scholar
  132. 3.
    Hess. VGH v. 26. Januar 1949 VerwRspr 1, 333; v. 28. März 1952 ESVGH 1, 21; OVG Lüneburg v. 1. September 1950 OVGE 2,225; vgl. auch VG Kassel v. 21. Oktober 1948 DV 1949, 244; Hess. VGH v. 7. Januar 1949 DÖV 1949, 459 Nr. 14; v. 18. August 1950 Sta.Anz. 1950 Nr. 41 Beil. 8 S. 47; Schneider a. a. O., Heft 2 S. 61, 142, 145.Google Scholar
  133. 1.
    S. Anm. 3 S. 304.Google Scholar
  134. 2.
    Hess. GO. § 61; schleswh. GO. § 41, 3. AusfAnw. zu § 41.Google Scholar
  135. 3.
    Hess. GO. §§ 60, 61 III, 62 V; schleswh. GO. §§ 27 II, 34 II, 42, 3. AusfAnw. zu § 34; Dittrich: HwbKommW II, 346; Oertel: S. 195 Anm. 7; Schneider: a. a. O., Heft 2 S. 145 Anm. zu § 60.Google Scholar
  136. 4.
    LVG Lüneburg v. 21. Oktober 1948 VerwRspr 1, 197.Google Scholar
  137. 5.
    Streitig ist, ob gegen eine solche Entscheidung dem Betroffenen die Verwaltungsklage zusteht. §§ 101 Nr. 3, 11 I ZustG und § 56 III hess. GO. 1945 sahen sie ausdrücklich vor. Trotz des Schweigens der hess. GO. 1952 u. der schleswh. GO. 1950 über diese Frage, wird sie auch heute im Interesse des Rechtsschutzes des einzelnen zu bejahen sein (Lauritzen: a. a. O. S. 61 Anm. 3 zu § 37, a. A. Ebel-Emrich: a. a. O. S. 57 Anm. 4 zu § 60).Google Scholar
  138. 1.
    Hess. GO. § 59; schleswh. GO. § 36; Oertel S. 183 Anm. 3.Google Scholar
  139. 2.
    Hess. GO. §§9 II, 50 II, 59, 63, 66, 71, 75, 76, 77 I, 128, 149; schleswh. GO. §§ 7 II, III, 29 I, 30, 36, 43, 60 I u. IV, 61, 72, 113; Stier-Somlo S. 312.Google Scholar
  140. 3.
    In Schleswig-Holstein kann die Hauptsatzung für den Magistrat eine andere Bezeichnung vorsehen (§ 60 IV), z. B. „Senat“ dort, wo diese Bezeichnung historisch begründet ist (3. Ausf. Anw. zu § 62).Google Scholar
  141. 4.
    KommHdb § 37 Anm. 2 auf Seite 287.Google Scholar
  142. 1.
    KommHdb § 37 Anm. 3, auf Seite 287, § 38 IX, 1, 2.Google Scholar
  143. 2.
    Hess. GO. § 65, dazu §§ 44. 47 II, 1. AusfAnw. III 2; schleswh. GO. §§ 62, 63, dazu DVO § 14, 3. AusfAnw. zu §§ 62, 63.Google Scholar
  144. 1.
    Hess. GO. §§ 39, 42, 43, 65 II, 123 III, 130IV, 1. AusfAnw. III 2, IVC; schleswh. GO. §§ 62 II, 64, 65, 71 IV, 109 III, 115 III, 1. DVO § 11, 3. AusfAnw. zu §§ 51, 64, 65.Google Scholar
  145. 2.
    Der Begriff „Eignung’’ ist ein unbestimmter Rechtsbegriff und unterliegt der verwaltungs-gerichtlichen Nachprüfung, OVG Münster v. 27. Januar 1954 DVBl.. 1954, 542.Google Scholar
  146. 3.
    Dagegen bestimmte § 40 hess. GO. von 1945, daß in kreisfreien Städten der Bürgermeister oder der I. Beigeordnete die Befähigung zum Bichteramt oder zum höheren Verwaltungsdienst haben mußte. Die Aufsichtsbehörde konnte Ausnahmen zulassen.Google Scholar
  147. 4.
    So auch nach altpreuß. Recht, Stier-Somlo S. 316 § 41 A I.Google Scholar
  148. 5.
