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Zur Methodik

  • Leonhard Illig
Part of the Pathologie und Klinik in Einzeldarstellungen book series (PATHOLOGIEKE, volume 10)

Zusammenfassung

Bei der direkten Lebendbeobachtung der kleinsten Blutgefäße unter physiologischen Bedingungen ist die Verwendung von Farbstoffen nur selten möglich. Selbst die Fluorescenztechnik mit oder ohne Anwendung von Fluorochromen ist bei länger dauernder Beobachtung schon mit einer Schädigung des Präparates verbunden, die zu örtlichen Kreislaufstörungen führen kann. Die Wahrnehmung der Gefäße und ihres Inhalts beruht also in den meisten Fällen ausschließlich auf der unterschiedlichen Lichtbrechung der Gefäßwände, des Gefäßinhalts und des umgebenden Gewebes; nur bei den Erythrocyten kommt noch ihre Eigenfarbe hinzu. An den dünnen membranösen Geweben im durchfallenden Licht erscheinen die Gefäßwände ebenso wie die einzelnen Blutkörperchen außerordentlich konturenscharf, und die Brillanz des Gefäßbildes kann an ein histologisches Präparat erinnern. An kompakteren Geweben bzw. Organen dagegen sind die Unterschiede der Lichtbrechung — insbesondere im auffallenden Licht — oft so gering, daß die Gefäßwände nur mit Mühe (Milz und Leber) oder überhaupt nicht (Pia mater, Conjunctiva bulbi und Haut des Menschen) wahrgenommen werden können; oder die Gefäßwandkonturen werden durch zu starke Lichteffekte verdeckt, wie z. B. an der Lungen-Oberfläche. Die Betrachtung richtet sich dann lediglich auf den Erythrocytenfaden.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG / Berlin · Göttingen · Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • Leonhard Illig
    • 1
  1. 1.Universitäts-Hautklinik FreiburgBreisgauDeutschland

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