Zusammenfassung

Die Zusammenfassung der physiologischen, biochemischen und klinischen Erkenntnisse der letzten 25 Jahre führte unter dem Stimulans der Luftfahrtmedizin vor allem in Deutschland, später auch in Nordamerika einmal zu konkreten Vorstellungen darüber, was Sauerstoffmangel ist und wie er wirkt, zum andern zur Herausarbeitung verschiedener Unterformen des Sauerstoffmangels. 1938 prägte Strughold (Rtjff u. Strttghold 1939, Strughold 1944 a, b) den Begriff der Hypoxydose, der alle diejenigen Zustände zusammenfaßt, bei denen der Ablauf der Geivebsatmung gestört ist. Der Störung der Gewebsatmung können drei verschiedene pathophysiologische Zustände zugrunde liegen, nämlich ein Mangel an Sauerstoff, ein Mangel an Nährstoff oder ein Wirkstoff defekt. Für die Zustände, bei denen der Mangel an Sauerstoff im Vordergrund steht, hat sich die Bezeichnung hypoxische Hypoxydosen eingebürgert. Die hypoxischen Hypoxydosen werden den beiden anderen Zuständen, die auch als nicht hypoxische Hypoxydosen bezeichnet werden können, gegenübergestellt. Da es sich beim Mangel an Nährstoff in erster Linie um einen Glucosemangel handelt, ist hierfür die Bezeichnung hypoglykotische Hypoxydose gebräuchlich geworden, während die Zustände von Wirkstoffdefekten allgemein unter dem Ausdruck der dysenzymatischen Hypoxydosen zusammengefaßt werden. Da unter den dysenzymatischen Hypoxydosen die toxische Schädigung des Sauerstoff- oder wasserstoffübertragenden Fermentsystems die anderen Formen an Bedeutung weit überragt, spricht man hier auch verallgemeinernd von histotoxischen Hypoxydosen oder geweblich gebundenem Sauerstoffmangel.

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© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • H. Gänshirt

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