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Die Haut als Atmungs- und Schutzorgan vom Spulwurm zum Menschen

  • Richard Goldschmidt
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 3/4)

Zusammenfassung

Nun wollen wir aber mit dem Aufschneiden des Wurmes Ernst machen und setzen unser Messer an, nachdem wir ihn mit Chloroform getötet. Erst begegnet es starkem Widerstand, aber dann dringt es in weiches Gewebe ein und wir zögern einen Augenblick und sagen uns: „Jetzt haben wir die Haut durchschnitten. Also ein Wurm hat auch eine Haut; schließlich ist das selbstverständlich, denn alle Tiere haben eine Haut, sie müssen doch irgendwie nach außen begrenzt sein, sonst fallen sie ja auseinander, genau wie eine Wurst eine Haut haben muß, um zusammenzuhalten. Doch halt, so ganz stimmt das doch nicht; ein abgehäuteter Hase fällt auch nicht auseinander und es gibt auch Würste ohne Haut.“ Nun, bleiben wir einmal bei der Wurst und ihrer Haut, die schon ihre Bedeutung hat. Wer in südlichen Ländern gereist ist, weiß, daß dort auch das Speisefett in eine Wursthaut eingenäht verkauft wird. Die Absicht dabei ist natürlich, es vor schnellem Verderben zu schützen. Was heißt das aber, Wurst oder Fett verdirbt? Nichts anderes, als daß Bakterien hineingedrungen sind, jene unendlich kleinen Pilzchen, deren Myriaden überall
Abb. 22

Freßzellen verschiedener Tiere mit dem Vertilgen von Bakterien beschäftigt.

auf Nahrung lauern und angreifen, was nicht geschützt ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1954

Authors and Affiliations

  • Richard Goldschmidt
    • 1
  1. 1.Zoologisches InstitutUniversity of CaliforniaBerkeleyUSA

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