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Bemerkungen über die physiologischen Voraussetzungen der Eiweißsynthese in isolierten Blättern

  • K. Mothes
Conference paper
Part of the Colloquium der Gesellschaft für Physiologische Chemie book series (MOSBACH, volume 10)

Zusammenfassung

Was wir in den beiden vorausgegangenen Vorträgen gehört haben, möchte ich vom Standpunkt des Pflanzenphysiologen aus durch einige Bemerkungen ergänzen. Was ich hier zu sagen habe, ist im wesentlichen eine Bemerkung über gewisse physiologische Voraussetzungen von Prozessen, über die wir heute gesprochen haben. Ich darf mir zunächst erlauben, Ihnen das Objekt vorzustellen, über das hier zu reden ist. Es dürfte Ihnen allen bekannt sein, daß vor allen Dingen bei einjährigen Pflanzen in dem Augenblick, wo sie zum Blühen oder zur Fruchtreife kommen, die unteren Blätter vergilben und allmählich vertrocknen. Dieser Prozeß beruht auf einem Abbau von Eiweiß, wobei in ziemlich weiten Grenzen das Verhältnis von grünem Blattfarbstoff zum Eiweiß konstant bleibt. Man hat geglaubt, daß ein Blatt in einem solchen Zustand, in dem der Chlorophyllgehalt und der Eiweißgehalt auf ein bestimmtes Maß herabgesunken ist, dem „Altern“ nicht mehr entgehen kann und dem Tode verfallen ist, weil eine Regeneration nicht mehr möglich sei. Die neuen Untersuchungen haben aber gezeigt, daß diese Vorstellungen falsch sind. Wir wissen heute, daß eine solche Pflanze in erster Linie dadurch in ihrem Stoffwechsel charakterisiert ist, daß die Wurzel nicht mehr die Stickstoff bilanz der gesamten Pflanze aufrecht zu halten vermag.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1960

Authors and Affiliations

  • K. Mothes
    • 1
  1. 1.Halle a. d. SaaleDeutschland

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