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Vorbemerkung

  • Bruno Huber
Chapter

Zusammenfassung

Ich habe es seit jeher als störend empfunden, daß unsere Lehrbücher, voran das Bonner „Lehrbuch der Botanik für Hochschulen’ Gewebe- und Organlehre trennen, d. h. die Gewebe erst isoliert und dann noch einmal in ihrem Organzusammenhang behandeln, was eine Menge von Wiederholungen mit sich bringt. Ich versuche hier, wie in meiner Vorlesung, unter dem Leitgedanken der ontogenetischen Einheit die Gewebe gleich topographisch in ihrem Organzusammenhang vorzuführen, obwohl auch das manche Wiederholungen erfordert, weil beispielsweise Wurzel, Stamm und Blatt, eine Haut, ein Leitungssystem u. dgl. besitzen. Es liegt mir fern, diese Anordnung als allein möglich hinzustellen, sondern überlasse dem Leser das Urteil über die logischen und pädagogischen Vorzüge und Nachteile dieser Anordnung. In meiner Vorlesung verbinde ich ähnlich wie Walter in seinen „Grundzügen des Pflanzenlebens“ mit der morphologisch-anatomischen Betrachtung der Organe auch gleich die Darstellung ihrer physiologischen Funktionen (Cytoplasma und Permeabilitätslehre, Zellkern und Vererbungslehre, Plastiden und Photosynthese, Bildungsgewebe und Wachstum, Blattanatomie und Gaswechselphysiologie, Holz- und Rindenanatomie und Stoffwanderungslehre, Wurzel und Bodenernährung; vgl. auch Huber, Bau und Leben der Waldbäume in „Neudammer Forstliches Lehrbuch“).

Literatur

  1. Haberlandt, G.: Wundhormone als Erreger von Zellteilung. Beitr. allg. Bot. 2 (1921).Google Scholar
  2. Huber, B.: Bau und Leben der Waldbäume. InNeudammer forstliches Lehrbuch, 11. Aufl., Bd. 1, S. 101–144. Radebeul u. Berlin: 1949–1955.Google Scholar
  3. Walter, H.: Grundlagen des Pflanzenlebens. (Bd. I der „EinfüHrung in die PHytologie“.) 3. Aufl. Stuttgart 1950.Google Scholar
  4. WHite, P. R.: A Handbook of plant tissue culture. Lancaster, Pa. 1943.Google Scholar
  5. — The cultivation of animal and plant cells. New York 1954.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag OHG Berlin · Göttingen · Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • Bruno Huber
    • 1
  1. 1.Universität MünchenDeutschland

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