Selen

  • Ludwig Teleky

Zusammenfassung

Selen wird teils aus natürlichem Selenblei oder Selenkupferblei gewonnen oder aus dem Schlamm der Bleikammern. Verwendet werden Selen und seine Verbindungen in der keramischen und in der Gummi-Industrie, dann auch zur Erzeugung photoelektrischer Apparate. Nach E. Holstein wird nach Einwirkung von Selen und seinen Verbindungen auf den Körper ein süßlicher oder Knoblauchgeruch von Atem und Schweiß wahrgenommen, ferner besteht Blässe des Gesichts, Magen-Darmstörungen mannigfacher Art, Schwindel, Kopfschmerz, Schlaflosigkeit, Müdigkeit. 8-10 Std später können schwere Atemnot und Temperaturerhöhung eintreten, die meist in 24 Std verschwinden. Auch katarrhalische Erscheinungen der Lungen und Erytheme kommen vor. Bei innigem Kontakt der Nägel mit Selenverbindungen entstehen starke Schmerzen und etwa drei Tage bestehen bleibende weinrote oder orangerote Flecken, auch Hautnekrosen im Nagelfalz. Auch Erhöhung des Grundumsatzes und Blutdrucksenkung kommen vor, ferner Vermehrung des Porphyrins bis 0,43 mg in der Tagesmenge des Urins.

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag ohg. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1955

Authors and Affiliations

  • Ludwig Teleky
    • 1
  1. 1.New YorkUSA

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