Xylidin

  • Ludwig Teleky

Zusammenfassung

Über gewerbliche Vergiftungen ist bisher nichts berichtet. Doch kommen v. Oettingen, Neal und Mitarbeiter (1947) sowie J. Treon, H. E.Sigmon und Mitarbeiter (1949 und 1950) in ihren Tierversuchen zu dem Ergebnis, daß Xylidin hoch giftig ist, daß es durch den Atmungstrakt und durch die Haut aufgenommen wird. Die erstgenannten Autoren machen darauf aufmerksam, daß Xylidin dem Flugbenzin zugesetzt wird und daß bleifreiem Flugbenzin bis 5% Xylidin zugesetzt sind. Der Gehalt der Luft an Xylidin ist bei Verwendung aller dieser Gemische gering, und daher ist die Gefahr einer Vergiftung durch Einatmung ebenfalls gering, doch steigt die Gefahr, wenn das Benzin verdampft und der zurückbleibende Schlamm einen sehr viel höheren Gehalt an Xylidin aufweist. Auch ist im Tierexperiment gezeigt worden, daß langdauernde Einwirkung auch niedriger Konzentrationen ernste Störungen hervorruft, insbesondere durch Hautaufnahme. Es entstehen dann leichte Anämien, mäßige Methämoglobinämie und vielleicht auch schwere Leberschädigungen.

Literatur

  1. Oettingen, V., Neal u. Mitarb.: Nat. Inst. Health Bull. 1947, Nr 188.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag ohg. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1955

Authors and Affiliations

  • Ludwig Teleky
    • 1
  1. 1.New YorkUSA

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