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Druckmessung im Körperkreislauf

  • A. Bühlmann

Zusammenfassung

Sobald einmal in größerem Rahmen routinemäßig der Blutdruck im Körperkreislauf direkt gemessen wird, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie die direkt gewonnenen Werte mit denen der üblichen indirekten Messung (v. Recklinghausen, Riva-Rocci) mittels Staumanschette und Gefäßauskultation übereinstimmen. Für einen sinnvollen Vergleich ist zu fordern, daß die indirekte Messung in gleicher Position, also in der Regel liegend, sowie möglichst simultan durchgeführt wird, wobei eine Quecksilbersäule und nicht ein Membranmanometer zu verwenden ist. Bei der Dekompression sind 3 Werte festzuhalten: 1. Hörbarwerden des Tones als systolischer Wert, 2. Schwächerwerden des Tones, 3. Verschwinden des Tones, wobei zwischen den beiden letzteren der diastolische Wert liegt. Entsprechende Vergleiche bei kreislaufgesunden erwachsenen Versuchspersonen ergeben eine gute Übereinstimmung mit einer Streuung von etwa ±10 mm Hg, was bei Berücksichtigung der Summation aller Fehlermöglichkeiten beider Methoden als sehr gut bezeichnet werden kann. Bei Kindern ergeben sich allerdings oft größere Differenzen. Meist liegt der mit der Staumanschette und Auskultation gemessene Wert etwas über dem der direkten Messung, da dieStauung zu einer leichten Erhöhung des Druckes führt (Staudruck, A. Müller). Mißt man proximal der Staumanschette z. B. am Bein, so beobachtet man gelegentlich während der Stauung eine leichte Abnahme der Druckamplitude mit Ansteigen des diastolischen Druckes, insbesondere wenn man beide Oberschenkel staut und damit den venösen Rückfluß zum Herz in einer nicht mehr ganz zu vernachlässigenden Weise verkleinert.

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© Springer-Verlag oHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1958

Authors and Affiliations

  • A. Bühlmann

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