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Druckmessung im Lungenkreislauf

  • A. Bühlmann

Zusammenfassung

Auf die Technik und Gefahren des Herzkatheterismus soll in diesem Rahmen nicht näher eingegangen werden. Unsere Technik unterscheidet sich nicht wesentlich von der heute allgemein üblichen, sie ist in der Monographie „Physiologie und Pathophysiologic der Atmung“ von Rossier, Bühlmann und Wiesinger beschrieben. Es soll hier nur wiederholt werden, daß wir in der Regel von einer Vene in der linken Ellenbeuge und beim Verdacht auf einen Vorhofseptumdefekt von der V. saphena aus den Katheter einführen. Wenn immer möglich, wird die Sonde unter Durchleuchtungskontrolle zuerst in die Lungenperipherie plaziert. Nach einer Pause von mindestens 5 min, in der keine Manipulationen stattfinden und während der sich der Patient etwas beruhigen soll, erfolgen die Messung der verschiedenen Druckwerte und die Blutentnahmen für die Bestimmung der Blutgase. Die Druckmessungen in der Art. pulmonalis und in der Art. brachialis oder femoralis werden simultan durchgeführt, desgleichen die Blutentnahmen aus diesen Gefäßen, da ja die entsprechenden Sauerstoffwerte der Berechnung der Lungendurchblutung bzw. des Herzminutenvolumens zugrunde liegen. Die Arterienkanüle wird schon vor Beginn des Herzkatheterismus eingelegt, so daß sich bei den Druckmessungen und Blutentnahmen keine Schmerzreaktionen mehr ergeben. Wir haben den Eindruck, daß man mit dieser eingeschalteten Pause die vernünftigsten Werte für das Herzminutenvolumen und auch für die Druck- und Pulsfrequenzwerte erhält. Spannung, Angst und Schmerzempfindung des Patienten, die die Meßergebnisse deutlich beeinflussen können, betreffen ja zur Hauptsache die erste Phase der Untersuchung mit der Injektion des Lokalanaestheticums, der Venenfreilegung und Einführung der Sonde in das und durch das rechte Herz, wozu noch bei ungünstiger Lage der Sondenspitze im rechten Ventrikel gehäufte Extrasystolen kommen.

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© Springer-Verlag oHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1958

Authors and Affiliations

  • A. Bühlmann

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