    Lauritzen: a. a. O. S. 72 Anm. 2 zu § 51, S. 78 Anm. zu § 64.Google Scholar
  149. 1.
    Über die verfassungsmäßige Zulässigkeit solcher Beschränkungen Hess. VGH v. 7. September 1951 VerwRSpr. 4, 286.Google Scholar
  150. 2.
    Hess. GO. § 421, II.Google Scholar
  151. 1.
    Lattritzen: a. a. O. S. 72 Anm. 3 zu § 51.Google Scholar
  152. 2.
    Hess. GO. § 46, 1. AusfAnw. VI u. Anl. dazu (Muster f. d. Urkunde über die Berufung als Magistratsmitglied); schleswh. GO § 66, 1. DVO § 12.Google Scholar
  153. 3.
    Nach früherem Recht wurden der Bürgermeister durch die Aufsichtsbehörde, die übrigen Magistratsmitglieder durch den Bürgermeister eingeführt. — § 34 östl. StädteO., § 37 hess.-nass. StädteO., § 34 schleswh. StädteO., § 46 hess. GO. von 1945.Google Scholar
  154. 4.
    Ebel-Emrich: a. a. O., S. 47 Anm. 2 zu § 46.Google Scholar
  155. 1.
    Schneider: a. a. O., Heft 2 S. 75; auch Pr. OVG 90, 429 u. OVG Lüneburg v. 7. Oktober 1951 OVGE 6, 358.Google Scholar
  156. 2.
    Lauritzen: a. a. O. S. 25 zu 3.Google Scholar
  157. 3.
    Hess. GO. §45, 1. AusfAnw. II 2, III 2; schleswh. GO. § 62 I,1. AusfAnw. Anl. 3 § 5, 3. AusfAnw. zu §§ 62 u. 71.Google Scholar
  158. 1.
    Zum Beispiel Hauptsatzung der Stadt Frankfurt/Main v. 5. Juni 1952, § 7 (Anlegung einer goldenen Amtskette durch den Oberbürgermeister, einer silbernen durch den Bürgermeister bei feierlichen Anlässen).Google Scholar
  159. 2.
    Hess. GO. §§ 27 I, 44, 1. AusfAnw. III 2, VII; Richtlinien über Aufwandsentschädigung und Auslagenersatz der ehrenamtl. Bürgermeister v. 20. April 1950 (Sta. Anz. S. 169)/17. September 1951 (Sta.Anz. S. 613); Wahlbeamtenbesoldungsgesetz v. 29. Oktober 1953 (GVBl. S. 171), AusfAnw. dazu v. 29. Juli 1954 (Sta.Anz. S.815); schleswh. GO. §§ 24 I, 62 I, 63 II; Richtlinien f. d. Besoldung u. Aufwandsentschädigung der Bürgermeister usw. v. 21. März 1950 (ABl. S. 144).Google Scholar
  160. 3.
    Hess. GO. §§ 40 II u. IV, 76 II; Wahlbeamtenbesoldungsgesetz v. 29. Oktober 1953 (GVBl. S. 171); schleswh. GO. §§ 64 III, 72 II.Google Scholar
  161. 1.
    Ob ein triftiger Grund vorliegt, entscheidet die Gemeindevertretung. Dagegen Einspruch u. Verwaltungsklage. — Lauritzen, a. a. O. S. 72 Anm. 5 zu § 51.Google Scholar
  162. 2.
    Hess. GO. §§ 211, 24–26,1. AusfAnw. II 2; schleswh. GO. §§21–23, 25, 2. AusfAnw. I 3.Google Scholar
  163. 3.
    Der Magistrat kann Ausnahmen davon zulassen, für den Kämmerer besteht eine gesetzliche Ausnahme nach § 113 II hess. GO.Google Scholar
  164. 4.
    Hess. GO. § 73 II; VO. über die Wahrnehmung der Obliegenheiten der obersten Dienstbehörde, des Dienstvorgesetzten und der Einleitungsbehörde gegenüber den Bediensteten der Gemeinden u. Landkreise — DAVO — v. 14. April 1954(GVBl. S. 76), schleswh. GO. § 60 II; Dienststrafordnung v. 4. Mai 1948 (GVBl. S. 129) §§ 36, 110a; Stimpert: Kommpol. Blätter Ausg. Hessen 1954, 370.Google Scholar
  165. 1.
