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Untersuchungen zur Beeinflussung der generativen Entwicklung der Kartoffelpflanze durch Gibberellin

Zusammenfassung

Die Kartoffelzucht wird mit großer Intensität betrieben. Neue Sorten entstehen fast ausschließlich aus Kreuzungen. Da der Anteil erfolgversprechender Sämlinge sehr gering ist, und viele Sorten mit wertvollem Erbgut kaum oder gar nicht zur Blüte gelangen, kommt einer Förderung der generativen Entwicklung der Kartoffelpflanze große Bedeutung zu. Wir haben dies sowohl durch photoperiodische Beeinflussung der Kartoffelpflanze als auch durch Behandlung mit Gibberellinsäure versucht. Bisher konnten folgende Erkenntnisse gewonnen werden [1,3]:
  1. 1.

    Die Blütenbildung einiger Kartoffelsorten wird durch Gibberellin im Kurztag ermöglicht, im Langtag gleichfalls oder verstärkt.

     
  2. 2.

    Beginn und Dauer des Blühens lassen sich durch die Wahl des Behandlungstermins beeinflussen.

     
  3. 3.

    Eine starke Blühförderung wird nach Anwendung relativ hoher Gibberellinmengen erzielt (etwa 100 μg in ein- und mehrmaliger Gabe).

     
  4. 4.

    Bei Verwendung fertilen Pollens bildeten gibberellinbehandelte Pflanzen Beeren mit normal ausgebildeten und keimfähigen Samen. Pollen gibberellinbehandelter Pflanzen brachten nur geringen Erfolg.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • H. Krug
    • 1
  1. 1.Forschungsanstalt für Landwirtschaft Braunschweig-VölkenrodeInstitut für Pflanzenbau und SaatguterzeugungDeutschland

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