Zusammenfassung

Die Darstellung unserer Versuchsmethodik ließ bereits erkennen, daß es unser Bestreben war, den denkbar frühesten Zeitpunkt des Auftretens von Tuberkelbakterien im Urin zu erfassen. Im Gegensatz zu anderen Untersuchern (Lieberthal und Huth u. a.) konnte daher nicht die Methode des 24 Std-Sammelurins herangezogen werden, da man hierbei erst Werte nach einem Tag erhalten hätte. Vielmehr wurde eine zeitliche Staffelung der Urinentnahmen mit Bevorzugung der ersten 24 Std vorgenommen. Mit dieser Methode der Uringewinnung standen innerhalb dieser Zeit 9 Urinproben zur Verfügung, die entsprechend verarbeitet wurden und bei denen die erste Entnahme schon bei 10 min durchgeführt worden war. So war mit größtmöglicher Sicherheit zu erwarten, daß für jede der 4 Gruppen bei 9 Urinproben in den ersten 24 Std (bei den nach 24 Std getöteten Tieren) das erstmalige Erscheinen der Tuberkelbakterien im Urin würde festgestellt werden können. Vom 24 Std-Versuch an gerechnet (jeweilig 5. Versuchstier), standen also in jeder Gruppe 8 Tiere zur Verfügung, bei denen in jedem Fall in den ersten 24 Std 9 Urinproben sich ergaben. Die Anzahl der Urinproben vergrößerte sich bei jedem weiteren Tier, bis beim letzten Versuch jeder Gruppe (45 Tage-Versuch) im ganzen 18 Proben ausgewertet werden konnten. Selbstverständlich sind die Urinproben der ersten 4 Versuchstiere in jeder Reihe nicht geringer zu beurteilen. Sie sind lediglich geringer an Zahl, da diese Tiere aus Gründen der Vergleichsmöglichkeit zwischen Zeitpunkt der Urinentnahme und evtl. histologischen Veränderungen vorher getötet werden mußten (30, 60 min, 2 Std, 6 Std).

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG / Berlin · Göttingen · Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • Adalbert Jansen
    • 1
  1. 1.Pathologischen InstitutMedizinischen Akademie DresdenDeutschland

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