    Hess. GO. § 77; schleswh. GO. §§ 29, 74.Google Scholar
  166. 2.
    Hess. GO. §§ 70, 73 II, 74 (63), 150, 1. AusfAnw. II 2; schleswh. GO. §§ 70, 71 I u. II, 69 (43), 7 III, 3. AusfAnw. zu §§ 7, 70 III.Google Scholar
  167. 3.
    Über die Vertretung der Gemeinde im Rechtsverkehr, KommHdb § 38 IX, 2.Google Scholar
  168. 4.
    Über das Widerspruchs- und Beanstandungsrecht des Bürgermeisters, KommHdb §38 IX, 3, X.Google Scholar
  169. 1.
    Lauritzen: a. a. O. S. 59 Anm. 3 zu § 33.Google Scholar
  170. 2.
    Hess. GO. §§ 47 I, 70, 71 III; schleswh. GO. § 71, 3. AusfAnw. zu § 71.Google Scholar
  171. 3.
    Diese Einschränkung bestand nach § 35 hess. GO. von 1945 nicht. Auch die schleswh. GO. kennt sie nicht. Eine vom allgemeinen Vertreter getroffene Maßnahme ist auch dann rechtsgültig, wenn dieser dabei gegen den Willen des Bürgermeisters handelt, Hess. VGH v. 5. Januar 1950 DÖV 1950, 560.Google Scholar
  172. 1.
    Hess. GO. §§ 39–41, 43 (123 III, 130 IV), 76; schleswh. GO. §§ 62 III (109 III, 115 III), 64 III, 65, 72, 2. AusfAnw. I 1.Google Scholar
  173. 2.
    Hinsichtlich der Versorgung der Hinterbliebenen, KommHdb § 38 V, 4.Google Scholar
  174. 3.
    Der Entlassungsantrag eines Magistratsmitglieds kann von diesem wegen Willens-mängel angefochten werden, Hess. VGH v. 22. Juni 1951 DÖV 1951, 592.Google Scholar
  175. 4.
    Lauritzen: a. a. O. S. 78 Anm. 2 zu § 65.Google Scholar
  176. 5.
    KommHdb § 38 III, 2 c.Google Scholar
  177. 6.
    KommHdb § 38 III, 1.Google Scholar
  178. 1.
    Diese Regelung beruht auf dem I. Änderungsgesetz v. 10. Juli 1953 zur hess. GO. (GVBl. S. 124). Ihre rückwirkende Anwendung auf die zwischen dem 5. Mai 1952 und dem 3. Februar 1953 durchgeführten Wiederwahlen hat der Hess. StGH durch Urteil v. 5. März 1954 als verfassungswidrig erklärt (GVBl. S. 79).Google Scholar
  179. 2.
    Werner: DVBl. 1952, 549/552.Google Scholar
  180. 3.
    KommHdb § 38 V, 1.Google Scholar
  181. 4.
    Hess. GO. §§ 9 I, 66 I; schleswh. GO. §§ 7 II, 60 I.Google Scholar
  182. 1.
    Pr. OVG 37, 116/118; 50, 4/8/10; PrVBl. 29, 770; OVG Münster v. 1. Juni 1950 OVGE 3, 1/5; LVG Koblenz v. 12. Dezember 1950 VerwRSpr. 3,475; Stier-Somlo: S. 340 Anm. 118.Google Scholar
  183. 2.
    Wohl aber in § 61 IV, KommHdb § 38 IX, 2.Google Scholar
  184. 3.
    Lauritzen: a. a. O. S. 40 Anm. zu § 7.Google Scholar
  185. 4.
    Hess. GO. §§ 66 Ia, 50 II; schleswh. GO. §§ 60 Ia, 27 II.Google Scholar
  186. 5.
    Besonders deutlich § 59 schleswh. StädteO., vgl. auch Oertel S. 262 Anm. zu § 56 östl. StädteO., Stier-Somlo S. 335.Google Scholar
  187. 6.
    Hess. GO. §§ 66 Ib, 50 II; schleswh. GO. §§ 60 Ib, 27 II.Google Scholar
  188. 7.
