Zur Geschichte der Gangforschung

  • Gertraud Kietz

Zusammenfassung

Die naturwissenschaftliche Betrachtung des Ganges geht von der Frage aus, nach welchen physikalischen und physiologischen Gesetzen die Phänomene des menschlichen Ganges zu erklären seien. Daneben spielen auch Fragen der Beschreibung eine Rolle. Diese naturwissenschaftliche Richtung der Gangforschung nahm im 17. und 18. Jahrhundert ihren Anfang durch Physiker, Anatomen und Physiologen. Borelli 1, Haller 2, und Bardiez3 kamen zu manchen richtigen Bemerkungen über den Gang, aber noch zu keiner einheitlichen, geschlossenen Theorie. Auch die Begründung und Bestätigung durch die Erfahrung bleiben diese Vorarbeiter der Gangforschung oft schuldig. Einen einheitlichen Gesichtspunkt zur Erklärung finden wir zum ersten Male bei Magendie 4. Er erklärt die Fortbewegung beim Gehen ausschließlich aus der Drehung des Beckens. Gerdy 5 gab 1829 eine ausführliche Beschreibung aller Bewegungen beim Gehen. In Hinsicht auf eine Erklärung und theoretische Betrachtung brachte er aber wenig Neues. Poisson 6 schließlich untersuchte die Größe der Arbeit, die der Mensch beim Gehen leistet.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Gertraud Kietz

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