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Die mikroskopischen Hilfsmittel des Pflanzenanatomen

  • Bruno Huber

Zusammenfassung

Die Entwicklung der Pflanzenanatomie ist so eng mit der der mikroskopischen Technik verknüpft, daß ich in eine Darstellung der anatomischen Befunde nicht eintreten möchte, ohne daß wir uns zuerst auf das Werkzeug besinnen, dem diese Aufschlüsse fast ausnahmslos zu verdanken sind1. Gewiß haben die Physik und Chemie auf indirektem Wege erstaunlich genaue Vorstellungen über den Feinbau der Materie entwickelt, lange ehe wenigstens die Moleküle durch das Elektronenmikroskop in den Bereich unmittelbarer Abbildbarkeit rückten, und Frey-Wyssling nimmt in der zweiten Auflage seiner „Submikroskopischen Morphologie des Protoplasmas und seiner Derivate“ fast wehmütig Abschied von dem romantischen Zauber, der dem Gebiete durch die Entwicklung des Elektronenmikroskops verlorengegangen ist. Aber im Reiche der organischen Gestaltung und insbesondere der organischen Mannigfaltigkeit hätte wohl keine Phantasie erschließen können, was uns die sinnliche Beobachtung des bewaffneten Auges enthüllt. So hat schon der Erfinder des Mikroskopes die Leistungsfähigkeit seines Instrumentes an Rasiermesserschnitten des Flaschenkorkes geprüft und dabei den Zellenbau entdeckt, und bis heute sind pflanzliche Objekte, die Kieselpanzer der Diatomeen, die Testobjekte für die Leistungsfähigkeit der Mikroskope, neuerdings auch der Elektronenmikroskope, geblieben.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG Berlin · Göttingen · Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • Bruno Huber
    • 1
  1. 1.Universität MünchenDeutschland

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