    Oertel: S. 287 Anm. 1 u. 2. zu § 56 Nr. 2 östl. StädteO.Google Scholar
  189. 1.
    Über die Ausnahmefälle, in denen nicht der Magistrat, sondern die Gemeindevertretung ihre Beschlüsse selbst auszuführen hat, KommHdb § 37 VII, 4.Google Scholar
  190. 2.
    Hess. GO. §§ 66 II, 113 IV, 117 III; schleswh. GO. §§ 60 Id, 101 II, 3. AusfAnw. zu §§ 49, 56, 60. Über das Verhältnis Bürger— Gemeindeverwaltung: Institut zur Förderung öffentlicher Angelegenheiten in Frankfurt, Bürgerverantwortung in der Gemeinde 1952; Scheuner, DSt 1954, 329; Ziebill: Bürgerschaftliche Verwaltung 1954.Google Scholar
  191. 3.
    Über die Informationspflicht der Gemeindeverwaltung gegenüber der Presse vgl. § 3 des hess. Pressegesetzes v. 23. Juni 1949 (GVBl. S. 75); Pressevertreter haben einen im Verwaltungsrechtsweg verfolgbaren Anspruch auf Teilnahme an den Sitzungen der Gemeindevertretung am Pressetisch, aber nicht auf Zulassung zu Pressekonferenzen — LVG Braunschweig v. 25. Januar 1950 DVBl. 1951, 441.Google Scholar
  192. 4.
    Hess. GO. §§ 21 II, 23 II, 24 II, 25 III, 26, 33 I; schleswh. GO. §§ 20 I u. III, 21 II, 22 IV, 23, 25 II.Google Scholar
  193. 5.
    Das ist z. B. der Fall bei der Berufung sachkundiger Bürger in die Verwaltungsdeputationen in Hessen (§ 72 GO.). Hierfür ist die Gemeindevertretung zuständig.Google Scholar
  194. 6.
    Hess. GO. § 72; KommHdb § 40 I 3.Google Scholar
  195. 7.
    Hess. GO. §§ 73 I, 51 Nr. 5; schleswh. GO. § 60 Ic.Google Scholar
  196. 1.
    Hess. GO. §§ 66 Ic, f, 113 I, 117 II, 118–121, 125, 127; schleswh. GO. §§ 99, 102–106, 110,112.Google Scholar
  197. 2.
    Über die Vorbereitung des Haushaltsplanes durch den Magistrat: Lauritzen, a. a. O. S. 100 Anm. 2 u. 3 zu § 99. In Hessen hat der Kämmerer bei der Aufstellung des Haushaltsentwurfes besondere gesetzlich festgelegte Rechte (§ 113 I hess. GO.).Google Scholar
  198. 3.
    Hess. GO. §§ 66 Id, 101 I; schleswh. GO. § 60 Ic.Google Scholar
  199. 4.
    Schneider: a. a. O., Heft 2 S. 89, 90; auch über das Verhältnis zwischen Magistrat und Werkleitung.Google Scholar
  200. 1.
    Hess. GO. §§ 50 I, 66 Ic; schleswh. GO. §§ 27 I, 60 Ic; KommHdb § 37 VII 1, 2.Google Scholar
  201. 2.
    Hess. GO. §§ 149, 150; schleswh. GO. §§ 7 III, 70 III; KommHdb § 37 VII 2f, § 38 VI.Google Scholar
  202. 3.
    Hess. GO. §§ 66f, 71, 134; schleswh. GO. §§ 61, 71II, 118, 3. AusfAnw. zu §§ 50, 57, 61; v. Brauchitsch: S. 384 Anm. 24u. 25 zu § 56 östl. StädteO. mit Entsch. des RGu. des Pr.OVG; Lünenbürger: Die Vertretung der Gemeinde im Rechtsverkehr, 1951; Oertel: S. 405 Anm. zu § 56 Nr. 8 östl. StädteO.; Stier-Somlo: S. 343 zu b).Google Scholar
  203. 4.
    Hierzu gehören Verlautbarungen aller Art, Aufrufe, Danksagungen, Glückwünsche, aber auch rechtsgeschäftlich bedeutsame Erklärungen wie Ausschreibungen, Vertragsangebote, Kündigungen usw. (Ebel-Emrich: a. a. O. S. 65 Anm. 1 zu § 71); für Verpflichtungserklärungen s. u. b.Google Scholar
  204. 5.
