Organische Wirkstoffe als Wachstumsfaktoren

  • E. v. Boguslawski

Zusammenfassung

In diesem Symposium über die Gibberelline befassen wir uns mit der pflanzenphysiologischen Wirkung einer organischen Verbindung oder Stoffgruppe, welche wir den organischen Wirkstoffen zuordnen können. Hierfür ist vornehmlich die große Wirkung kleinster Dosen bzw. Konzentrationen und Mengen kennzeichnend. Wahrscheinlich können wir die Gibberelline zu den sog. „Wuchsstoffen“ im weiteren Sinne rechnen, wobei in neuerer Zeit für eine Reihe von Pflanzenarten ihr essentieller Charakter nachgewiesen zu sein scheint. Bei dieser Betrachtung vom Standpunkt des Pflanzenbaues gehe ich bewußt von der Behandlung der organischen Wirk- und Wuchsstoffe im allgemeinen Sinne der Begriffe aus, zumal sich auf diesem Wege einige spezielle Probleme der Gibberellin-wirkung — gerade auch in Ermangelung an ausreichenden exakten Daten — besser entwickeln lassen. In der Literatur fehlt es dabei nicht an ausdrücklichen Feststellungen, daß die Wirkung der Gibberelline nicht identisch sei mit derjenigen anderer Wirkstoffe wie der β-Indol-essigsäure (IES) (siehe R. Knapp [5, 6] u. S. H. Wittwer [10]). Indessen fehlt es nicht an übereinstimmenden und „ähnlichen“ Wirkungen. Eine exakte Differenzierung der genannten Stoffe ist bezüglich ihrer Wirkung vorläufig überhaupt schwierig, da sehr verschiedene chemische Zusammensetzungen oft gleiche Wirkungen auf die lebenden Zellen und ihren Stoffwechsel ausüben.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • E. v. Boguslawski
    • 1
  1. 1.Institut für Pflanzenbau und PflanzenzüchtungUniversität GießenDeutschland

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