    Über die Form der Zeichnung durch die Magistratsmitglieder: KommHdb § 38 VII; über den Kopf der Schriftstücke: 1. schleswh. AusfAnw. V 1.Google Scholar
  205. 6.
    Schneider:a. a. O., Heft 2 S. 71; über die Vertretung der Eigenbetriebe der Gemeinde S.90.Google Scholar
  206. 1.
    Auch die Ernennungsurkunden von Beamten bedürfen der Form von Verpflichtungs-erklärungen. Die Anstellungsuikunde für den Bürgermeister wird vom allgemeinen Vertreter und einem weiteren Magistratsmitglied unterschrieben.Google Scholar
  207. 2.
    AusfAnw. zu § 36 DGO MBliV. 35 ’S. 415; Schneider: a. a. O., Heft 2 S. 72; Ebel-Emrich a. a. O. S. 65 Anm. 2 zu § 71.Google Scholar
  208. 3.
    RGZ 157, 212; BGH v. 22. Mai 1951 JZ 1951, 526. Google Scholar
  209. 4.
    Auch in gerichtlichen und notariellen Urkunden ist den Unterschriften der Magistrats -mitglieder das Dienstsiegel beizufügen: OLG Schleswig v. 12. Oktober 1950, Schlesw. Anz. 1952. 64.Google Scholar
  210. 5.
    Über die Gültigkeit von Verträgen, die ohne die erforderliche Beschlußfassung durch die Gemeindevertretung oder auf Grund eines rechtswidrigen Beschlusses abgeschlossen sind: Lauritzen: a. a. O. S. 57 Anm. 2 zu § 28 u. S. 64 Anm. 3 zu § 43.Google Scholar
  211. 1.
    Stier-Somlo S. 114, 119.Google Scholar
  212. 2.
    Hess. GO. §§ 63, 74 II; schleswh. GO. §§ 43, 47, 74, 123.Google Scholar
  213. 1.
    Hess. GO. §§ 69 (58 I), 67, 68 (61), 74; schleswh. GO. §§ 67–69.Google Scholar
  214. 2.
    KommHdb § 37 VIII 6.Google Scholar
  215. 3.
    Ebel-Emrich: a. a. O. S. 62 Anm. 2 zu § 67; Geschäftsordnung für den Magistrat der Stadt Frankfurt/Main v. 23. August 1948, § 3.Google Scholar
  216. 1.
    Schleswh. GO. §§ 7 II, 20 I, 22 IV, 23, 30 II, 48–59, 1. DVO §§ 2, 10, 13, 3. AusfAnw. zu §§ 48, 49, 52, 56, 58.Google Scholar
  217. 1.
    Hess. GO. § 9 II, 1. AusfAnw. II 1, III 5.Google Scholar
  218. 2.
    KommHdb § 36 Anm. 1, 2 auf Seite 285.Google Scholar
  219. 3.
    Hess. GO. §§ 78, 79, 27 I, 44, 45 III, 1. AusfAnw. IV B 2 u. 3, VI 1, VII.Google Scholar
  220. 4.
    Das ist in kleinen Gemeinden die Amtsbezeichnung des ehrenamtlichen Kassenverwalters, der nach § 27 I hess. GO. einen Anspruch auf Aufwandsentschädigung hat.Google Scholar
  221. 5.
    Die Entwürfe von 1950 u. 1951 zur hess. GO. sahen die Möglichkeit vor, daß auch in Gemeinden mit Bürgermeisterverfassung ein besonderer Vorsitzender aus der Mitte der Gemeindevertretung gewählt wurde (§ 80 I bzw. § 79 I).Google Scholar
  222. 1.
    Es fällt auf, daß § 9 II die Beibehaltung der Bürgermeisterverfassung nur für Gemeinden unter 3000 Einwohnern, § 44 dagegen die ehrenamtliche Verwaltung als Regelfall für Gemeinden bis zu 3000 Einwohnern vorsieht.Google Scholar
  223. 2.
    Hess. GO. § 80; schleswh. GO. § 73, WahlG. § 46a.Google Scholar
  224. 3.
    § 73 schleswh. GO. sah die Einrichtung einer Gemeindeversammlung an Stelle der Gemeindevertretung ursprünglich nur für Gemeinden bis 50 Einwohner vor. Diese Regelung wurde durch § 46a WahlG. in der Fassung v. 3. Febr. 1951 (GVBl. S. 31) auf die Gemeinden bis zu 100 Einwohnern ausgedehnt; die Zahl beträgt jetzt 70 (G. v. 29. Jan. 1955 — GVBl. 8. 5).Google Scholar
  225. 4.
    Die weitergehenden Vorschläge der Entw. 1950 u. 1951 (§ 81 II bzw § 30 I) zur hess. GO., den ehrenamtlichen Bürgermeister in jedem Falle durch die Bürger unmittelbar wählen zu lassen, sind nicht Gesetz geworden.Google Scholar
  226. 1.
    Hess. GO. §§ 62, 72; schleswh. GO. §§ 45–47; v. Brauchitsch S. 391 Anm. 1 zu § 59 östl. StädteO.; Oertel: S. 431 Anm. zu § 59 östl. StädteO.; Stier-Somlo: S. 358Google Scholar
  227. 2.
    Hess. GO. §§ 62, 63 III, 42 I, 50 II, 1. AusfAnw. III 2.Google Scholar
  228. 3.
    Diese Bestimmung war bei der Vorberatung des Gesetzes stark umstritten. Es wurde die Auffassung vertreten, daß die Ausschußsitzungen ebenso wie die Sitzungen der Gemeindevertretung in der Regel öffentlich sein sollten.Google Scholar
  229. 1.
    Die Muß-Vorschrift des §, 74 hess. GO. 1945/1950, nach der für die gemeindlichen Eigenbetriebe Beiräte zu bestellen waren, fehlt in der GO. 1952, jedoch kann der Magistrat eine Werkskommission oder -deputation bilden.Google Scholar
  230. 2.
    Die Mitglieder der Kommissionen, auch die ihnen angehörenden Gemeindevertreter,. haben in dieser Eigenschaft die Rechte und die Pflichten der Ehrenbeamten. Für sie gilt deshalb vor allem die besondere Treuepflicht nach § 26 GO.Google Scholar
  231. 1.
    Schleswh. GO §§ 45–47, 71 III, 3. AusfAnw. zu §§ 46, 71.Google Scholar
  232. 2.
    OVG Lüneburg v. 13. Dezember 1950 OVGE 3, 223 u. 25. Februar 1953 OVGE 6, 437.Google Scholar
  233. 3.
    Lauritzen: a. a. O. S. 20 zu 2.Google Scholar
  234. 4.
    Schleswh. GO. § 45 II, 3. AusfAnw. zu §§ 45, 46, 71.Google Scholar
  235. 1.
    Näheres siehe KommHdb § 37 VII 2b, ee.Google Scholar
  236. 2.
    Hess. GO. §§ 81–83; v.Brauchitsch: S. 394 Anm. 3ff. zu § 60; Oertel: S.492 zu § 60; Peters: Zentralisation und Dezentralisation, 1928; Stier-Somlo: S. 357.Google Scholar
  237. 3.
    Entw. 1951 zur hess. GO. S. 448 zu 8.Google Scholar
  238. 1.
    Ebel-Emrich: a. a. O. S. 73 Anna. 2 zu § 81. Von der Möglichkeit, örtliche Verwaltungen einzurichten, hat die Stadt Wiesbaden Gebrauch gemacht.Google Scholar
  239. 2.
    Hess. GO. §§ 84ff., 1. AusfAnw. III 2.Google Scholar
  240. 3.
    Entw. 1951 zur hess. GO. S. 449 zu 9.Google Scholar
  241. 1.
    Schneider: a. a. O., Heft 2 S. 82f.Google Scholar
  242. 2.
    Lauritzen: a. a. O. S. 26, 27, 121 ff.; KommHdb §§ 49–51; das Vorbild bildet die Verfassung der Kirchspielslandgemeinden in den Kreisen Husum, Norder- und Süderdithmarschen (§ 121 a—f schleswh. LandGO.).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1956

Authors and Affiliations

  • Werner Eisner
    • 1
  1. 1.BundesrichterBerlinDeutschland

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